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FH-Forschung geht digital ans Herz Software soll Aortenklappen automatisch vermessen

Mit der automatischen digitalen Vermessung von Herzklappen bei Operationen beschäftigt sich die Arbeitsgruppe Robotic Vision von Prof. Dr. Jörg Thiem in einem neuen Forschungsprojekt an der Fachhochschule Dortmund. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, neue Standards zu setzen.

 

Als wichtiges Ventil sorgt eine kleine Klappe im menschlichen Körper dafür, dass das Blut in die richtige Richtung fließt – nämlich von der linken Herzkammer in die größte Schlagader, die Aorta. Wenn diese Aortenklappe mit ihren drei halbmondförmigen Taschen aus hauchdünnem Gewebe nicht mehr funktioniert, ist eine Operation erforderlich und besondere chirurgische Expertise gefragt. Denn dann geht es um Millimeterarbeit am offenen Herzen.

 

Mit möglichst exakten Messdaten unterstützen soll die Mediziner*innen bei ihren Entscheidungen künftig IDA, die „Intraoperative Digitale Aortografie“. Für dieses Ziel ist am Fachbereich Informationstechnik der Fachhochschule Dortmund jetzt ein Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Thiem gestartet, das bis September 2025 läuft. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat für die Entwicklung von „Algorithmen zur automatischen Detektion von Merkmalen in Aortenklappen“ 441.180 Euro aus dem Förderprogramm „KMU-innovativ Medizintechnik“ bewilligt.

 

„Um auf den Aortenklappen charakteristische, medizinisch relevante Messpunkte automatisch zu erfassen, erforschen wir Bild-Erkennungsmethoden, die auf Künstlicher Intelligenz basieren“, erläutert Jörg Thiem. Kooperationspartner ist die Klavant GmbH, ein Medizintechnik-Hersteller im ostwestfälischen Minden. Das Unternehmen entwickelt ein neues Verfahren, um die Aortenklappe während der Operation am geöffneten Brustkorb mit mehreren Kameras zu erfassen. Anhand dieser Aufnahmen, die sich dreidimensional darstellen lassen, wird das digitale Maßband des Dortmunder Forschungsteams dann direkt Live-Ergebnisse liefern.

 

„Das optische 3D-Messverfahren soll den Therapieerfolg in der Aortenklappen-Chirurgie signifikant steigern, wenn es etwa darum geht, Folgeoperationen zu vermeiden oder eine optimale Prothese auszuwählen und einzusetzen”, erklärt Michael Bogatzki, Geschäftsführer der Klavant GmbH.

 

„Bislang ist es vor allem von der Erfahrung und dem Augenmaß der Chirurg*innen abhängig, wie gut die Operationen gelingen“, so Projektleiter Jörg Thiem, zugleich Prorektor für Forschung und Transfer an der FH Dortmund. Zu seinem Forschungsteam gehören die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter Dominik Fromme und Tim Streckert sowie Matthis Hofmann als wissenschaftliche Hilfskraft. Sie werden gemeinsam mithilfe unterschiedlicher Aufnahmen von Herzklappen an der automatischen Bild-Erkennung arbeiten und sich auch mit medizinischem Fachpersonal beraten.

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Mit einer besonderen Ringvorlesung setzt die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ab November das Projekt "Eine Uni – ein Buch" fort: Unter dem Titel "Erinnerung in Komplexität. Weltgedächtnis und Solidarität" präsentieren ausgewählte internat

Mit einer besonderen Ringvorlesung setzt die Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg (MLU) ab November das Projekt "Eine Uni – ein Buch" fort:
Unter dem Titel "Erinnerung in Komplexität. Weltgedächtnis und
Solidarität" präsentieren ausgewählte internationale Expertinnen und
Experten sowie MLU-Forschende ihre Forschung und Gedanken auf das Thema.
Eröffnet wird die Reihe am Dienstag, 7. November, durch die Journalistin
Charlotte Wiedemann, Autorin des Buchs "Den Schmerz der Anderen begreifen.
Holocaust und Weltgedächtnis", das den Anstoß für das Projekt an der MLU
gab.

Die folgenden hochkarätigen Vorträge verdeutlichen die große Bandbreite,
die das Thema Erinnerungskultur abdeckt, und reichen von Fragen aus
Biologie und Medizin bis zu Judaistik, Slavistik und der eigenen
Geschichte der MLU.

