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Veranstaltung zum Umgang mit Besitz jüdischer Auswanderer während der NS- Zeit

Die Abteilung Provenienzforschung des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM)
/ Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhaven lädt am
Donnerstag, 7. Oktober 2021, zum internationalen Symposium "Der Umgang mit
Umzugsgut jüdischer Emigranten in europäischen Häfen" ein.

Kunstwerke, Schlafzimmereinrichtungen, Eisschränke, Kristall- und
Porzellanwaren – kurzum: ganze Hausstände brachten jüdische Bürger:innen,
die auswandern wollten, ab 1939 zur Verschiffung in die Häfen. Sie taten
es in der Hoffnung, mit ihnen in einem anderen Land ein neues Leben zu
beginnen. Doch statt das Hab und Gut zu verschiffen, beschlagnahmten und
versteigerten die nationalsozialistischen Behörden es in Deutschland.

In einem vom DSM organisierten internationalen Symposium stellen
Forschende, die zur Beschlagnahmung von Umzugsgut aus jüdischen Haushalten
in europäischen Hafenstädten arbeiten, ihre aktuellen Forschungsergebnisse
der breiten Öffentlichkeit vor. Fachpublikum und Interessierte können die
ganztägige Veranstaltung am Donnerstag, 7. Oktober, ab 9 Uhr entweder
online verfolgen oder live im Haus der Wissenschaft in Bremen erleben.

Fachleute aus Österreich, Italien, den Niederlanden und Deutschland
stellen in Vorträgen dar, was in den Hafenstädten Triest, Rotterdam,
Hamburg, Bremen und Genua mit dem Besitz während des Nationalsozialismus
geschah und wie es als enteignetes Gut in andere Haushalte geriet. Das
internationale Symposium ist die erste Veranstaltung dieser Art, von der
sich die Organisatorin und Provenienzforscherin am DSM, Susanne Kiel, eine
europaweite Vernetzung der Expert:innen verspricht. „Wir möchten die
Ähnlichkeiten und Unterschiede diskutieren, die es beim Umgang mit
Umzugsgütern von jüdischen Emigranten in den Hafenstädten gab.“

Kiel adressiert mit dem Symposium jedoch nicht nur Fachleute, sondern
alle, die an dem Thema interessiert sind. Innerhalb Bremens wurden viele
Güter direkt an die Bevölkerung versteigert. „Wir sind interessiert an den
Archiven von Speditionen und Unternehmen, die im Nationalsozialismus in
der Logistik und im Transportwesen tätig waren. Über diese ließe sich die
Spur zu einigen Gegenständen besser nachvollziehen“, sagt Kiel. Dabei gehe
es nicht um die Schuldfrage, sondern um die Vervollständigung der
wissenschaftlichen Darstellung. Bisher könne sie nur die Geschichte der
jüdischen Emigranten rekonstruieren, sagt Kiel. Es fehle der Part von
Käufer:innen, Speditionen und Unternehmen aus Bremen. Kiel hofft, dass
sich über ein breites Publikum die Geschichte des einen oder anderen
verschwundenen Gegenstandes zu Ende erzählen lässt.

Internationales Symposium "Der Umgang mit Umzugsgut jüdischer Emigranten
in europäischen Häfen" am Donnerstag, 7. Oktober 2021, von 9 bis 17 Uhr
online oder live im Haus der Wissenschaft Bremen, Sandstraße 4/5. Der
Eintritt ist frei, Anmeldungen für die Präsenzveranstaltung und für die
digitale Teilnahme müssen bis 5. Oktober über die Website erfolgen.

Die Veranstaltung wird gefördert durch den Arbeitskreis
Provenienzforschung e.V.

Die Provenienzforschung am DSM wird gefördert durch das Deutsche Zentrum
Kulturgutverluste.

