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Die weltweit führenden Unternehmen gehen davon aus, dass der Einsatz von Videokonferenzen um bis zu 500 % zunehmen wird. Die Post-Pandemie-Büros sind allerdings noch nicht darauf vorbereitet

Framery One, unsere erste vernetzte schalldichte Kabine.
Framery One, unsere erste vernetzte schalldichte Kabine.

Vor kurzem hat Framery seinen einflussreichen Kundenstamm – 40 % der Forbes 100-Unternehmen – befragt, um einen Echtzeit-Überblick darüber zu erhalten, was die Unternehmen für den Übergang zurück an den Arbeitsplatz tun. Weiter fragte Framery seine Kunden, wie sich die weltweit führenden Unternehmen auf das Hybridbüro vorbereiten?

Laut den Umfrageergebnissen werden die Unternehmen mit dem Aufkommen des hybriden Arbeitsmodells nach der Pandemie mit einem erheblichen Wandel konfrontiert sein. Ein hybrides Büro bedeutet, dass einige Mitarbeiter vor Ort sind, während andere weiter von zu Hause aus arbeiten, und wurde zum allgemeinen Dreh- und Angelpunkt für Pläne zur Wiedereröffnung von Unternehmen und neue Arbeitsweisen. Während viele Länder bereits mit der Umstellung auf das hybride Arbeitsmodell begonnen hatten, beschleunigte die Pandemie den Wandel in der Art und Weise, wie alle Unternehmen ihre Tätigkeit ausüben.

 

Viele spekulierten, dass sich die Vollzeit-Fernarbeit in einem “neuen Normalzustand” nach der Pandemie durchsetzen würde. Da die Rückkehr ins Büro jedoch immer aktueller wird, wird zunehmend deutlich, dass die Untenehmen ihre Mitarbeiter unbedingt wieder im Büro haben möchten. So hat beispielsweise Google angekündigt, den Termin für die Rückkehr ins Büro auf den 1. September vorzuverlegen, und Apple wird ab September eine dreitägige Anwesenheit im Büro verlangen. Auch Amazon hat eine Erklärung an seine Mitarbeiter herausgegeben, in der das Untenehmen sein Bestreben unterstreicht, zu einer bürozentrierten Kultur zurückzukehren, die Erfindungen und Zusammenarbeit ermöglicht. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, führen diese Unternehmen neue Richtlinien ein, die eine größere Flexibilität ermöglichen, wobei einige Mitarbeiter remote und andere im Büro arbeiten.

 

Außerdem haben die Mitarbeiter in den letzten Monaten verstärkt den Wunsch geäußert, wieder ins Büro zurückzukehren. Im Juni 2020 ergab eine Umfrage unter den 60.000 Mitarbeitern von Salesforce, dass nur 23 % ins Büro zurückkehren wollten. Ab 2021 stieg diese Zahl jedoch auf 72 %, die nur noch zwei oder drei Tage pro Woche im Büro arbeiten wollen. Zwischen 80 % und 90 % wollen mindestens zwei Tage pro Woche verteilt sein.

 

“Bei Cloudflare haben virtuelle Meetings im vergangenen Jahr das Spielfeld für unsere Teams völlig geebnet und die Beteiligung auf breiter Front erhöht. Dieses Konzept wollen wir auf keinen Fall aufgeben und es ist tatsächlich ein Konzept, das wir in die weitere Zusammenarbeit im Untenehmen einbauen wollen. Im Rahmen der Vorbereitungen für die Rückkehr unseres hybriden Teams führen wir Videokonferenzdörfer ein, die aus einzelnen, mit VC ausgestatteten Kabinen für Einzelpersonen bestehen. Wir sind der Meinung, dass, wenn ein Teilnehmer an einer Besprechung aus der Ferne teilnimmt, auch wenn alle anderen Teilnehmer im selben Büro sind, jeder virtuell allein teilnimmt. Auf diese Weise hat jeder den gleichen Platz”, sagte Caroline Quick, Head of Global Real Estate + Workplace // Places bei Cloudflare.

 

Da Teams in der absehbaren Zukunft an verschiedenen Standorten arbeiten werden, wird die Nachfrage nach flexiblen Arbeitsräumen mit Videokonferenzfunktionen steigen. Die Untersuchung zeigt, dass der geschätzte Anstieg im “New Normal” im Gegensatz zur Zeit vor der Pandemie bis zu 500 % oder sogar weiter betragen wird. Folglich gaben 71 % der Befragten an, dass ihre Büros derzeit nicht für diesen Anstieg gerüstet sind und neue Räume für die Entgegennahme von Videoanrufen geschaffen werden müssen.