Die Vorträge finden immer dienstags um 18 Uhr im Hörsaal IV am Steintor-
Campus in der Ludwig-Wucherer-Straße 2, 06108 Halle (Saale) statt. Das
Programm im Überblick:

* 7. November: Eröffnung mit Charlotte Wiedemann: Erinnern ohne Geländer.
Die neue Unübersichtlichkeit kartieren
* 14. November 2023: Prof. Dr. Micha Brumlik (Erziehungswissenschaft,
Berlin; Seniorprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main):
Postkolonialer Antisemitismus?
* 21. November 2023 - Dr. Renate Schafberg (Kustodin am Museum für
Haustierkunde der MLU): Freud und Leid - Ein Schaf erobert die Welt
* 28. November 2023 - Prof. Dr. Michael Rothberg (Chair of the Department
of Comparative Literature, University of California, Los Angeles/USA):
Situated Singularities: Implicated Subjects and Relational Remembrance. -
Dieser Vortrag findet hybrid statt.
* 5. Dezember 2023 - Prof. Dr. Heike Kielstein (Leiterin der Meckelschen
Sammlungen des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der MLU): Der
Umgang mit Human Remains in historischen anatomischen Sammlungen -
Herausforderung und Chance
* 12. Dezember 2023 - Jun.-Prof. Dr. Željana Tunic (Seminar für Slavistik,
MLU): Solidarität mit Afrika. Dekolonialisierung, Jugoslawien und die
"Blockfreie Bewegung"
* 19. Dezember 2023 - Prof. Dr. Raj Kollmorgen (Soziologie, Fachhochschule
Zittau/Görlitz): Vereinigung - Schuld - Erinnerung: Vermessungen eines
deutschen Konfliktfeldes
* 9. Januar 2024 - Prof. Dr. Ottfried Fraisse (Seminar für
Judaistik/Jüdische Studien, MLU): Trauma und kulturelle Kreativität in der
sephardischen Diaspora
* 16. Januar 2024 - Prof. Dr. Gilbert Yigbe & Dr. Obikoli Assemboni
(Germanistik, Lomé/Togo): Migration und die Grenzen der globalen
Solidarität
* 23. Januar 2024 - Prof. Dr. Olaf Zenker (Seminar für Ethnologie, MLU):
Vergessen, Erinnern, Erweitern: Anton Wilhelm Amo an der Universität Halle

Die Ringvorlesung ist Teil des Projekts der MLU, das als eines von neun im
Wettbewerb "Eine Uni - ein Buch" des Stifterverbands und der Klaus Tschira
Stiftung ausgezeichnet wurde. Beworben hatte sich die Universität mit dem
Buch "Den Schmerz der Anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis" von
Charlotte Wiedemann. Bis zum Sommer 2024 finden unter dem Titel
"Erinnerung in Komplexität" zahlreiche Veranstaltungen an der MLU und in
der Stadt Halle statt, die sich mit dem Thema Erinnerungskultur befassen.

Weitere Informationen zum Projekt und zum Programm unter:
https://blogs.urz.uni-halle.de/erinnerunginkomplexitaet/

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BAM auf der Berlin Science Week 2023: Lithiumakkus als Kunst, Lehm als Baustoff und KI als Innovationtionsmotor

Im Rahmen der diesjährigen Berlin Science Week, die
vom 1. bis zum 10. November stattfindet, zeigt die Bundesanstalt für
Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Lithiumbatterien zu
Kunstobjekten werden, wie uns Lehm als einem der ältesten Baustoffe der
Menschheitsgeschichte beim Kampf gegen den Klimawandel helfen kann und wie
sich mithilfe künstlicher Intelligenz neue, nachhaltige Werkstoffe finden
lassen. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und finden in Präsenz statt.

NEU: Art & Science Forum: "Lithium, back to the earth"

Erstmals in diesem Jahr gibt es bei der Berlin Science Week ein Art &
Science Forum, das sich der Schnittstelle zwischen Forschung und Kunst
widmet. BAM-Wissenschaftlerin und Batterie-Expertin Dalia Morcillo
konstruiert aus Materialien, die in Lithiumbatterien verwendet werden, ein
„lebendiges“ Kunstwerk, das sich während der zehntägigen Science Week
durch chemische Prozesse und Kristallisation fortwährend verändert. Damit
will sie auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, den Rohstoff Lithium,
der in unserer Alltagswelt unverzichtbar ist, in ein zirkuläres Material
umzuwandeln. Und wie Wissenschaft dabei eine Schlüsselrolle spielt.
Wann & wo: 01.-10.11.2023, 15-19 Uhr, Holzmarktstraße 25, 10243 Berlin.
Eröffnung am 01.11., 18 Uhr.
https://berlinscienceweek.com/de/holzmarkt-art-science-forum/