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Programm der Fraunhofer-Gesellschaft fördert Innovationsfähigkeit von KMU im Bereich der effizienten Wasseraufbereitung

m KMU-akut Programm »Effiziente Wasseraufbereitung« – kurz EWA – bündeln
die Fraunhofer-Institute IFAM und ISC gezielt ihre Expertise für die
Bereiche elektrochemische Prozesstechnik, Partikeltechnologie und
Materialanalytik. Gemeinsam mit und für Industriepartner arbeiten sie in
vier Themenfeldern an einer effizienten Aufbereitung der wichtigen
Ressource Wasser. Interessierte Unternehmen können in einem kostenlosen
Online-Industrieworkshop am 4. November 2021 zu den Themen
Batterierecycling, Lithiumgewinnung, alternative Klärprozesse und
Meerwasserentsalzung für grünen Wasserstoff mehr erfahren.

Viele Verfahren greifen auf die Ressource Wasser zurück – als Rohstoff für
die Produktion ebenso wie als Transport-, Löse- oder Trennmittel für
industrielle Prozesse. Um die wertvolle Ressource Wasser so nachhaltig wie
möglich zu nutzen und Trinkwasserreserven zu schonen, werden im KMU-akut
Projekt EWA verschiedene wasserbasierende Prozesse untersucht und Lösungen
für eine effektive Wasseraufbereitung erarbeitet. Die im Projekt
federführenden Fraunhofer-Institute für Fertigungstechnik und Angewandte
Materialforschung IFAM und für Silicatforschung ISC verfügen über eine
breite Materialbasis und technologisches Know-how für verschiedene
innovative adsorptive, physikalische und elektrochemische Trennverfahren.
Gemeinsam mit Industriepartnern sollen diese für den Fortschritt in der
Wasseraufbereitung eingesetzt werden.

KMU-spezifische Fragestellungen zur effizienten Wasseraufbereitung im
Fokus

Die klassische, kommerzielle Prozesswasseraufbereitung ist für viele
kleine und mittlere Unternehmen entweder überdimensioniert, zu spezifisch,
zu kostspielig oder einfach ungeeignet. Im Rahmen des Projekts EWA soll
diese Lücke geschlossen und Lösungsansätze entwickelt werden, die durch
ihre Flexibilität, Skalierbarkeit und einen vergleichsweise geringen
Kostenaufwand die Bedürfnisse potenzieller Unternehmenspartner erfüllen.
Entsprechend sollen gezielt zahlreiche, akute Fragestellungen aus der
Industrie gelöst werden. Gemeinsam mit den drei weiteren Fraunhofer-
Instituten IKTS, ISE und IGB sowie derzeitig fünf Industriepartnern werden
die Themenbereiche Batterierecycling, Lithiumgewinnung, Alginit in
Klärprozessen und Meerwasserentsalzung für die Leitmärkte
Energiewirtschaft, Chemische Industrie, Gesundheitswirtschaft sowie
Anlagen- und Maschinenbau in Machbarkeitsstudien und Validierungsprojekten
adressiert. Einen guten Überblick für die Arbeitsweise der EWA-
Projektpartner vermittelt zum Beispiel das Teilprojekt zur effizienten und
nachhaltigen Aufbereitung von Prozesswasser aus Lithium-Ionen-Batterie-
Recyclinganlagen.

Effiziente und nachhaltige Aufbereitung von Prozesswasser aus Lithium-
Ionen-Batterie-Recyclinganlagen

Mit der steigenden Anzahl von Elektrofahrzeugen fallen in der Folge mehr
verbrauchte Traktionsbatterien an. Bei der ressourcenschonenden und
effizienten Rückgewinnung von Batteriematerialien spielen das direkte
Recycling und der Umgang mit Wasser für die Nachhaltigkeit dieser
Technologie eine entsprechend große Rolle. »Wertvolle Batteriematerialien
möglichst effizient zurückzugewinnen und Prozesswasser so zu reinigen,
dass es im Kreislauf geführt werden kann, ist das Ziel im EWA-Projekt. Im
Anschluss liegen die Materialien im Idealfall sortenrein vor und können
direkt wieder zu neuen Batterien verarbeitet werden«, erklärt Michael
Hofmann vom Fraunhofer ISC und Leiter des EWA-Teilprojekts
Batterierecycling das Vorhaben.