 

“Da die Kunden immer mehr bereit sind, sich aus der Ferne zu treffen, kann ich mir langfristig vorstellen, dass wir den Raum für Kundenbesprechungen verkleinern und gleichzeitig den Raum für Mitarbeiter vergrößern oder zumindest beibehalten. Aber es sollten mehr Räume wie Telefonkabinen für kleinere Besprechungen eingerichtet werden”, sagt Riku Pentikäinen, Regional Director, Real Estate and Facilities bei Microsoft Asia.

 

 

Der Bedarf an Arbeitsplätzen ist auf der ganzen Welt erstaunlich ähnlich

 

Aus den Ergebnissen geht hervor, dass Videokonferenzen weltweit nachgefragt werden – unabhängig von geografischen oder kulturellen Unterschieden entwickelt sich das Büroleben aufgrund der Pandemie auf ähnliche Weise. Die Studie ergab, dass 94 % der Unternehmen in den Vereinigten Staaten und 89 % der Unternehmen in Europa eine Zunahme der Videokonferenzen um 100-500 % im Vergleich zur Zeit vor der COVID-19-Pandemie erwarten.

 

“Weltweit sind die Arbeitsplatzkulturen unterschiedlich, und auch die Pandemie befindet sich in verschiedenen Phasen. Die meisten Unternehmen haben bereits einen Mangel an Plätzen für Videokonferenzen im Büro festgestellt. Sie arbeiten gerade daran, diese neuen Bedürfnisse nach Räumen zu lösen”, sagt Samu Hällfors, Gründer und CEO von Framery.

 

Neue Bereiche für die Annahme von Videoanrufen

 

Führende Unternehmen weltweit planen verschiedene Strategien, um dem Bedarf an hybriden Arbeitsplätzen gerecht zu werden, und sind sich einig, dass sich alle auf die Unterstützung von Videokonferenzen konzentrieren müssen. Allerdings gaben 71 % der Befragten an, dass ihre Büros derzeit nicht für diesen Anstieg ausgestattet sind und dass sie neue Räume für die Entgegennahme von Videoanrufen einrichten müssen.

 

Laut der Studie stellen führende Unternehmen, die in ihren jeweiligen Branchen eine wichtige Rolle spielen, bereits vollständig auf ein hybrides Arbeitsmodell um, um einer weiterwandernden Belegschaft gerecht zu werden. Eine ausgewogene Mischung aus kollaborativen Einrichtungen, teambasierten Büros und Privaträumen ist daher für den Erfolg des hybriden Arbeitsplatzes unerlässlich.

 

In Großraumbüros fehlt es oft an einer Vielzahl von Konferenzräumen und ruhigen Arbeitsbereichen, was die Durchführung von Telefonkonferenzen weiter erschwert. Laut den Studienergebnissen werden Privatbüros zur Unterstützung der neuen Arbeitsformen nach der Pandemie für einen produktiven Arbeitstag unerlässlich sein. Für Arbeitsplätze, an denen keine großen Bauprojekte durchgeführt werden, sind 81 % der Teilnehmer der Meinung, dass Büro-Pods die beste Lösung sind.

 

“Schon vor der Pandemie haben wir bei den meisten Projekten, die wir für unsere Kunden betreuen, aufgrund der Zunahme von Videokonferenzen mit dem Einbau von Bürokapseln begonnen. Der Bedarf an größeren Besprechungsräumen ist definitiv zurückgegangen, während der Bedarf an individuellen Telefonkabinen gestiegen ist. Covid-19 hat diesen Trend definitiv beschleunigt, und was wir jetzt beobachten, ist, dass die Ungewissheit über die Zukunft des Büroraums nach Covid bedeutet, dass die Kunden Pods den Besprechungsräumen vor Ort vorziehen, um Flexibilität zu ermöglichen. Die meisten unserer Kunden haben akzeptiert, dass sich die Funktion des Büros ändern wird, da sich die Unternehmen auf flexible Arbeitskonzepte zubewegen, was bedeutet, dass Videokonferenzen zweifellos zunehmen werden”, sagt EMEA Design & Build Lead Glyn Evans von Cushman & Wakefield.