TechConnect Adlershof: Grand Solutions “Smart material and solutions for
the circular economy”
Beim "TechConnect Adlershof: Grand Solutions" diskutiert BAM-
Materialexpertin Özlem Özcan die „Materials Acceleration Platforms“, mit
denen an der BAM unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und
Robotik Werkstoffe deutlich schneller als herkömmlich im Labor entwickelt
bzw. gezielt verbessert werden können. Besonderer Fokus liegt dabei auf
innovativen Materialien, die nachhaltig sind und sich im Sinne einer
Kreislaufwirtschaft wiederverwenden lassen. Organisiert wird die
Veranstaltung von der WISTA Management GmbH (Wissenschafts- und
Wirtschaftsstandort Adlershof).
Für das Event ist eine Anmeldung erforderlich.
Wann & wo: 06.11.2023, 15-18 Uhr, Rudower Chaussee 24, 12489 Berlin
https://www.adlershof.de/termin/06-11-2023-techconnect-adlershof-grand-
solutions

Klimatag der Zukunftsorte: Innovationen für eine nachhaltige Zukunft
BAM-Forscher Philipp Wiehle demonstriert auf dem Klimatag der Zukunftsorte
die Vorteile des uralten Baustoffs Lehm und erklärt, warum er uns vor
allem im Wohnungssektor dabei helfen könnte, Klimaneutralität zu
erreichen.
Wann & wo: 07.11., 12.30 – 18 Uhr, Flughafen Tempelhof, Besucherzentrum
CHECK-IN, Platz d. Luftbrücke 5, 12101 Berlin
https://zukunftsorte.berlin/veranstaltungen/klimatag-der-
zukunftsorte-2023/

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Krisen sind mittlerweile omnipräsent: In kurzen Abständen entstehen neue Herausforderungen für die Gesellschaft und die mit der Krisenbewältigung befassten Behörden und Organisationen. „Mit altbewährten Maßnahmen und Strategien kann man den aktuellen und

Krisen sind mittlerweile omnipräsent: In kurzen Abständen entstehen neue
Herausforderungen für die Gesellschaft und die mit der Krisenbewältigung
befassten Behörden und Organisationen. „Mit altbewährten Maßnahmen und
Strategien kann man den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen nicht
adäquat begegnen“, sagt Prof. Dr. Henning Goersch, der Bevölkerungsschutz
und Gefahrenabwehr-Management lehrt. Für die Ausbildung zukünftiger
Krisen- und Katastrophenmanagerinnen und -manager ist es von
herausragender Bedeutung, Lösungsstrategien evidenzbasiert, also auf Basis
wissenschaftlicher Erkenntnisse, zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde die
Forschungsgruppe Gefahrenabwehr an der FOM aufgebaut.

Prof. Goersch forscht und arbeitet bereits seit 17 Jahren in den Bereichen
Bevölkerungsschutz, Katastrophenmanagement, Notfall- und
Katastrophenforschung und leitet die Forschungsgruppe. „Unser Ziel ist es,
praxisnah wissenschaftliche Lösungen für die komplexen Problemstellungen
zu erforschen. Mit einer großen Anzahl an engagierten Kolleginnen und
Kollegen widmen wir uns dieser wichtigen und spannenden Aufgabe“, so der
FOM Wissenschaftler, der auch als ausgebildeter Notfallsanitäter und THW-
Fachberater nebenberuflich und ehrenamtlich in der Praxis tätig ist.

„Notfall- und Krisenmanagement werden immer bedeutsamer und dabei treten
zahlreiche Fragestellungen auf, die nicht hinreichend erforscht sind. Ich
freue mich sehr, dass die FOM Hochschule mit der Bildung dieser
Forschungsgruppe einen so wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten
kann“, sagt der Prorektor für Forschung Prof. Dr. Thomas Heupel.

Wer im Süden Deutschlands am Thema interessiert ist: Am FOM
Hochschulzentrum München findet am Dienstag, dem 14. November von 18.00
bis 21.00 Uhr die Sonderveranstaltung „Open Campus Gefahrenabwehr“ statt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Henning G. Goersch <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>

Originalpublikation:
https://www.fom-blog.de/neue-forschungsgruppe-gefahrenabwehr-an-der-fom-
krisenmanagement-katastrophenmanagement-bevoelkerungsschutz-im-fokus

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