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Neue Termine ab 27. September: Hambacher Gespräche über „Zeitenwende – Zäsuren – Zukünfte“

Die Hambacher Gespräche beleuchten gesellschaftspolitisch relevante Themen
aus wissenschaftlicher und politischer Perspektive. 2023 steht die Reihe
unter dem Leitthema „Zeitenwende – Zäsuren – Zukünfte“. Das Frank-Loeb-
Institut an der RPTU in Landau organisiert die Wissensimpulse gemeinsam
mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und der
Stiftung Hambacher Schloss. Ab dem 27. September erwarten Interessierte
drei neue Veranstaltungen: Zwei Diskussionsrunden – „KI und die Zukunft
der Arbeit“ sowie „Die Zukunft der (de-)globalisierten Weltwirtschaft“
sowie eine Thriller-Lesung mit Ansgar Thiel. Die Teilnahme ist jeweils
kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten.

Die Abendveranstaltungen – Beginn jeweils um 19 Uhr – stehen allen
Interessierten offen. Auf den Webseiten des Frank-Loeb-Instituts – www
.frank-loeb-institut.de – sind die Herbsttermine mit allen Details
einsehbar unter „Alle Termine“.

„KI – Kollegin oder Konkurrentin?“ am 27. September
Am Mittwoch, den 27. September 2023, diskutieren Akteure aus Wissenschaft
und Politik im Hambacher Schloss zum Thema „Kollegin oder Konkurrentin?
Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Arbeit“. KI verspricht
einerseits Fortschritt und vollbringt beeindruckende Leistungen.
Andererseits erscheint sie auch immer stärker als Bedrohung –
insbesondere, wenn sie immer mehr Aufgaben in der Arbeitswelt übernimmt.
Werden nach und nach immer mehr Jobs durch die KI ersetzt? Oder wird
unsere Arbeit interessanter, wenn KI die menschliche Kreativität und
Intelligenz beflügelt? Welche Herausforderungen kommen auf
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu? Und wie müssen Politik und
Gesellschaft schon heute auf die einsetzenden Veränderungen reagieren?

Die Diskussion gestalten Prof. Dr. Ralf Otte (Professor für
Industrieautomatisierung und Künstliche Intelligenz an der Technischen
Hochschule Ulm), Eduard Singer (Gründer des KI-Unternehmens Neusinger GmbH
und Arbeitsgruppenleiter beim KI-Bundesverband) und Susanne Wingertszahn
(Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Rheinland-Pfalz/Saarland).
Anmeldungen sind zu richten an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Thriller-Lesung mit Ansgar Thiel am 5. Oktober
Am Donnerstag, den 5. Oktober 2023, um 19:00 Uhr nähern sich die Hambacher
Gespräche in der Stadtbibliothek Landau dem Leitthema „Zeitenwende –
Zäsuren – Zukünfte“ aus literarischer Perspektive. Ansgar Thiel, Dekan der
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität
Tübingen, liest aus seinem Roman „Network“ und diskutiert mit uns über die
darin entworfene digitale Dystopie. Das Buch nimmt Leserinnen und Leser
ins Berlin der Zukunft mit: Im Jahr 2046 ist die Welt gespalten in eine
virtuelle und eine analoge Realität. Die „Aus-dem-Netz-Gefallenen“ fristen
ein Schattendasein. Um soziale Unruhen zu umgehen, werden sie zu „Virtual
Work“ verpflichtet. Als Dr. Arthur Mallmann, ehemaliger Arbeitsminister
und Erfinder der Virtual Work, tot in seinem Apartment gefunden wird,
beginnt für das Ermittlertrio eine gefährliche Jagd durch das dystopische
Berlin und seine virtuellen Räume.

