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Mehr als 1.300 Fahrradplätze: UKSH eröffnet eine der größten Mobilitätsstationen Deutschlands

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636 kostenlose Lademöglichkeiten, belüftete Spinde und eine
Fahrradwerkstatt erleichtern Mitarbeitenden, Auszubildenden und
Studierenden den klimafreundlichen Weg zum Campus Kiel
Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat heute, 17. August
2026, auf dem Campus Kiel eine der größten und modernsten Fahrrad-
Mobilitätsstationen Deutschlands eröffnet.

Das dreigeschossige Gebäude
bietet mehr als 1.300 Stellplätze, mehr als 600 Lademöglichkeiten und
umfangreiche Serviceangebote wie Spinde zum Trocknen nasser Kleidung sowie
eine Fahrradwerkstatt.

Die Anlage mit ihrer begrünten Fassade liegt zentral zwischen den neuen
Gebäuden für Forschung und Lehre und dem Zentralgebäude für die
Krankenversorgung. Sie steht gemäß den Förderrichtlinien Mitarbeitenden
und Auszubildenden des UKSH sowie Medizin- und Zahnmedizinstudierenden der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) kostenlos zur Verfügung.

„Mit einem hochmodernen, begrünten und solarbetriebenen Parkhaus für
Fahrräder – inklusive Reparaturwerkstatt und belüfteten Spinden – setzen
wir bundesweit Maßstäbe. Die Mobilitätsstation erleichtert den täglichen
Arbeitsweg mit dem Fahrrad und zeigt, wie gute Arbeitsbedingungen und
Klimaschutz zusammengehen“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz,
Vorstandsvorsitzender (CEO) des UKSH. „Mein besonderer Dank gilt dem Bund
und dem Land Schleswig-Holstein, die dieses außergewöhnliche Projekt
ermöglicht haben.“

„Mit der Mobilitätsstation erhält der Campus Kiel eine moderne und
zukunftsweisende Infrastruktur“, sagt Dr. Silke Schneider,
Finanzministerin des Landes Schleswig-Holstein. „Das Gebäude verbindet
nachhaltige Mobilität, hohe Funktionalität und anspruchsvolle Architektur.
Vor allem verbessert es ganz konkret die Bedingungen für die Menschen, die
täglich am Campus arbeiten und studieren.“

Sicher parken, laden und reparieren – rund um die Uhr

Die Mobilitätsstation ist rund um die Uhr geöffnet und bietet 1.274
Stellplätze für Fahrräder auf Einzel- und Doppelstockstellplätzen sowie
zusätzlich 63 separate Plätze für Lastenräder. Mit dem Dienst- oder
Hausausweis lassen sich die Schranken und bei Dunkelheit auch das Rolltor
an der Zufahrt öffnen. Sensoren schalten die Beleuchtung automatisch ein.

Für E-Bikes und Akkus stehen insgesamt 636 Lademöglichkeiten zur
Verfügung: 396 E-Ladepunkte sowie 240 abschließbare Ladespinde für
herausnehmbare Akkus. Strom und Nutzung sind kostenlos. In 365 belüfteten
Spinden kann zudem nasse Regen- und Funktionskleidung während des
Arbeitstages trocknen und ist zu Dienstschluss wieder einsatzbereit.

Im Erdgeschoss steht eine kostenlose Selbsthilfewerkstatt mit
Reparaturständern, Werkzeug und Kompressorpumpe zur Verfügung. Ersatzteile
sind an einem Automaten erhältlich. Zu festen Präsenzzeiten bietet der
Fahrraddienstleister PiQuadrat zusätzlich professionelle, kostenpflichtige
Reparaturen an. Fahrräder können dort auch zur Reparatur abgegeben werden.

1.100 Tonnen weniger CO₂ pro Jahr

Die Fahrrad-Mobilitätsstation ist ein zentraler Bestandteil des
Mobilitätskonzeptes für den Campus Kiel. Sie erleichtert den Umstieg vom
Auto auf das Fahrrad, verringert den Parkplatzdruck und fördert
klimafreundliche Arbeits- und Studienwege. Nach den Berechnungen im
Förderantrag können durch das Projekt jährlich rund 1.100 Tonnen CO₂
eingespart werden.

Die Gesamtkosten des Projekts betragen 18,2 Millionen Euro. Das
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare
Sicherheit unterstützt die Mobilitätsstation im Rahmen der Nationalen
Klimaschutzinitiative mit 6,25 Millionen Euro. Die weitere Finanzierung
übernimmt das Land Schleswig-Holstein aus Mitteln des Zukunftspakts I.
Begonnen wurde mit dem Bau im August 2023.

„Klimaschutz gelingt besonders gut, wenn nachhaltige Angebote den Alltag
der Menschen spürbar erleichtern“, sagt Bettina Hagedorn, Parlamentarische
Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz
und nukleare Sicherheit. „Die neue Mobilitätsstation schafft hervorragende
Bedingungen für den täglichen Arbeits- und Studienweg mit dem Fahrrad. Sie
zeigt beispielhaft, wie die Nationale Klimaschutzinitiative des
Bundesumweltministeriums konkrete Veränderungen vor Ort anstoßen kann.“

Der Nutzerkreis folgt den Förderrichtlinien des Bundes, die auf die
Verringerung der CO₂-Emissionen auf Arbeits- und Studienwegen zielen. Die
Station steht daher zunächst Mitarbeitenden und Auszubildenden des UKSH
sowie Medizin- und Zahnmedizinstudierenden der CAU zur Verfügung. Sollten
später dauerhaft freie Kapazitäten bestehen und die Förderbedingungen es
zulassen, prüft das UKSH eine Öffnung für weitere Nutzergruppen.

Solarstrom für Gebäude und Ladepunkte

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt rund 85.000 Kilowattstunden
Strom pro Jahr und versorgt damit die gesamte Mobilitätsstation
einschließlich der Ladeangebote für E-Bikes und Akkus. Das begrünte Dach
hält Regenwasser zurück. Die geschwungene Gebäudeform und die erstmals am
UKSH umgesetzte teilweise begrünte Fassade verleihen der Mobilitätsstation
eine moderne, eigenständige Architektur. Ein besonderes Lichtkonzept prägt
die Gestaltung im Inneren.

Der Bau wurde unter Leitung der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR
(GMSH) umgesetzt. „Auf einem zentralen und baulich anspruchsvollen Baufeld
ist ein außergewöhnliches Gebäude entstanden“, sagt Holger Basten,
Interims-Geschäftsführer der GMSH. „Die Mobilitätsstation verbindet hohe
Kapazität mit moderner Technik, nachhaltigen Bauelementen und besonderer
architektonischer Qualität. Damit ist sie weit mehr als ein
Fahrradparkhaus.“

Der Entwurf stammt von Schmieder.Dau.Architekten.BDA. „Nachhaltigkeit ist
hier nicht nur Programm, sondern Konstruktionsprinzip. Das Fahrradparkhaus
unterstützt die Mobilitätswende und ist zugleich so geplant, dass seine
Bauteile sortenrein getrennt und wiederverwendet werden können. Der
Lebenszyklus des Gebäudes wurde von Anfang an mitentworfen“, sagt
Christian Schmieder von SCHMIEDER. DAU. ARCHITEKTEN. BDA aus Kiel.