Ausgangspunkt für die Projektarbeit ist das Verfahren der
elektrohydraulischen Zerkleinerung – eine Entwicklung des Projektpartners
Impulstec – womit die Batterien in einzelne Materialfraktionen zerlegt
werden können. »In dem wasserbasierten Prozess entstehen grobe und feine
Materialfraktionen sowie Stoffe, die in Lösung gehen. Um die wertvollen
Batteriematerialien möglichst vollständig und getrennt abzuscheiden und
das Prozesswasser von störenden Verunreinigungen zu befreien, waren wir
auf der Suche nach geeigneten Aufbereitungsverfahren«, berichtet Robert
Jüttner vom Recyclingspezialisten MAB Recycling. »Das EWA-Projekt kam da
wie gerufen, um uns mit kompetenten Forschungspartnern und
Technologieanbietern an einen Tisch zu setzen und gemeinsam an der
Entwicklung einer effizienten Prozesswasserreinigung zu arbeiten«, ergänzt
Jüttner. Die Prozesschemie beim Batterierecycling ist anspruchsvoll. Der
Recyclingspezialist liefert als Rohmaterial das Prozesswasser und erhält
im Gegenzug Analysenergebnisse und wichtiges Know-how, um die eigene
Wasseraufbereitung voranzubringen. Mit den EWA-Partnern die Ergebnisse zu
diskutieren und eine breite Wissens- und Erfahrungsbasis für die
unterschiedlichen technischen Aspekte zur Verfügung zu haben, das sei
einer der wesentlichen Vorteile bei EWA. »Das KMU akut-Projekt spart uns
Zeit und Wege. Mit den Ergebnissen aus EWA haben wir schneller eine
fundierte Basis für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und die nötigen
Informationen für die anlagentechnische Umsetzung«, ist Jüttner überzeugt.

Der dritte Industriepartner im Projekt ist die Firma CEPA, ein Hersteller
von Industriezentrifugen. Das Unternehmen arbeitet schon seit geraumer
Zeit gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft in verschiedenen
Forschungsprojekten an der Weiterentwicklung der Zentrifugentechnologie
für anspruchsvolle Anwendungen. »Viele unserer Kunden haben wasserbasierte
Prozesse und der verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource Wasser wird
immer wichtiger«, erklärt Felix Seiser, Projektleiter bei CEPA.
Gemeinsames Ziel sei es, die Prozesswassermenge zu reduzieren und soweit
wie möglich im Kreislauf zu führen. Die Aufgabe ist anspruchsvoll, denn
gerade bei der zentrifugengestützten Auftrennung der unterschiedlichen
Materialfraktionen erfordert der Prozess relativ geringe Konzentrationen,
d. h. eine große Wassermenge. »Als Maschinenbauer mit der Expertise
Feststoffseparation profitieren wir von dem Austausch mit den
Forschungsinstituten und von den direkten Analysemöglichkeiten im Projekt.
Was bisher vielleicht nur im Labormaßstab getestet wurde, kann jetzt mit
dem vereinten Wissensschatz in einen größeren Prozessmaßstab überführt
werden. Auf Workshop-Ebene mit allen Projektpartnern werden übergreifende
Themen adressiert, bei regelmäßen Treffen auf Teilprojektebene lassen sich
spezifische Fragestellung detaillierter bearbeiten. Damit schafft EWA
einen guten Ausgangspunkt für uns und unser Ziel, Prozesswasser bei der
Materialtrennung zu reduzieren und mit unserer Zentrifugentechnologie ein
leistungsfähiges Verfahren zur Prozesswasseraufbereitung zu entwickeln«,
beschreibt Seiser den Mehrwert der Zusammenarbeit.