Die Lesung findet in Kooperation mit der Stadtbibliothek Landau statt.
Anmeldungen sind zu richten an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

„Grenzen statt Globalisierung?“ am 25. Oktober
Am Mittwoch, den 25. Oktober 2023, widmet sich eine Diskussionsrunde auf
dem Hambacher Schloss dem Thema „Grenzen statt Globalisierung? Die Zukunft
der (de-)globalisierten Weltwirtschaft.“ Lange erschien die globalisierte
Welt als Landkarte, auf der Waren beliebig hin und her geschoben werden
konnten. Volkswirtschaften und Menschen rückten scheinbar näher zusammen.
Doch längst zeigten Ereignisse wie etwa ein riesiges Container-Schiff, das
den Suezkanal blockiert, oder ein amerikanischer Präsident, der „America
First“ ruft, wie fragil internationale Lieferketten sind. Wie sieht
demnach die Zukunft der Globalisierung aus? Sind stockende Lieferketten
und erstarkende Nationalismen Symptome einer neuen Zeit der De-
Globalisierung? Und geht die Ära der Globalisierung zu Ende oder brauchen
Unternehmen gerade jetzt funktionierende internationale
Wirtschaftsbeziehungen?

Die Diskussion gestalten Dr. Cora Francisca Jungbluth (Wirtschaftsexpertin
bei der Bertelsmann Stiftung) und Dr. Christian Kauth (Präsident des
Verbands der Pfälzischen Metall- und Elektroindustrie PfalzMetall).
Anmeldungen sind zu richten an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Im Anschluss an jedes Hambacher Gespräch laden die Veranstalter zu einem
Weinempfang ein. Dieser bietet Gelegenheit, die Themen vertiefend zu
diskutieren und mit den Referentinnen und Referenten in Kontakt zu kommen.

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Klimawandel und seine Bedeutung für unsere Flüsse: Infotag am 30. September in Eußerthal

Der Klimawandel hinterlässt in Fließgewässern spürbare Auswirkungen.
Dürren und Starkregen führen zu Wasserknappheit und Überschwemmungen,
bedrohen die Biodiversität und beeinträchtigen Wasserressourcen für Mensch
und Natur. Wie kann das Management der Fließgewässer aussehen, um sich
diesen Veränderungen anzupassen und die Gewässer zu schützen? Einblick in
diese Thematik gibt es beim Infotag „Klima. Wasser. Fisch.“ der Rheinland-
Pfälzischen Technischen Universität (RPTU) an der Ökosystemforschung
Anlage Eußerthal (EERES) am Samstag, den 30. September, von 11 bis 16 Uhr
bei Vorträgen und Mitmachangeboten. Das Angebot ist kostenfrei. Bei
schlechtem Wetter wird die Veranstaltung verschoben.

In Vorträgen stellen Experten der RPTU sowie der beteiligten
Projektpartner aus den Bereichen Klimawandelforschung und Gewässerökologie
aktuelle Forschungsthemen vor: Dabei geht es unter anderem um die
Gesundheit von Gewässern und um das Vorkommen und den Einfluss von
Schadstoffen darin, um die Austrocknung von Flüssen und die schwindende
Verfügbarkeit von Wasser sowie um die Zunahme von Klimaextremen. Zudem
spricht Sarah Oexle von der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg
(LAZ BW) über „Fische in der Klimakrise“ und darüber, wie unserer Gewässer
„fit für die Zukunft“ gemacht werden. Die Veranstaltung richtet sich aber
auch an Kinder verschiedener Altersstufen, die die Möglichkeit haben, sich
bei einem Gewässer-Lauf mit der Ökologie von Fließgewässern zu befassen
und bei einer Rallye heimische Fischarten kennenzulernen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des EU-Interreg-Projekt „RiverDiv“
statt, das sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Fließgewässer
befasst. Ziel ist es, ein nachhaltiges und im Zuge des Klimawandels
angepasstes Management für die Wieslauter zu entwickeln, einem deutsch-
französischen Grenzfluss, der im Pfälzer Wald entspringt und bei
Lauterburg in den Rhein mündet. Eingebunden in das Vorhaben sind Partner
aus Wissenschaft, Wasserversorgung und Angelfischerei.

„Mit dem Projekt möchten wir zudem die Öffentlichkeit für dieses wichtige
Thema sensibilisieren, um in der Gesellschaft ein Bewusstsein für die
bestehenden Herausforderungen des Klimawandels zu schaffen. Dazu werden
wir auch künftig ähnliche Veranstaltungen wie den Infotag anbieten“, sagt
Dr. Tanja Joschko, Projektleiterin und Geschäftsführerin von der
Ökosystemforschung Anlage Eußerthal (EERES). Die Forscherinnen und
Forscher von EERES befassen sich mit Gewässern und Biodiversität unter dem
Einfluss des globalen Wandelns.

