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Uniklinikum ermöglicht Laufbahnmodell klinische Pflege

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Die Pflegedirektion startet eine Initiative, um akademisch qualifizierte
Pflegefachpersonen in den versorgenden Strukturen zu etablieren. Das
erstes Traineeprogramm mit 13 Pflegenden mit Bachelorabschluss startet im
Oktober 2026. Das Uniklinikum setzt auf Pflegewissenschaft und
-entwicklung als festen Teil der Pflegedirektion.



Im Oktober startet das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden sein
erstes Traineeprogramm für Pflegende mit Bachelorabschluss. Nach zwölf
Monaten können die Teilnehmenden die Rolle von Pflegenden mit Bachelor
weiter begleiten. Sie sind damit weiterhin in der pflegerischen
Patientenversorgung tätig und unterstützen gleichzeitig die
Weiterentwicklung der evidenzbasierten Pflege.

„Das Projekt Laufbahnmodell klinische Pflege ist in den nächsten Jahren
eines unserer wichtigsten Strukturentwicklungs- und
Transformationsprojekte und eine feste Säule der Strategie der
Pflegedirektion“, sagt Dr. Katrin Korn-Mattern, Leiterin
Pflegewissenschaften und strategische Pflegeentwicklung sowie
stellvertretende Pflegedirektorin am Universitätsklinikum Dresden.

„Im klinischen Alltag setzen wir auf interdisziplinären und
interprofessionellen Austausch. Pflege und Medizin arbeiten auf Augenhöhe.
Das gegenseitige Schätzen der jeweiligen Expertisen ist ein wesentlicher
Baustein für die Genesung der Patientinnen und Patienten“, sagt Prof. Uwe
Platzbecker, Medizinischer Vorstand am Universitätsklinikum Dresden.

Mit dem Projekt „Laufbahnmodell klinische Pflege“ etabliert das
Universitätsklinikum Dresden eines seiner wichtigsten
Strukturentwicklungs- und Transformationsprojekte. Das macht den Weg frei,
um akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen in den versorgenden
Strukturen zu etablieren sowie die pflegerische Versorgung weiter zu
verbessern und weiterzuentwickeln. „Die Pflege ist essenziell, wenn es um
die Genesung von Patientinnen und Patienten geht. Dessen sind wir uns
bewusst und wollen das Berufsbild durch neue Karrieremöglichkeiten in der
klinischen Versorgung weiter stärken. Das erhöht auch die Attraktivität
der Arbeit in der Pflege im Universitätsklinikum“, sagt Pflegedirektor
Mirko Radloff.

Das erste Traineeprogramm mit 13 Pflegenden mit Bachelorabschluss startet
im Oktober 2026 für zwölf Monate. Interessierte können sich dafür
bewerben. Die Rolle „Bachelor in der Pflege“ ist die erste Stufe der
akademisierten Pflege und soll die fachlichen Pflegehandlungen zusätzlich
mit evidenzbasiertem und kritischem Denken untermauern bzw. hinterfragen.
Die Beschäftigten ergänzen in dieser Rolle die Pflegeteams um einen
wichtigen Baustein in der universitären, hochkomplexen pflegerischen
Patientenversorgung. Perspektivisch ist die Entwicklung zur Advanced
Practice Nurse möglich, wenn ein weiterführendes Masterstudium absolviert
wird.

Advanced Practice Nurses (APN) sind Teil einer spezialisierten
Patientenversorgung und in die Pflegeentwicklung, Forschung und Innovation
eingebunden. Sie sorgen zudem durch Netzwerkarbeit dafür, das Berufsbild
weiter zu stärken. „Mit den Advanced Practice Nurses etablieren wir starke
Partnerinnen und Partner auf den Stationen und in den Kliniken, die die
Pflegenden begleiten, beraten und unterstützen sowie Teil von
interprofessionellen Teams bei komplexen pflegerischen Fragestellungen
sind“, sagt Dr. Katrin Korn-Mattern.

Wie dieser Weg in der Praxis aussieht, zeigt Katja Krumm. Sie ist bereits
seit zwei Jahren als Advanced Practice Nurse am Universitätsklinikum
Dresden tätig. Sie arbeitet in der Klinik für Viszeral-, Thorax- und
Gefäßchirurgie (VTG) und hat dort maßgeblich das Fast-Track-Programm
aufgebaut und eingeführt. Fast Track bedeutet so viel wie „schneller Weg“
und beinhaltet einen evidenzbasierten Behandlungspfad. Dieser hat zum
Ziel, Patientinnen und Patienten optimal auf den Aufenthalt in der Klinik
und die bevorstehende Operation vorzubereiten, Komplikationen nach der
Operation zu minimieren und die Genesung aktiv voranzubringen. Dadurch
wird der Klinikaufenthalt verkürzt und Patientinnen und Patienten können
schneller wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren. Die VTG setzt
dies bei Darm- und Leberoperationen ein. Katja Krumm ist als APN nun dafür
verantwortlich, dass die Wirksamkeit des Programms fortlaufend evaluiert
wird und die Ergebnisse zu einer weiteren Verbesserung der
Patientenversorgung beitragen.

Wenn Katja Krumm auf dieses Projekt und auf ihren persönlichen Weg im
Uniklinikum blickt, resümiert sie: „Es war ein langer Weg, den ich
beharrlich und zielstrebig gegangen bin. Seit 1992 arbeite ich als
examinierte Krankenschwester im klinischen Bereich. Damit ich mein Wissen
und meine Kompetenzen direkt in die Patientenversorgung einbringen kann,
habe ich mich für ein Studium entschieden.“ In zwei Etappen absolvierte
Krumm berufsbegleitend zuerst ein Bachelor- und später auch ein
Masterstudium. Mit dem erfolgreichen Abschluss möchte sie die pflegerische
Versorgungsqualität weiter verbessern und auch für Kolleginnen und
Kollegen als Vorbild fungieren. „Es ist unabdingbar, dass man sich immer
weiterbildet und die Professionalisierung des Pflegeberufes aus
verschiedenen Sichtweisen vorantreibt. Als APN habe ich die Chance, durch
den Mix aus wissenschaftlicher Expertise und langjähriger pflegerisch-
praktischer Erfahrung evidenzbasiertes Wissen in der direkten
Patientenversorgung anzuwenden, aber auch an Kolleginnen und Kollegen und
weitere Berufsgruppen weitergeben zu können“, ergänzt Krumm.

Weitergehende Informationen
https://www.uniklinikum-dresden.de/de/das-
klinikum/krankenpflege/stabstellen/karrierelaufbahnmodell-klinische-
pflege-1