Weitere EWA-Teilprojekte adressieren Wassernutzung und -reinigung bei der
Lithiumgewinnung, Klärprozessen und Meerwasserentsalzung

Lithiumgewinnung durch elektrochemisches »Ion Pumping«
Die Lithium-Ionen-Batterie stellt die derzeit verbreitetste elektrische
Speichertechnologie dar. Die immer größer werdende Nachfrage erfordert
eine Steigerung der Lithiumproduktion und damit auch die Erschließung
neuer Lithiumressourcen. Besonders die ressourcenschonende
Lithiumgewinnung aus Sole bzw. hydrogeologischen Quellen stellt eine
vielversprechende Alternative zur herkömmlichen Rohstoffgewinnung dar.
Mithilfe des sog. elektrochemischen »Ion Pumping« Verfahrens lassen sich
selektiv Lithium-Ionen aus wässrigen Lösungen extrahieren. Der Prozess
wird im EWA Projekt auf realistische Industrieszenarien zur
Lithiumgewinnung aus geothermischen Quellen angewandt und evaluiert.

Selektive Adsorption von Metallionen und Umweltschadstoffen
Magnetische Adsorberpartikel sind in der Lage (Schwer-)Metallionen und
Schadstoffe wie Medikamentenrückstände selektiv und effizient aus Prozess-
und Abwässern zu entfernen. Als Ausgangspartikel dienen Magnet- und
Silicatpartikel, die mit einer großen Vielzahl an Adsorberreagenzien
kombiniert werden können. Ein besonders effizienter und selektiver
Adsorber für Umweltschadstoffe ist Alginit. Es handelt sich um ein
spezielles, natürlich vorkommendes, recyclebares Mineral, das im Gegensatz
zur derzeit verwendeten Aktivkohle kostengünstig ist und eine hohe
Umweltverträglichkeit sowie sehr gute Abtrennleistung sowohl für
hydrophile als auch hydrophobe Stoffe aufweist. Die geschickte
Modifizierung von Alginit mit magnetischen Partikeln, sorgt dabei für eine
gleichbleibend effiziente Adsorptionsleistung und garantiert darüber
hinaus eine rückstandsfreie Abtrennung der Absorberpartikel aus den
behandelten Abwässern. Der somit entstandene kostenreduzierte Prozess, mit
hoher Nachhaltigkeit birgt großes Potenzial und stellt zukünftig eine
valide Alternative zur Anwendung in Kläranlagen dar.

Direkte Meerwasserentsalzung durch elektrochemische Verfahren
Für die zukünftige Wasseraufbereitung gelten elektrochemische Verfahren
aufgrund ihrer guten Reversibilität und Effizienz als besonders attraktiv.
Durch die Verwendung von sogenannten Landungstransferelektroden, wie sie
auch in elektrochemischen Energiespeichern eingesetzt werden, kann die
Entsalzungskapazität im Vergleich zu thermischen Verfahren und der
Umkehrosmose wesentlich erhöht werden. In dem Projekt Meerwasserentsalzung
wird aufbauend auf der Expertise zur Zink-Luft-Batterietechnologie ein
neuartiges Verfahren zur elektrochemischen Entsalzung von Meerwasser
eruiert. Dabei gilt es sowohl geeignete Gasdiffusionselektroden als auch
Katalysatoren sowie weitere Komponenten für den Aufbau eines Demonstrators
in Form einer skalierbaren Zink-Luft-Entsalzungszelle zu identifizieren.
Betrachtet wird dabei insbesondere die Möglichkeit einer direkten
Meerwasserentsalzung für die Elektrolyse zur Herstellung von grünem
Wasserstoff.

Workshop »Effiziente Wasseraufbereitung« – gemeinsam schneller profitieren

Der EWA-Industrieworkshop bietet tiefere Einblicke in die vier laufenden
Projekte und ermöglicht den direkten Austausch mit den beteiligten
Fraunhofer-Instituten und Projektpartnern über Fragestellungen und
Lösungsansätze rund um die schonende Nutzung der Ressource Wasser in
Produktionsprozessen.