Beim Infotag gibt das Team auch Einblick in das RiverDiv-Projekt. Besucher
können sich über die verschiedenen Inhalte des Vorhabens informieren und
sich direkt vor Ort mit den Wissenschaftlern austauschen.

Infotag „Klima. Wasser. Fisch.“
Wann?: 11 bis 16 Uhr am Samstag, den 30. September
Wo?: Ökosystemforschung Anlage Eußerthal, Birkenthalstraße 13, 76857
Eußerthal
Weitere Infos unter: https://nuw.rptu.de/projekte/riverdiv/teilprojekte
/wissensdialog-vernetzung-umsetzung/riverdivforum

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Lauf gegen Krebs im Großen Garten

Am Dienstag, den 26. September, können Läuferinnen und Läufer beim NCT
/UCC-Benefizlauf im Großen Garten ein Zeichen gegen Krebs setzen. Start
ist ab 16 Uhr am Palaisteich. Mit ihrer Spende unterstützen die
Teilnehmenden die Etablierung einer Sporttherapie für krebskranke Kinder
sowie das sporttherapeutische Angebot für erwachsene Patientinnen und
Patienten am Uniklinikum Carl Gustav Carus Dresden und am Nationalen
Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC). Neben dem Lauf mit
individueller Zeitmessung gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit
Laktattest, Massage, Puppentheater, Cheerleading und einer
Typisierungsaktion für eine Stammzellspende.

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) ist eine
gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des
Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, der Medizinischen
Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und des Helmholtz-Zentrums
Dresden-Rossendorf (HZDR).

Beim Benefizlauf am 26. September im Großen Garten sind Läuferinnen und
Läufer eingeladen, gemeinsam für die gute Sache zu laufen. Mit einer
selbst gewählten Spende pro gelaufener Runde fördern sie das
sporttherapeutische Angebot für Krebspatientinnen und -patienten und tun
gleichzeitig etwas für ihre eigene Gesundheit. Organisiert wird der Lauf
vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) in
Kooperation mit dem Sonnenstrahl e. V., dem Schlösserland Sachsen und der
Stiftung Hochschulmedizin Dresden, Veranstalter ist das
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden.

Mit den erzielten Spenden soll in diesem Jahr der finanzielle Grundstein
für die Etablierung einer Sporttherapie für krebskranke Kinder gelegt
werden, die vorrangig stationär am Universitätsklinikum Dresden behandelt
werden. „Dabei handelt es sich vor allem um Kinder, die eine intensive
Chemotherapie erhalten oder wegen einer Therapienebenwirkung stationär
betreut werden müssen und stark abwehrgeschwächt sind. Häufig sind sie
aufgrund der starken Medikamente kaum dazu zu motivieren, sich zu bewegen.
Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, dass wir künftig eine
Sporttherapeutin auf Station haben, die ganz spielerisch Anreize für mehr
Bewegung schafft, beispielsweise mit Luftballons, denen man beim Spielen
damit im Zimmer hinterherlaufen muss. Dies trägt dazu bei, dass die
Muskulatur gekräftigt wird und auch der Kreislauf wieder in Schwung
kommt“, sagt Prof. Ralf Knöfler, Leiter der Kinderonkologie am Uniklinikum
Dresden. „Der Benefizlauf ist der Auftakt für das neue, wichtige Projekt.
Künftig werden wir die Sporttherapeutin aus Spendengeldern des
Sonnenstrahl e. V. finanzieren. Wir danken schon jetzt allen Spenderinnen
und Spendern“, sagt Falk Noack, Geschäftsführer des Sonnenstrahl e. V. Mit
den Spenden aus dem Benefizlauf wird zudem das bestehende
sporttherapeutische Angebot für erwachsene Patientinnen und Patienten
gefördert, die ambulant im Sporttherapeutischen Zentrum am NCT/UCC
behandelt werden. Mehrmals pro Woche haben Erkrankte hier die Möglichkeit,
an Krafttrainings und Koordinationskursen teilzunehmen. „Bewegung und
Sport können während und nach einer Krebsbehandlung zahlreiche positive
Effekte auf Körper, Seele und soziales Wohlbefinden haben. Wir freuen uns,
dass die Spenden aus dem Benefizlauf dazu beitragen, durch mehr
körperliche Aktivität die Lebensqualität verschiedener Patientengruppen zu
verbessern“, sagt Prof. Mechthild Krause, Mitglied im geschäftsführenden
Direktorium des NCT/UCC.

