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Neue Ausstellung im Dubnow-Institut: Berlin / Jerusalem. Schockens Gärten

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Unter dem Titel »Berlin/Jerusalem. Schockens Gärten« wird am 12. Oktober
2026, 17 Uhr eine neue Ausstellung im Leibniz-Institut für jüdische
Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig eröffnet. Diese
dokumentiert die Schaffung eines außergewöhnlichen Gartens in Jerusalem in
den Jahren 1936 bis 1938 durch die Familie Schocken. Sie widmet sich der
jüdischen Flucht und Auswanderung aus Deutschland und zeigt den Garten als
Gegenort zu einer von Zerstörung geprägten Zeit.

Salman Schocken (1877–1959) baute mit seinem Bruder Simon (1874–1929) von
Zwickau aus eine der modernsten Warenhausketten der Weimarer Republik auf.
Dieser Erfolg ermöglichte es ihm, Kunst, Kultur und soziale Projekte zu
fördern. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten entschieden
Salman Schocken und seine Familie, Deutschland zu verlassen.

Gezwungen, das erst wenige Jahre zuvor erworbene Haus am Berliner
Schlachtensee aufzugeben, beauftragte Schocken Erich Mendelsohn in
Jerusalem mit dem Bau einer neuen, imposanten Wohnanlage und einer
Bibliothek für seine geretteten Bücher und Handschriften. Große
Aufmerksamkeit widmeten Lili und Salman Schocken in den Jahren 1936 bis
1939 dem Garten. Er bildete mit dem Haus ein sorgfältig gestaltetes,
geordnetes Ganzes und wurde vor dem Hintergrund der Zerstörung in
Deutschland und des Arabischen Aufstands in Palästina zu einem Gegenort
auf Zeit. Mit seinen vertrauten und neuen, importierten und zur
klimatischen Anpassung gezwungenen Pflanzen ist der Garten das Emblem
einer Migrationserfahrung.

Zur Eröffnung findet ein englischsprachiges Podiumsgespräch »Showcasing
the Archive« mit Dani Hacker (Jerusalem) und Caroline Jessen (Leipzig)
über das Schocken-Archiv in Jerusalem statt. Eine Anmeldung hierzu ist
erforderlich.

Die Ausstellung kann im Rahmen von kostenfreien Führungen besichtigt
werden.

Termine 2026 im Überblick:
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 13 Uhr;
Donnerstag, 5. November 2026, 14 Uhr;
Mittwoch, 11. November 2026, 13 Uhr;
Freitag, 20. November 2026, 16 Uhr;
Mittwoch, 2. Dezember 2026, 13 Uhr;
Freitag, 18. Dezember 2026, 16 Uhr