Termin: 4. November, 10:00 bis 14.30 Uhr

Programm und Anmeldung unter
https://www.wasseraufbereitung.fraunhofer.de/de/workshop.html

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Jade Hochschule fördert Nachwuchs im Bereich Künstlicher Intelligenz Einzigartige Plattform als Referenz für andere Hochschulen

Wirtschaft und Verwaltung sind darauf angewiesen, dass hochqualifizierter Nachwuchs im Bereich Künstlicher Intelligenz ausgebildet wird.  Adobestock
Wirtschaft und Verwaltung sind darauf angewiesen, dass hochqualifizierter Nachwuchs im Bereich Künstlicher Intelligenz ausgebildet wird. Adobestock

Der Projektantrag CoSAIR der Jade
Hochschule erhielt jetzt im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme KI-Nachwuchs@FH
einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 986.000 Euro. Ziel des Projektes ist
die Förderung des Nachwuchses im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI).
Im Ergebnis wird eine maßgeschneiderte und in dieser Form einzigartige
Plattform realisiert, die als Referenz für andere Hochschulen dienen kann.

Fast alle Daten haben einen Raumbezug. Dies wird deutlich durch Beispiele
wie Smart City, Autonomes Fahren, Social Media Postings oder
personalisiertes Marketing. Der Faktor „Raum“ macht aus Einzeldaten
verwertbare Informationen. Das Projekt CoSAIR soll die Grundlage für eine
Verknüpfung von Künstlicher Intelligenz mit raumbezogenen Geoinformationen
schaffen. Auch Land- und Wasserfahrzeuge, Flugdrohnen oder der
Forschungsflieger JADE ONE erzeugen Daten, deren intelligente Verarbeitung
eine Herausforderung darstellt. Im Projekt CoSAIR wird eine Infrastruktur
realisiert, die eine simultane Verarbeitung dieser Daten ermöglicht.

Wirtschaft und Verwaltung brauchen hochqualifizierten Nachwuchs im Bereich
Künstlicher Intelligenz

„Wir werden in drei Phasen zunächst die notwendige Infrastruktur
beschaffen und in Betrieb nehmen, ein hochschulweites Nutzungskonzept
erarbeiten, um schließlich bestehende und neue Forschungsaktivitäten in
das System einzubinden“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Sascha Koch, der den
Projektantrag mit Wissenschaftlern aller drei Studienorte gemeinsam
entwickelt hat. „Wir wollen mit der neuen Infrastruktur die Bedingungen
für zukünftige Forschungsaktivitäten für unsere Studierenden, kooperativ
Promovierenden und wissenschaftlich Mitarbeitenden verbessern und damit
als Hochschule wesentlich zur Förderung des KI-Nachwuchses beitragen.“
Wirtschaft und Verwaltung sind darauf angewiesen, dass hochqualifizierter
Nachwuchs in diesem Bereich ausgebildet wird. Dies gilt für den Standort
Deutschland und besonders für den Nordwesten. Auch in Zusammenarbeit mit
Partnern der Jade Hochschule kann und soll der Fokus auf Künstliche
Intelligenz mit Hilfe der neuen Plattform gestärkt werden.

Gemeinschaftliche Nutzung im Campus-Netzwerk

Dabei ist eine breite Nutzung der Plattform an allen drei Studienorten der
Jade Hochschule vorgese-hen, so dass Forschende und Studierende auch
gemeinschaftlich an KI-Projekten arbeiten können. „Um unseren KI-Nachwuchs
optimal auszubilden und ihnen einen einfachen Zugriff auf die neue
Plattform zu ermöglichen, wird eine entsprechende Entwicklungs-Umgebung
maßgeschneidert und im Campus Netzwerk bereitgestellt“, ergänzt Koch. Die
inhaltlichen Schwerpunkte des Projektes reichen von der Geoinformation
über betriebswirtschaftliche Prozesse bis hin zu Mensch-Maschine-
Interaktion und Assistenzsysteme in der Schiffsführung.

Künstliche Intelligenz und Geodaten unterstützen Energiewandel

Geodaten in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz können beispielsweise
geeignete Standorte für Kleinwindkraftanlagen identifizieren oder die
Schiffsnavigation zukünftig noch wirtschaftlicher und sicherer machen.
Großes Potential besteht auch darin, Verschwendung in Industrieprozessen
zu vermeiden, beispielsweise im Lebensmittelbereich. Künstliche
Intelligenz kann zudem angewendet wer-den für Frühwarnsysteme im
Energiebereich, um die Netzstabilität sicherzustellen.