Rundenlauf, Puppentheater und Massage

Gestartet wird im Zentrum des Großen Gartens am Palaisteich, die etwa zwei
Kilometer lange Laufrunde verbindet Palais und Karcherallee. Mitlaufen
kann jeder: Laufinteressierte ebenso wie Spaziergänger und Familien mit
Kinderwagen. Ziel ist es, so viele Runden wie möglich für den guten Zweck
zu laufen – allein oder im Team. Gestartet werden kann ab 16 Uhr, ein
späterer Start ist fortlaufend möglich. Der Lauf endet um 18 Uhr. Die
eigene Laufzeit wird elektronisch gemessen.

Für alle Teilnehmenden gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Cheerleading,
Puppentheater, Massage, Laktattest und der Möglichkeit, sich für eine
Stammzellspende typisieren zu lassen. Eine Startgebühr wird nicht erhoben.
Stattdessen sind die Teilnehmenden eingeladen, pro gelaufener Runde einen
selbst gewählten Betrag zu spenden. Auch wer nicht am Lauf teilnehmen
kann, hat die Möglichkeit, über die Stiftung Hochschulmedizin unter dem
Betreff „Benefizlauf“ zu spenden.

„Mit Ihrer Teilnahme am Benefizlauf können Sie uns dabei unterstützen,
Angebote für unsere Patientinnen und Patienten zu schaffen, die über die
normalen Kassenleistungen hinausgehen. Wir freuen uns, wenn Sie am 26.
September dabei sind“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand
des Universitätsklinikums Dresden.

Information und Anmeldung: www.nct-dresden.de/lauf

Faktenübersicht:

Datum: 26.09.2023
Zeit: ab 16 Uhr (spätere Starts sind fortlaufend möglich), der Lauf geht
bis 18 Uhr
Ort: Großer Garten (Hauptallee), Start/Ziel: am Palaisteich
Strecke: Gelaufen wird auf einem ca. 2-km-langen Rundkurs zwischen Palais
und Karcherallee
Anmeldung:
Die Anmeldung ist vorab online möglich unter www.nct-dresden.de/lauf. Die
Anmeldung kann auch am Veranstaltungstag ab 15 Uhr am Palaisteich
erfolgen.
Abholung der Startnummern
Die Startnummern können am Veranstaltungstag ab 15 Uhr auf der
Veranstaltungsfläche (am Palaisteich, Großer Garten) abgeholt werden.
Gebühr/Spende:
Es gibt keine Startgebühr. Stattdessen bittet das NCT/UCC um eine Spende.
Pro gelaufener Runde empfehlen wir einen Mindestbetrag von 5 Euro.
Moderation: Jens Umbreit
Veranstalter: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Kontakt: Philippe Fanghänel, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Tel. 0351 458 15572
Spendenkonto: Stiftung Hochschulmedizin Dresden, Ostsächsische Sparkasse
Dresden
Zweck: Benefizlauf, IBAN DE27 8505 0300 0221 0457 40; oder online: www
.nct-dresden.de/spende
Informationen zum Benefizlauf: www.nct-dresden.de/lauf

Zur Pressemitteilung steht ein Bild in druckfähiger Auflösung zur
Verfügung:
https://www.nct-dresden.de/fileadmin/media/nct-dresden/das-
nct/newsroom/pressemitteilungen/NCT-Lauf.jpg
Bildunterschrift:
Beim Benefizlauf im Großen Garten können Laufinteressierte und
Spaziergänger ein Zeichen gegen Krebs setzen. © Uniklinikum
Dresden/Kirsten Lassig

Nutzungshinweis für Bildmaterial zu Pressemitteilungen
Die Nutzung ist kostenlos. Das NCT/UCC Dresden gestattet die einmalige
Verwendung in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Thema der
Pressemitteilung. Bitte geben Sie als Bildnachweis an: „© Uniklinikum
Dresden/Kirsten Lassig“. Eine Weitergabe des Bildmaterials an Dritte ist
nur nach vorheriger Rücksprache mit der NCT/UCC-Pressestelle (Tel. 0351
458 5548, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) gestattet. Eine Nutzung zu
kommerziellen Zwecken ist untersagt.

