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DIVI-Bürgerforum 2026: 30.11. HH: Experten informieren, was im medizinischen Notfall passiert

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Ob nach einem Unfall oder bei einer schweren Erkrankung: Von einem Moment
auf den anderen kann eine Behandlung auf der Intensivstation notwendig
werden. Dann müssen Notfall- und Intensivmedizinerinnen und -mediziner
häufig rasch entscheiden, welche Behandlung medizinisch geboten ist und
dem Willen der betroffenen Person entspricht. Doch dieser Wille ist nicht
immer bekannt.



Um Bürgerinnen und Bürger auf die Relevanz einer rechtzeitigen Vorsorge
aufmerksam zu machen, lädt die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für
Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) am Montag, 30. November von 18
bis 20 Uhr unter dem Motto „Im Gespräch: Leben retten, Mensch bleiben“
Hamburgerinnen und Hamburger zum Bürgerforum in das Saalhaus Hamburg ein.
Expertinnen und Experten erläutern dort die Abläufe in der Rettungskette
und beantworten Fragen aus dem Publikum. Mit dabei: Hamburgs
Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer.

Das Bürgerforum bildet den Auftakt zum diesjährigen Kongress der DIVI, der
vom 2. bis zum 4. Dezember 2026 unter dem Motto „Der Mensch im
Mittelpunkt“ im CCH Hamburg stattfindet. Gemeinsam mit Melanie
Schlotzhauer diskutieren die beiden Kongresspräsidenten des DIVI26:
Professor Dr. med. Uwe Janssens, Direktor der Klinik für Innere Medizin
und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital Eschweiler,
und Rolf Dubb, Leiter des Fachbereichs Weiterbildung der Akademie der
Kreiskliniken Reutlingen.  Weitere Gäste auf dem Podium sind: Dr. med.
Susanne Jöbges, M.A., Fachärztin für Anästhesiologie an der Klinik für
Anästhesiologie und Intensivmedizin der Charité – Universitätsmedizin
Berlin, Dr. med. Teresa Deffner, Psychologin und Ethikberaterin im
Gesundheitswesen, sowie Maria Brauchle, diplomierte Gesundheits- und
Krankenpflegerin und akademisch geprüfte Expertin in der Intensivpflege.
Die Moderation übernimmt Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser, Intensivmediziner
und einem breiten Fernsehpublikum als „Doc Esser“ bekannt.

Was geschieht, wenn ich plötzlich zum Notfall werde? Viele Menschen setzen
sich nur ungern mit ihrer eigenen Verletzlichkeit auseinander und schieben
diese Fragen deshalb beiseite. „Ein Unfall, ein Herzstillstand oder eine
plötzliche schwere Erkrankung kann jede und jeden von uns unvermittelt
treffen“, sagt Janssens. „Die Teams im Rettungsdienst und auf der
Intensivstation müssen dann rasch entscheiden, welche Behandlung notwendig
ist – oft, ohne dass die betroffene Person selbst ihre Wünsche äußern
kann.“

Die Rettungskette: Professionelles Arbeiten, präzise abgestimmt
Wer die Abläufe der Notfallversorgung kennt und weiß, wer welche Aufgaben
übernimmt, kann besser verstehen, was im Ernstfall geschieht. Die
Expertinnen und Experten auf dem Bürgerforum erläutern deshalb das
Zusammenspiel aller Beteiligten: vom Rettungsdienst und den Notärztinnen
und Notärzten über die zentrale Notaufnahme bis zur Versorgung im
Schockraum oder auf der Intensivstation. „Eine zentrale Rolle spielt die
Leitstelle, bei der die Notrufe über die 112 eingehen. Sie erfasst die
Notfallsituation und alarmiert die erforderlichen Einsatzkräfte“, erklärt
Dubb. Die Mitarbeitenden fragen gezielt nach, um die Dringlichkeit
einzuschätzen und die passende Hilfe auf den Weg zu bringen. Bereits
während des Gesprächs können Rettungskräfte alarmiert werden – denn bei
lebensbedrohlichen Notfällen zählt jede Minute!

Präklinik: Versorgung vor Ort und im Rettungswagen
Die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zählt zu den kritischsten
Phasen für schwer verletzte oder schwer erkrankte Menschen. Mit dem
Rettungswagen und den Rettungskräften kommt dann eine mobile
Behandlungseinheit: Er ist mit lebensrettenden Geräten, Materialien und
Medikamenten ausgestattet, um die Patientin oder den Patienten vor Ort und
während des Transports in die Notaufnahme zu versorgen und zu
stabilisieren.

In der Klinik ist schon alles vorbereitet
Über die Leitstelle oder direkt aus dem Rettungswagen wird geklärt,
welches Krankenhaus über die erforderlichen Behandlungskapazitäten und
Fachabteilungen verfügt. Dort wird die Ankunft der Patientin oder des
Patienten angekündigt. „Bei zeitkritischen Notfällen steht das Team der
Zentralen Notaufnahme dann schon bereit und stellt sicher, dass bei der
Ankunft keine wertvolle Zeit verloren geht“, sagt Doc Esser.

Jeder Notfall ist etwas anders
Wie es nach der Übergabe vom Rettungsdienst an das Klinikteam weitergeht,
hängt von der Erkrankung oder Verletzung und dem Zustand der betroffenen
Person ab. Bei Menschen in lebensbedrohlichem Zustand führt der Weg häufig
zunächst über den Schockraum und anschließend auf die Intensivstation.
Dort können die Vitalfunktionen kontinuierlich überwacht und bei Bedarf
unterstützt werden. An der Versorgung wirken viele Berufsgruppen mit:
Rettungsdienstpersonal, Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzte
verschiedener Fachrichtungen sowie je nach Bedarf Psychologinnen und
Psychologen, Seelsorgerinnen und Seelsorger und weitere Fachkräfte.

Hier sind die Profis. Diskutieren Sie mit!
„Wir wollen zeigen, wie eng die verschiedenen Berufsgruppe
zusammenarbeiten – und den Besucherinnen und Besuchern des Forums
Gelegenheit geben, ihre ganz persönlichen Fragen zu stellen“, so Janssens.
„Nutzen Sie die Gelegenheit, sich zu informieren und Ihre Wünsche für die
Behandlung im Notfall festzuhalten.“ Beim Bürgerforum erläutern
Expertinnen und Experten aus Intensivmedizin, Intensivpflege,
Anästhesiologie, Psychologie und Gesundheitspolitik ihre jeweiligen
Perspektiven auf die Notfall- und Intensivversorgung.

Homepage des Hamburger Bürgerforums:
https://kongress.divi.de/buergerforum26
Kongresshomepage: https://kongress.divi.de/

Ort und Zeit: Das DIVI-Bürgerforum findet statt am Montag, den 30.
November 2026 von 18 bis 20 Uhr. Ort der Veranstaltung ist das Saalhaus
Hamburg, Haus der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 4, 20457 Hamburg

Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.