 

“Die Zukunft ist noch ungewiss, aber der Bedarf an Akustikgondeln ist klar”, sagt Samu Hällfors. “Vor zehn Jahren haben wir die Geräuschprobleme gelöst, die durch die weit verbreitete Umstellung auf Großraumbüros entstanden sind. Heute helfen wir den Untenehmen, die steigende Nachfrage nach Videokonferenzräumen in Hybridbüros zu bewältigen. Zufriedenheit zu schaffen ist die Grundlage unseres Geschäfts, und wir halten an unseren Zielen fest, auch wenn sich die Anforderungen an das Arbeitsleben weiterentwickeln. Wir haben uns verpflichtet, Veränderungen anzustoßen, die das Glücksempfinden steigern, und unsere revolutionären Pod-Lösungen werden genau das tun.”

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Wasserstofftechnologie: So halten Werkstoffe den Wechselwirkungen mit korrosiven Medien stand

Die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger stellt sehr hohe
Anforderungen an die Sicherheitstechnik und Betriebsfestigkeit von
Bauteilen, da bereits geringe Wasserstoff-Anteile mit Umgebungsluft zu
einer Versprödung von Werkstoffen führen können. Mittels individueller und
variabler Analysekonzepte werden am Fraunhofer LBF beispielsweise
Untersuchungen unter Druckwasserstoff durchgeführt. Damit können relevante
Schädigungsmechanismen identifiziert und Kennwerte zur Modellbildung und
zur Ableitung von geeigneten Bemessungskonzepten für wasserstoff-
beaufschlagte Bauteile ermittelt werden. Ergebnisse im Kontext Wasserstoff
stellt das Institut auf der »f-cell« vom 14. bis 15. September vor.

Auswirkungen von Korrosion

Korrosive Umgebungsmedien können zu einer starken Reduzierung der
Schwingfestigkeit sowohl im Zeit- als auch im Langzeitfestigkeitsbereich
führen. Zur Bewertung der Einflüsse unterschiedlicher Werkstoff-Medien-
Paarungen stehen am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und
Systemzuverlässigkeit LBF individuelle und variable experimentelle
Analysekonzepte zur Verfügung. Die Analyse umfasst die Ermittlung des
quasi-statischen sowie zyklischen Werkstoffverhaltens unter konstanten und
variablen Belastungsamplituden von Werkstoffproben sowie Bauteilen, auch
unter realitätsnahen Umgebungsbedingungen. Anhand der Untersuchungen
werden die jeweilig wirksamen Schädigungsmechanismen und darüber hinaus
auch das Werkstoffverhalten unter Medieneinfluss ermittelt, welche
anschließend in Konzepte zur Berücksichtigung von
schwingfestigkeitsmindernden Umgebungsbedingungen einfließen.

Zur Bewertung einer möglichen Wasserstoff-bedingten Anfälligkeit
unterschiedlicher Werkstoffe, ist es zwingend notwendig einsatzabhängig
deren quasi-statisches und zyklisches Werkstoffverhalten beschreiben zu
können. Nur hiermit kann ausgeschlossen werden, dass aufgrund von
Unkenntnis ein frühzeitiges Versagen von Bauteilen und Systemkomponenten
auftritt, was möglicherweise zu fatalen Folgen für den Nutzer führen
könnte.

Untersuchungen unter Druckwasserstoff

Die Untersuchung des quasi-statischen und zyklischen Werkstoffverhaltens
unter dem Medium Wasserstoff, erfolgt am Fraunhofer LBF seit mehreren
Jahren mit speziellen Versuchseinrichtungen zur Durchführung von kraft-
und dehnungsgeregelten Versuchen unter Druckwasserstoff mit Gasdrücken von
10 bis 50 bar. »Mithilfe unserer individuellen Analyse- und
Versuchskonzepte lassen sich Werkstoffe und Bauteile für die
Wasserstoffwirtschaft zuverlässig hinsichtlich ihrer Beanspruchbarkeit und
Lebensdauer bewerten«, so Dr. Christoph Bleicher, Leiter der Gruppe
Qualifizierung gegossener Komponenten im Fraunhofer LBF.