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Sorge ums Klima, Sexualität, Selbständigkeit – Kindergesundheitsbericht 2023: Jugendliche haben besondere Bedürfnisse

In ihrem zweiten Kindergesundheitsbericht stellt die
Stiftung Kindergesundheit dem körperlichen und seelischen
Gesundheitszustand der rund 8 Millionen Jugendlichen in Deutschland ein
durchwachsenes Zeugnis aus.  Die Überlastung von Gesundheits-, Schul- und
Jugendhilfesystemen erschwere die Prävention seelischer und körperlicher
Störungen. Auch das Thema Klimaangst gewinne an Bedeutung. Großes
Potential sieht der Bericht darin, Jugendliche aktiv an der Gestaltung
ihrer Gesundheit zu beteiligen.

„Im Jugendalter werden entscheidende Grundlagen für eine gute Gesundheit
im späteren Leben gelegt. Dieser Lebensabschnitt ist von massiven
psychischen und physischen Veränderungen geprägt. Damit einher gehen
spezifische Chancen und Risiken“, erklärt Prof. Dr. Berthold Koletzko,
Kinder- und Jugendarzt sowie Vorstand der Stiftung Kindergesundheit.
„Dennoch wird der Adoleszenz und den besonderen gesundheitlichen
Herausforderungen dieser Lebensphase vergleichsweise wenig medizinisch-
fachliche und politische Aufmerksamkeit entgegengebracht. Hier setzt unser
Bericht an.“

Der Report umfasst eine breite Palette an Themen der seelischen und
körperlichen Gesundheit Jugendlicher und führt die wichtigsten Daten aus
Studien der letzten Jahre zusammen. Renommierte Forscher*innen geben einen
vertieften Einblick in ihr Fachgebiet. Ziel ist es, wissenschaftliche
Erkenntnisse für die notwendige gesundheitspolitische Diskussion nutzbar
zu machen. Darüber hinaus liefern die Autor*innen konkrete
Maßnahmenvorschlägen und Lösungsansätze.

Einer der Schwerpunkte ist die mentale Gesundheit junger Menschen. Im
Bericht zusammengefasste, aktuelle Studien belegen eine starke Belastung
Jugendlicher durch die allgegenwärtige Krisenlage. Auch bei Ernährung,
Bewegung, Impfen und Gesundheitskompetenz identifizieren die
Wissenschaftler*innen Verbesserungspotential und fordern zum Handeln auf.
„Jugendliche haben ein Recht auf eine gute Gesundheitsversorgung. Alle
Akteure der Gesellschaft sind gefordert, die Entwicklungschancen junger
Menschen bestmöglich zu fördern. Der Kindergesundheitsbericht 2023 liefert
Ideen, wie dies besser gelingen kann“, so Prof. Koletzko.

Unterstützer und Mitherausgeber des Kindergesundheitsberichts 2023 sind
gemeinsam mit der Stiftung Kindergesundheit die DFL Stiftung, die Stiftung
„Die Gesundarbeiter – Zukunftsverantwortung Gesundheit“, die Krankenkasse
vivida bkk, und die Unternehmen MSD Sharp & Dohme GmbH und Novartis Pharma
GmbH.

Kindergesundheitsbericht 2023 – Zentrale Erkenntnisse auf einen Blick

Mentale Gesundheit: Die Adoleszenz stellt eine besonders anfällige Phase
für psychische Störungen dar. Typische Risiken bei Jugendlichen sind
depressive, Ess-, Angst- und Zwangsstörungen sowie psychotische
Krankheiten oder Suchterkrankungen. Die psychische Belastung bei
Jugendlichen hat insbesondere während der Covid-Pandemie zugenommen. So
ist ein allgemeiner Anstieg von emotionalen Störungen und Suizidversuchen
zu verzeichnen. Oft sind es Mädchen, die von schweren Symptomen betroffen
sind.

