Kosmos-Vorlesung der Humboldt-Stiftung: Potenzial und Grenzen politischer Teilhabe
Die Sozialphilosophin Maeve Cooke spricht am 9. September in Berlin beim
Spätsommerempfang der Humboldt-Stiftung.
Wenige Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht die Zukunft der
Demokratie im Zentrum des Spätsommerempfangs der Humboldt-Stiftung: Die
Sozialphilosophin Maeve Cooke hält die Kosmos-Vorlesung „Demokratie im
Zeitalter der anthropogenen ökologischen Zerstörung: Brauchen wir neue
Wege?“.
Sie erläutert, vor welchen Herausforderungen demokratische Systeme
im Jahr 2026 stehen, und beleuchtet Risiken und Potenziale, die sich aus
den rasanten Veränderungen unserer Zeit ergeben. Ein besonderer Fokus wird
auf den Auswirkungen von Wohlstandsverteilung, Digitalisierung und
Klimawandel auf politische Teilhabe liegen.
Die Humboldt-Stiftung lädt jedes Jahr um Humboldts Geburtstag herum zu
einem Vortrag über ein aktuelles Thema ein – in Anlehnung an Alexander von
Humboldts Berliner Kosmos-Vorlesungen, die ihr Publikum vor knapp 200
Jahren über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse informierten. Rund 250
internationale Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sowie
Humboldtianer*innen, die zurzeit in Deutschland forschen, treffen sich
beim Spätsommerempfang der Alexander von Humboldt-Stiftung in der Villa
Elisabeth in Berlin. Der Empfang bietet Raum für den Austausch
persönlicher Erfahrungen und soll neue Wissenschaftskooperationen
anstoßen.
Maeve Cooke ist Professorin für “German Social and Political Thought” am
University College Dublin in Irland. Sie ist eine der international
profiliertesten Stimmen der Sozialphilosophie und der politischen
Philosophie. Sie beschäftigt sich vor allem mit kritischer Theorie,
Demokratie, Freiheit und der Frage, wie eine gerechte und gute
Gesellschaft möglich ist. Dabei untersucht sie insbesondere, wie
politische Teilhabe und gesellschaftliche Kritik angesichts aktueller
Herausforderungen neu gedacht werden können. 1993 erhielt sie ein
Humboldt-Forschungsstipendium, 2025 wurde sie mit einem Humboldt-
Forschungspreis ausgezeichnet und ist derzeit am Philosophischen Institut
der Humboldt Universität in Berlin.
Im Anschluss an die Kosmos-Vorlesung findet eine Paneldiskussion mit
Teilnehmenden des Humboldt Residency-Programms statt, das sich dieses Jahr
mit innovativen Formaten politischer Teilhabe beschäftigt. Das Humboldt
Residency-Programm ermöglicht Humboldtianer*innen und anderen
Wissenschaftler*innen, zusammen mit Akteur*innen aus Kunst, Medien und
Gesellschaft an einem jährlich wechselnden Thema zu arbeiten. Es wird vom
Auswärtigen Amt gefördert. Eine sechswöchige Residenzphase in Brandenburg
und Berlin fördert den intensiven interdisziplinären Austausch und den
Dialog mit der Öffentlichkeit.
Journalist*innen sind herzlich eingeladen.
Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis zum 7.9.2026 per Mail bei
Zeit: Mittwoch, 9.9.2026, 18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Ort: Villa Elisabeth, Invalidenstraße 3, 10115 Berlin
Programm
• Begrüßung Robert Schlögl, Präsident der Humboldt-Stiftung
• Kosmos-Vorlesung „Demokratie im Zeitalter der anthropogenen
ökologischen Zerstörung: Brauchen wir neue Wege?“
Maeve Cooke, University College Dublin
• Diskussion mit Teilnehmenden des Residency-Programms 2026
„Democracy 2.26: Designing Political Participation“ Moderation: Matthias
Fritsch
• Empfang ab 19:30 Uhr
Pressekontakt vor Ort: Teresa Havlicek, +49 160 6039532
Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000
Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in
Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein
fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen –
unter ihnen 63 mit Nobelpreis.
