Industrieökonomie im Fokus: Internationale Spitzenforschung zu Gast in Mannheim
Vom 26. bis 28. August 2026 findet die 53. Jahreskonferenz der European
Association for Research in Industrial Economics (EARIE) in Mannheim
statt. Das ZEW Mannheim und die Universität Mannheim organisieren die
Konferenz gemeinsam mit der Mannheim Centre for Competition and Innovation
Association (MaCCI). Mehr als 400 Wissenschaftler/innen und Fachleute aus
Europa und weiteren Teilen der Welt werden in rund 350 Vorträgen aktuelle
Forschungsergebnisse aus der Industrieökonomik präsentieren und
diskutieren. Zahlreiche Wissenschaftler/innen des ZEW und der Universität
Mannheim sind mit Beiträgen zu Wettbewerb, Innovation, Digitalisierung,
Energie und Regulierung im Konferenzprogramm vertreten.
„Die EARIE-Jahreskonferenz zählt zu den wichtigsten europäischen Foren für
industrieökonomische Forschung. Sie bringt Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler zusammen, die sich mit zentralen Fragen zu Wettbewerb,
Innovation, Digitalisierung und Regulierung beschäftigen. Dass so viele
Forschende des ZEW ihre Arbeiten dort präsentieren, zeigt die große
thematische Breite und internationale Sichtbarkeit unserer Forschung. Ich
freue mich sehr, dass wir als ZEW Mannheim die EARIE 2026 mit ausrichten“,
erklärt ZEW-Präsident Prof. Dr. h. c. Achim Wambach, PhD.
„Mit der EARIE-Jahreskonferenz begrüßen wir die internationale
Fachcommunity der Industrieökonomik an der Universität Mannheim. Die
Konferenz bietet eine hervorragende Gelegenheit, neueste wissenschaftliche
Erkenntnisse zu diskutieren, Forschungsnetzwerke zu stärken und den
Austausch mit Early Career Researchern zu fördern. Gemeinsam mit dem ZEW
Mannheim und MaCCI unterstreichen wir damit Mannheims Bedeutung als einem
der international führenden Standorte für Wettbewerbsforschung“, erklärt
Prof. Dr. Thomas Fetzer, Rektor der Universität Mannheim.
Wettbewerb, Innovation und Marktdesign im Fokus
Die Vorträge auf der EARIE zeigen, wie Marktkonzentration die Einführung
neuer Technologien prägt, unter welchen Bedingungen Forschungsförderung
wirksam ist, wie Preisalgorithmen Marktergebnisse verändern und welche
Auswirkungen Subventionen auf den Wettbewerb haben. Weitere Beiträge
präsentieren aktuelle Erkenntnisse zu Mehrgüterauktionen, zur
Dekarbonisierung der Industrie und zur effizienten Ausgestaltung von
Stromnetzen – und liefern damit neue Impulse für einige der drängendsten
wirtschaftspolitischen Fragen unserer Zeit.
Vorträge in der Übersicht
Prof. Dr. Volker Nocke von der Universität Mannheim untersucht in seinem
Vortrag „Merger Control in a Changing World“, wie die Fusionskontrolle
Veränderungen in --und größere Unsicherheit über -- Marktbedingungen
berücksichtigen sollte. Die Ergebnisse haben wichtige Implikationen für
die aktuelle Revision der EU-Fusionsrichtlinien.
Juniorprofessorin Pia Ennuschat, Ph.D., untersucht in ihrem Vortrag
„Competition under Informational Headstarts“, wie Informationsvorsprünge –
insbesondere durch Daten – den Markteintritt, die Produktgestaltung und
den Wettbewerb zwischen Plattformen beeinflussen.
Prof. Dr. Bernhard Ganglmair untersucht in seinem Vortrag „Competition and
the Strategic Disclosure of Innovation: Theory and Evidence from Patent
Applications“ wie Wettbewerb die strategische Offenlegung von Innovationen
beeinflusst.
Prof. Dr. Bettina Peters analysiert in „The Misuse of China's R&D
Subsidies: Noncompliance and Its Impact on Policy Effectiveness“ den
Einsatz chinesischer Subventionen für Forschung und Innovation sowie die
Folgen für die Wirksamkeit der Förderpolitik.
Prof. Dr. Adrian Hillenbrand untersucht in „Algorithmic Repricers in
Experimental Marketplaces“, wie regelbasierte Preisalgorithmen
Marktergebnisse beeinflussen.
Dr. Eliza Stenzhorn untersucht in ihrem Vortrag „Shadow profiling and
privacy regulation“ das sogenannte Shadow Profiling und dessen Verhältnis
zur Datenschutzregulierung.
Prof. Dr. Marion Ott analysiert in ihrem Vortrag „Bid heterogeneity and
the winner’s curse in multi-unit auctions“ heterogene Gebote und den
sogenannten Fluch des Gewinners bei Mehrgüterauktionen.
Journalisten/-innen, die die EARIE-Konferenz besuchen möchten, können sich
zwecks Akkreditierung an
einzelne Gesprächspartner/innen für Interviews und Hintergrundgespräche.