Werkstoffqualifizierung und Beanspruchbarkeitsanalyse am Beispiel
Edelstahl
In einem DFG-Forschungsprojekt wurde der Einfluss von Druckwasserstoff auf
das zyklische Werkstoffverhalten des Edelstahls 1.4521 (X2CrMoTi18-2)
untersucht. Dazu wurden dehnungsgeregelte Versuche unter 50 bar
Druckwasserstoffbeaufschlagung durchgeführt. Der Vergleich der
Versuchsergebnisse in Form einer Dehnungswöhlerlinie bei
Versuchsdurchführung unter Luft (schwarz), zeigt im Vergleich zu den
Ergebnissen unter Druckwasserstoff (blau), dass der
schwingfestigkeitsreduzierende Einfluss des Wasserstoffs insbesondere im
Kurzzeitfestigkeitsbereich, bzw. bei großen Dehnungsamplituden εa,t, zum
Tragen kommt. Der Vergleich der Lebensdauer für eine
Totaldehnungsamplitude von εa,t = 0.8 % ergibt eine Reduktion der
Anrissschwingspielzahl um den Faktor 20.

Die Auswertung der ermittelten Wechselverformungskurven verdeutlicht, dass
das Versagen unter dem Medium Druckwasserstoff im Vergleich zum Versuch an
Luft eher unvermittelt und ohne eine ausgeprägte Anrissphase auftritt.
Ohne einen erkennbaren Einbruch der Spannung kommt es zum schlagartigen
Versagen der Werkstoffprobe bei deutlich geringerer Lebensdauer. Diese
Änderung der Materialeigenschaften, insbesondere die Erhöhung der
Sprödigkeit, wird durch das Eindringen und die Einlagerung von Wasserstoff
in dem Metallgitter verursacht, was als Wasserstoffversprödung bezeichnet
wird.

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Patient:innen mit Krankengymnastik helfen

SRH Hochschule für Gesundheit bietet neue Fortbildung „Krankengymnastik am
Gerät“ an.

Als komplexer menschlicher Bewegungsapparat wird der Körper oftmals mit
chronischen, posttraumatischen oder postoperativen Erkrankungen
konfrontiert. Damit einher gehen Muskeldysbalancen, Knochenbrüche oder
Gelenkverletzungen sowie diverse Einschränkungen im Alltag. Die
gerätegestützte Krankengymnastik (KGG) als aktive Behandlungsform der
Physiotherapie hat zum Ziel, die Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und
Koordination des Patienten zu verbessern sowie Schmerzen zu lindern.
Entsprechend benötigt der Wachstumsmarkt Gesundheit hier gut ausgebildete
Fachkräfte.

Aus diesem Grund bietet die SRH Hochschule für Gesundheit eine Fortbildung
„Krankengymnastik am Gerät“ am Campus Karlsruhe an.

Viele Möglichkeiten dank praxisbezogener Inhalte
Physiotherapeut:innen lernen im Rahmen des Zertifikatskurses je nach
Krankheitsbild der Patient:innen einen individuellen Behandlungsplan mit
dem Fokus auf die Erarbeitung funktioneller und automatisierter
Bewegungsmuster zu entwickeln.

In Zusammenarbeit mit erfahrenen Dozent:innen und Kolleg:innen setzen sich
die Teilnehmer:innen mit praxisorientierten Schwerpunkten auseinander und
profitieren von Expertenwissen aus erster Hand. Darunter fallen
insbesondere Themen wie die Einführung in die Gerätetechnik, die
Grundlagen des rehabilitativen Krafttrainings und auch die Einordnung des
spezifischen Trainings in die jeweiligen Wundheilungsphasen.

Die Fortbildung umfasst 40 Unterrichtseinheiten, wovon ein Tag im
Rehazentrum/Fitnessstudio stattfindet. Somit besteht die Möglichkeit,
theoretisches Wissen direkt praktisch anzuwenden, aufkommende Fragen zu
beantworten und wertvolle Praxiserfahrung zu sammeln.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?
Interessierte können sich hier für die startenden Kurse am 09.12.2021 bzw.
am 23.06.2022 anmelden bzw. sich näher informieren.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/constance-daubert/

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Neue Bewerbungsrunde für Fellowships am MIP.labor, der Ideenwerkstatt für Wissenschaftskommunikation

Bis zum 15. Oktober können sich Wissenschaftsjournalistinnen und -
journalisten sowie andere Medienschaffende um ein attraktives Fellowship
am MIP.labor bewerben. Die Ideenwerkstatt für Wissenschaftskommunikation
zu Mathematik, Informatik und Physik ist an der Freien Universität Berlin
angesiedelt und wird durch die Klaus Tschira Stiftung gefördert.

Berlin/Heidelberg, 8. September 2021.

