Zum Hauptinhalt springen

TU Berlin gratuliert zu 50 Jahren Fraunhofer IPK

Pin It

Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der TU Berlin enger
Partner des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und
Konstruktionstechnik
Die Technische Universität Berlin gratuliert dem Fraunhofer-Institut für
Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK zu seinem 50-jährigen
Bestehen. Seit 1977 existiert ein Kooperationsvertrag mit dem Institut für
Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der TU Berlin – beide
Einrichtungen arbeiten im selben Gebäude eng zusammen, dem
Produktionstechnischen Zentrum (PTZ).

Es wurde 1986 speziell für die
Kooperation der zwei Institute gebaut, 2011 folgte der Erweiterungsbau
„Anwendungszentrum Mikroproduktionstechnik – AMP“. „Produktion und
Industrie verändern sich grundlegend – von der Kreislaufwirtschaft bis zur
Künstlichen Intelligenz“, sagt Prof. Dr. Fatma Deniz, Präsidentin der TU
Berlin. Im PTZ würden Forschungsergebnisse schneller zu neuen
Produktionsverfahren, Technologien und industriellen Anwendungen. „Ich
gratuliere dem Fraunhofer IPK herzlich zu seinem 50-jährigen Bestehen.“

Das PTZ ist ein frühes und wegweisendes Modell für die räumliche
Verzahnung universitärer und außeruniversitärer Forschung. Heute
existieren ähnliche Konzepte etwa in Darmstadt, Dortmund oder Aachen. „Die
enge Verbindung zwischen der TU Berlin und dem Fraunhofer IPK ergibt sich
schon daraus, dass der TU-Professor und damalige Leiter des IWF, Günter
Spur, im Jahr 1972 die Initialzündung für die Gründung des Fraunhofer IPK
gab“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Julian Polte, Geschäftsführender Direktor des
IWF an der TU Berlin und stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer
IPK. Am 1. September 1976 nahm die neue Forschungseinrichtung dann ihre
Arbeit auf.

Räumliche Nähe ermöglicht intensiven Austausch und komplementäre
Infrastruktur
„Die räumliche Nähe der Mitarbeitenden von IWF und Fraunhofer IPK hat
immense Vorteile“, sagt Polte. „Wir können auf diese Weise den schnellen
Transfer von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung auf TU-Seite in die
anwendungsorientierte Forschung bei Fraunhofer sicherstellen und
innovative Lösungen und Technologien in die industrielle Anwendung
überführen.“ Neben der Zusammenarbeit in Forschungsprojekten richten beide
Institute mit der „Berliner Runde“ sowie dem „Produktionstechnischen
Kolloquium“ auch große Konferenzen gemeinsam aus, zu denen externe
Expert*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen werden.

„Die Arbeit in einem gemeinsamen Gebäude mit unserem zentralen
Versuchsfeld hat zudem den großen Mehrwert, dass wir Speziallabore,
Werkzeugmaschinen und Messeinrichtungen gemeinsam nutzen können. Auf diese
Weise sind beide Institute bestens ausgestattet“, erläutert Julian Polte.
Die Maschinen seien dabei nicht nur Infrastruktur, sondern auch
Forschungsgegenstand: „Es gibt praktisch keine Anlage bei uns, die wir
nicht modifizieren. So können wir in technologische Grenzbereiche
vorstoßen – denn die Optimierung der Produktion ist ja gerade eines
unserer Kernanliegen.“

Fraunhofer IPK unterstützt anwendungsorientierte Lehre an der TU Berlin
TU Berlin und Fraunhofer IPK arbeiten auch im Reallabor „Werner-von-
Siemens Centre for Industry and Science“ zusammen; gemeinsam mit weiteren
Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln sie dort Lösungen
für die Produktion der Zukunft. Die enge Zusammenarbeit des Fraunhofer-
Instituts mit Unternehmen bereichert zudem die Ausbildung von Studierenden
an der TU Berlin: „Neben der Forschung profitiert auch die Lehre von der
engen Verbindung von Fraunhofer IPK und TU Berlin. Gemeinsame Professuren
verbinden universitäre Forschung mit industrieller Anwendung und eröffnen
Studierenden früh Einblicke in anwendungsorientierte Fragestellungen“,
erklärt TU-Präsidentin Fatma Deniz.

Zusätzliche Informationen:
Jubiläums-Webseite 50 Jahre Fraunhofer IPK:
<https://www.ipk.fraunhofer.de/de/ueber-uns/50-jahre-fraunhofer-ipk.html>
Porträt des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der TU
Berlin: <https://www.tu.berlin/go318346/>