Klimaangst: Klimaangst ist keine psychische Störung, sondern zumeist eine
angemessene Reaktion auf die konkrete Bedrohung durch die Klimakrise.
Besonders Jugendliche leiden unter Klimaangst, da sie langfristig stärker
von den Klimafolgen betroffen sein werden. Bei Einzelnen kann sie auch zu
Krankheitserscheinungen führen. Mit Zuspitzung der Klimakrise ist zu
erwarten, dass auch die Furcht vor dem Klimawandel und seinen Folgen bei
jungen Menschen zunimmt.

Sucht: Suchtstörungen bei Kindern und Jugendlichen sind ein zunehmendes
Problem, das gravierende Auswirkungen auf ihre körperliche und psychische
Gesundheit sowie auf ihre soziale Entwicklung haben können. Der Konsum von
psychoaktiven Substanzen wie Alkohol und Drogen sowie die übermäßige
Nutzung digitaler Medien sind Faktoren, die zu verschiedenen
Suchtstörungen führen können.

Geschlechtsdysphorie: Die Zahl geschlechts-nonkonformer Jugendlicher
(trans*, genderqueer, genderfluid, nicht-binär, agender) in der klinischen
Versorgung nimmt zu. Diese jungen Menschen berichten häufig von
koinzidenten psychischen Erkrankungen, psychosozialen Schwierigkeiten und
diskriminierenden Erfahrungen im Gesundheitswesen.

Sexualität: Das Thema Sexualität beeinflusst die physische und
psychosoziale Entwicklung von Jugendlichen in hohem Maße. Erste sexuelle
Kontakte erleben sie heute später als frühere Generationen. Jugendliche
verfügen insgesamt über ein profundes Wissen zum Thema Verhütung. Die
Zahlen der Teenagerschwangerschaften sind rückläufig. Das Wissen über
sexuell übertragbare Infektionen ist jedoch oft lückenhaft.

Impfungen: Viele Jugendliche haben mindestens eine Auffrischimpfung gegen
Tetanus, Diphtherie und Keuchhustenerhalten. Die aktuellen Impfquoten bei
Jugendlichen zeigen aber die Notwendigkeit, die Impfquoten bei der HPV-
Impfung zu steigern. Nur so können die von der WHO und EU gesteckte Ziele
erreicht werden, d.h. die Elimination von Gebärmutterhalskrebs durch eine
vollständige HPV-Impfserie bei mehr als 90 Prozent der 15-jährigen Mädchen
sowie durch die deutliche Erhöhung der Impfungen bei den gleichaltrigen
Jungen bis 2030.

Bewegung: Ein großer Teil der Jugendlichen bewegt sich entsprechend den
WHO-Zielen deutlich zu wenig. Es hat sich eine „neue Jugend“ etabliert,
deren On-Demand-Bedürfnisse die alltägliche Bewegung ebenso wie die
bewegten Freizeitangebote mindern. Zwar gibt es im Verein, im Stadtbild
und in kommerzieller Hand eine Vielzahl an Sport- und Bewegungsangebote
und -anreize, aber es besteht eine große Ungleichheit bei der Nutzung. Für
die frühe Jugendphase gibt es gerade dort zu wenig Bewegungsmöglichkeiten,
wo das Interesse für den Leistungsvergleich fehlt.

Ernährung: Viele Jugendliche ernähren sich ungesund und verzehren zu wenig
Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte. Gleichzeitig konsumieren sie zu
viel Fleisch, Fast Food, Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke. Der
Konsum von Energydrinks nimmt ebenfalls zu, insbesondere bei älteren
Jugendlichen.

