Dreifache Auszeichnung: Ausstellungs- & Dialogprojekt „Point of Kuh“ gilt als vorbildlich
Irritierende Bilder und Perspektiven-Vielfalt überzeugen Fachleute
deutschland- und europaweit. Digitaler Ausstellungsbesuch unter
https://www.uni-hohenheim.de/p
Preisgekrönte Hochleistungskuh auf rotem Teppich oder die Versuchskühe der
Universität Hohenheim auf der Weide: Basis des Projektes „Point of Kuh“
ist die Bilderserie „Die Milch-Matrix“, in der der renommierte Fotograf
Nikita Teryoshin sich mit unbekannten und unerwarteten Facetten von
Milchproduktion und Nutztierforschung auseinandersetzt. Für die
Ausstellung „Point of Kuh“ ergänzten Angehörige der Universität Hohenheim
in Stuttgart die kritischen und oft ironischen Bilder mit ganz
persönlichen Statements aus der Perspektive von Forschung, Praxis und
individueller Biografie. Am gestrigen Donnerstag wurde das Projekt von der
Initiative Transparente Tierversuche als vorbildlich prämiert. Es ist
bereits die dritte Auszeichnung für „Point of Kuh“.
Ausgangspunkt war eine Anfrage des Fotografen Nikita Teryoshin: Für seine
Bildserie „Die Milch-Matrix“ wollte er auch die Hohenheimer Versuchskühe
mit Pansenfistel fotografieren. Die Universität öffnete ihm die Stalltüren
– und holte zugleich die Debatte auf den Campus. Studierende,
Professor:innen und Mitarbeiter:innen ergänzten Teryoshins kritische, oft
ironische Bilder mit mehr als 50 persönlichen, fachlichen und auch
widersprüchlichen Perspektiven. So entstand ein Dialog zwischen Fotokunst,
Wissenschaft, landwirtschaftlicher Praxis und Gesellschaft.
Eröffnet wurde „Point of Kuh“ am 25. November 2025 mit dem 7. Hohenheimer
Landwirtschaftsdialog. Rund 420 Gäste diskutierten mit Teryoshin und
Expert:innen aus Wissenschaft, Landwirtschaft und Tierschutz über
Milchwirtschaft, Milchviehhaltung und Forschung.
„An der Universität Hohenheim waren wir schnell begeistert von den Bildern
von Herrn Teryoshin und von den Fragen, die er damit aufwirft“, erinnert
sich Prof. Dr. Claudia Bieling, eine der Organisatorinnen des Vortrags-
und Diskussionsabends. „Vor allem wollten wir die Diskussion, die seine
Bilder anstoßen, auf den Campus holen“, ergänzt Co-Organisatorin Prof. Dr.
Regina Birner.
Anschließend war die Ausstellung im Biologiezentrum der Universität
Hohenheim und in der Württembergischen Landesbibliothek zu sehen. Weitere
Stationen folgten 2026 im Stuttgarter Rathaus beim Wissenschaftsfestival
und beim Tag der offenen Tür der Universität Hohenheim. Insgesamt
besuchten mehr als 6.000 Menschen die Ausstellung. Die virtuelle
Ausstellung bleibt online zugänglich: https://www.uni-hohenheim.de/p
of-kuh
Siegel für vorbildliche Kommunikation über Tierversuche
Als jüngste Auszeichnung erhielt die Universität Hohenheim jetzt am 1.
Oktober 2026 in Berlin das „Siegel für vorbildliche Kommunikation
tierexperimenteller Forschung“. Die Initiative „Tierversuche verstehen“
zeichnet damit wissenschaftliche Einrichtungen aus, die sich in
vorbildlicher Weise für transparente und offene Kommunikation sowie für
den Dialog über Tierversuche und tierexperimentelle Forschung engagieren.
Das Siegel würdigt jeweils konkrete Kommunikationsleistungen und
-strategien.
„Mit dem Projekt ‚Point of Kuh‘ zeigt die Universität Hohenheim, wie sich
authentische Wissenschaftskommunikation gelungen mit einem
öffentlichkeitswirksamen Kunstprojekt verknüpfen lässt“, begründete die
Jury ihre Entscheidung. „So schuf die Universität einen kreativen Zugang
zum Thema Tierversuche und brachte die Forschenden mit einem breiten
Publikum ins Gespräch“, so die Jury weiter.
Für die Universität Hohenheim ist es bereits die zweite Auszeichnung
dieser Art: 2021 erhielt sie das Siegel für ihre umfassende Internet-
Kommunikation zu Tierversuchen.
Silber beim europäischen EUPRIO Award
Bereits im Juni 2026 hatte Point of Kuh im französischen Metz den EUPRIO-
Award in Silber gewonnen. Verliehen wurde er von der Vereinigung European
Universities Public Relations and Information Officers (EUPRIO), einem
europäischen Netzwerk von Kommunikationsprofis an Hochschulen. Für den
Award wählt eine Jury zunächst zehn Finalprojekte aus; auf der
Jahrestagung stimmen anschließend die teilnehmenden
Hochschulkommunikator:innen über die Preisträger ab.
Als preiswürdig erachtete die Jury vor allem den besonderen Ansatz des
Projektes: Auf eine potenziell konfliktträchtige Situation habe die
Universität Hohenheim nicht mit Abschottung reagiert, sondern sich mit
Wissenschaft und Transparenz dem Dialog geöffnet.
Finalistin für den BdKom Smart-Team-Award
Im September 2026 stand „Point of Kuh“ außerdem im Finale für den BdKom
Smart-Team-Award 2026 des Bundesverbands der Kommunikatoren (BdKom). Mit
seinem Award zeichnet der Verband jedes Jahr herausragende
Kommunikationsarbeit aus. Die Kategorie „Smart Team“ richtet sich an
Projekte, die mit einem Budget von höchstens 40.000 Euro messbare Erfolge
erzielen.
Aus 70 Einreichungen wählte die Jury zunächst je drei Teams für die beiden
Team-Kategorien aus. Als „mutiges und kreatives Projekt“ gehörte „Point of
Kuh“ neben der Kindernothilfe und der Zentralen Onlineredaktion der Justiz
Schleswig-Holstein zu den drei Finalisten in der Kategorie „Smart Team“.
Der erste Platz in diesem Jahr ging dabei an die Justiz Schleswig-
Holstein.
Text: Klebs
erstellt mit KI-Unterstützung
Für die Pressemitteilung wurden Passagen aus früheren Pressemitteilungen
mit KI zusammengefasst und anschliessend redaktionell überprüft.