Hintergrund
Der Projektantrag CoSAIR ist einer von 84 Anträgen, der im Rahmen der
BMBF-Fördermaßnahme KI-Nachwuchs@FH eingereicht wurde. Neun davon wurden
positiv beschieden. Das Projekt hat ein Finanzvolumen von 986.000 Euro und
beginnt am 1. September mit einer Laufzeit von 18 Monaten. CoSAIR steht
für Collaborative Spatial Artificial Intelligence in Realtime, was so viel
bedeutet wie „gemeinschaftliche Entwicklung Künstlicher Intelligenz
basierend auf Daten mit Raumbezug, die simultan anfallen können“.

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Chancengleichheit in und durch Weiterbildung im Digitalzeitalter

Digitalisierung: Um Chancengleichheit durch und in der Weiterbildung geht es beim Online-Werkstattgespräch des Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung am 26. August 2021 ab 16 Uhr.  Brooke Cagle  Brooke Cagle on Unsplash
Digitalisierung: Um Chancengleichheit durch und in der Weiterbildung geht es beim Online-Werkstattgespräch des Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung am 26. August 2021 ab 16 Uhr. Brooke Cagle on Unsplash

Wie kann Digitalisierung die Chancengleichheit durch Weiterbildung
voranbringen? Das ist Thema der Diskussion des virtuellen HTMI-
Werkstattgesprächs am 26. August 2021 um 16 Uhr.

Der Dritte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung unter dem Titel
„Gleichstellung durch Weiterbildung in einer digitalisierten Gesellschaft“
zeigt auf, wo und wie nachgesteuert werden muss, um mehr Frauen für
weiterführende Qualifizierungen zu gewinnen, ihnen Weiterbildung zu
ermöglichen. Das Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und
Geschlechterforschung (HTMI) der Hochschule für Wirtschaft und Recht
Berlin (HWR Berlin) lädt am 26. August 2021 von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr zu
einer Online-Diskussionsveranstaltung.

Wirtschaftswissenschaftlerinnen, Juristinnen und Politikberaterinnen
tauschen sich darüber aus, was in der Weiterbildung konkret getan werden
kann und muss, um allen Frauen im digitalen Transformationsprozess eine
soziale und wirtschaftliche Teilhabe in zunehmend digitalisierten
Strukturen zu ermöglichen. Dabei werden nicht nur staatliche, sondern auch
andere Akteur*innen im Weiterbildungssystem wie Unternehmen,
Gewerkschaften und pädagogisches Personal adressiert.

Referentinnen:

•       Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, Volkswirtschaftsprofessorin an der HWR
Berlin, Direktorin des HTMI und Vorsitzende der Sachverständigenkommission
für den Dritten Gleichstellungsbericht
•       Dr. jur. Jana Hertwig, LL.M., Leiterin der Schwerpunktbereiche
„Recht und Gender“ und „Digitalisierung und Geschlecht“ am HTMI sowie
Lehrbeauftragte für Frauenrechte an der HWR Berlin
•       Dr. Karin Reichel, Geschäftsführerin des
FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB)

Die Veranstaltung ist öffentlich. Nach Anmeldung per E-Mail an HTMI@hwr-
berlin.de erhalten Sie den Zugangscode für die Online-Veranstaltung.

Auch Medienvertreter/innen sind herzlich eingeladen.

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist mit über 11 500
Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften –
mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen
Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das
Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und
Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in über 60
Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin
unterhält 195 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen
Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for
Excellence“. Als eine von Deutschlands führenden Hochschulen bei der
internationalen Ausrichtung von BWL-Bachelorstudiengängen und im Dualen
Studium belegt die HWR Berlin Spitzenplätze in deutschlandweiten Rankings
und nimmt auch im Masterbereich vordere Plätze ein. Die HWR Berlin ist
einer der bedeutendsten und erfolgreichen Hochschulanbieter im
akademischen Weiterbildungsbereich und Gründungshochschule. Die HWR Berlin
unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene
Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

https://www.hwr-berlin.de

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