Das MIP.labor gewährt seinen Fellows Freiraum und Ressourcen, sich
intensiv mit Themen aus dem Bereich Mathematik, Informatik und Physik
auseinanderzusetzen, die als besonders komplex gelten und daher in der
Berichterstattung oft kaum Beachtung finden. Die jährlich bis zu zehn
Fellows haben jeweils sechs Monate Zeit, um sich in ein selbst gewähltes
Thema einzuarbeiten und je ein innovatives Medienformat zu entwickeln.

Journalistinnen und Journalisten sowie andere Medienschaffende, die an dem
Programm teilnehmen möchten, können sich noch bis zum 15.10.2021 für ein
sechs Monate umfassendes Fellowship bewerben. Die Auswahl über die Vergabe
trifft der Beirat des MIP.labor. Weitere Informationen auf www.miplabor.de

Unter den ersten vier Fellows am MIP.labor ist die Physikerin und
Philosophin Johanna Michaels. Sie widmet sich intensiv der Recherche zu
dem Thema „Raumwahrnehmung". Gemeinsam mit einem Softwarespezialisten
testet sie erste Visualisierungen in einer Virtual-Reality-Umgebung. Mit
Christoph Drösser konnte das MIP.labor einen Mathematiker und
Wissenschaftsjournalisten als Fellow gewinnen. In seiner Zeit am MIP.labor
wird er der Frage nach Fairness in Anwendungen von künstlicher Intelligenz
nachgehen. Fellow Reinhart Brüning ist promovierter Philosoph und
Physiker. Der freie Journalist wird sich dem Thema Blockchain widmen; er
geht auf die Grundlagen dieser Technologie ein und auf die vielfältigen
Anwendungen. Der vierte MIP.labor-Fellow Rüdiger Braun ist Biologe und
Wissenschaftsjournalist. Er möchte das Thema „Rhythmus“ mit Methoden der
Mathematik und der Computeranimation interaktiv erfahrbar machen.

Damit die Journalistinnen und Journalisten sich gut in ihre Themen
einarbeiten können, bekommen sie Unterstützung von Tandempartnerinnen und
-partnern aus der Wissenschaft. Außerdem steht ihnen am MIP.labor ein Team
mit praktischer Expertise in Softwareentwicklung, Graphik, Bewegtbild und
Wissenschaftsredaktion zur Seite und begleitet die Formatentwicklung.
Hierbei liegt der Fokus vor allem auf der kreativen Auseinandersetzung mit
den komplexen wissenschaftlichen Inhalten.

Zum Hintergrund:

Die Freie Universität Berlin im Südwesten der Hauptstadt ist eine junge,
dynamische und international ausgerichtete Spitzenuniversität. Sie wurde
in allen drei Runden des Exzellenzwettbewerbs des Bundes und der Länder
mit dem Titel einer Exzellenzuniversität ausgezeichnet; zuletzt im Verbund
mit den beiden anderen großen Berliner Universitäten und der Charité –
Universitätsmedizin Berlin. An der Hochschule forschen und lehren 470
Professorinnen und Professoren in einem breiten Spektrum an Fächern der
Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Natur- und
Lebenswissenschaften. Gegründet wurde die Hochschule 1948 von Studierenden
und Professoren als freiheitliche Antwort auf die Verfolgung
systemkritischer Studenten an der Universität Unter den Linden im
damaligen sowjetischen Sektor der geteilten Stadt. Die Freie Universität
ist nach Zahlen der Alexander von Humboldt-Stiftung und des Deutschen
Akademischen Austauschdienstes hierzulande beliebtester Ort für
Spitzenforscherinnen und -forscher und für Studierende aus dem Ausland.
Von dort kommt ein Fünftel der etwa 30.000 Studierenden und ein Drittel
der 4.000 Doktoranden.

Das MIP.labor ist eine Ideen¬werkstatt für Wissenschafts¬kommunikation zu
Mathematik, Informatik und Physik. Das Projekt ist an der Freien
Universität Berlin angesiedelt und wird durch die Klaus Tschira Stiftung
gefördert. Ziel ist die Entwicklung von neuen Medienformaten, um komplexe
Sachverhalte anschaulich zu machen. Wissenschafts-journalist*innen und
andere Medien¬schaffende können sich für ein attraktives
Fellowship¬-Programm bewerben. Dies stärkt den  Wissenschafts¬journalismus
und damit die gesell¬schaftliche Auseinander-setzung mit Mathematik,
Informatik und Physik. Weitere Informationen unter: www.miplabor.de

Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik
und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie
wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015)
mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind:
Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite
Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen
und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog
zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter:
www.klaus-tschira-stiftung.de

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