Beteiligung: Es besteht ein dringender Bedarf nach mehr
Beteiligungsrechten von Jugendlichen im Gesundheitswesen, um ihre Rechte
auf Gesundheit und Selbstbestimmung zu schützen. Jugendliche wünschen sich
mehr Einfluss auf ihre eigene Gesundheitsfürsorge. Um sicherzustellen,
dass die Wünsche und Bedürfnisse Jugendlicher im Bereich der
Gesundheitsversorgung angemessen berücksichtigt werden, müssen junge
Menschen gehört, respektiert, umfassend informiert und in
Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Sozioökonomische Disparität: Der sozioökonomische Status (SES) beeinflusst
die Gesundheit von Jugendlichen zwar weniger deutlich als bei jüngeren
Kindern oder Erwachsenen, aber soziale Benachteiligung prägt das Verhalten
und damit auch das gesundheitliche Risikoverhalten im Jugendalter.
Jugendliche mit niedrigem SES ernähren sich schlechter, zeigen eine
geringere Lebenszufriedenheit und konsumieren häufiger Tabak und Alkohol.
Sie berichten über starken psychischen Stress und verfügen über schwächer
ausgeprägte Bewältigungsstrategien als Jugendliche mit höherem familiärem
SES.

Gesundheitskompetenz: Schüler*innen in Deutschland weisen eine deutlich
schlechtere Gesundheits-kompetenz auf als der europäische Durchschnitt.
Fast ein Viertel der Jugendlichen verfügt über zu wenig Wissen im Bereich
Gesundheit. Besonders Schulen sind ein wichtiges Setting zur nachhaltigen
und effektiven Stärkung der Gesundheitskompetenz. Nötig ist eine
länderübergreifende, abgestimmte Strategie zur Gesundheitsförderung in
Erziehungs- und Bildungseinrichtungen.

Der Bericht enthält zu jedem Themenkomplex Handlungsempfehlungen und ist
unter https://www.kindergesundheit.de/kindergesundheitsbericht verfügbar.

Die Autor*innen
Lara Barbaric, Reihana Barekzai, Prof. Tim Bindel, Priv.-Doz. Dr.
Katharina Buhren, Dr. Franziska Feldl, Jana Findorff , Aliya Haid, Karin
Klinert, Prof. Berthold Koletzko, Konstanze Löffler, Dr. Dietrich Munz,
Dr. Silvia Müther, Prof. Orkan Okan, Anna Philippi, Prof. Ulrike Ravens-
Sieberer, Dr. Franziska Reis, Dirk Rennert, Dr. Matthias Richter, Prof.
Matthias Richter, Prof. Georg Romer, Dr. Angela Rölver, Theresa Schierl,
Prof. Sabina Schutter, Alicia Steffel, Magdalena Tanner, Prof. Heidrun
Thaiss, Prof. Rainer Thomasius

Die Partner

DFL Stiftung
Als Stiftung aus dem Profifußball engagiert sich die DFL Stiftung
gemeinsam mit starken Partnern und Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga
für das gesunde und aktive Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen sowie
die aktive Teilhabe junger Menschen in Deutschland an einer vielfältigen
und solidarischen Gesellschaft. Zudem fördert sie Talente aus über 50
olympischen und paralympischen Sportarten sowie dem Gehörlosen-Sport in
ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung. Mit ihrer Expertise, ihrem
Netzwerk und der Strahlkraft des Profifußballs hat die DFL Stiftung sich
das Ziel gesetzt, dass alle jungen Menschen in Deutschland die Chance
haben, ihre Potenziale zu entfalten.

Die Gesundarbeiter – Zukunftsverantwortung Gesundheit
Die Stiftung „Die Gesundarbeiter – Zukunftsverantwortung Gesundheit“ wurde
2012 gegründet und hat ihren Sitz in Villingen-Schwenningen.
Stiftungszweck sind gemeinnützige Aktivitäten im Bereich der Prävention
und Gesundheitsförderung. Da ein nachhaltig gesunder Lebensstil bereits in
jungen Jahren geprägt wird, stehen Projekte für Kinder und Jugendliche –
zum Beispiel in Kitas und an Schulen – im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit.
Außerdem dient die Stiftung "Die Gesundarbeiter" als Impulsgeber für
Initiativen weiterer Akteure im Gesundheitswesen. Stiftungsvorstand ist
Siegfried Gänsler, der auch Vorstand der vivida bkk ist.

vivida bkk
Die vivida bkk ist eine bundesweit geöffnete gesetzliche Krankenkasse mit
rund 350.000 Kundinnen und Kunden. Mehr als 850 Beschäftigte arbeiten an
16 Standorten; Vorstand ist Siegfried Gänsler. Mit ihrer 190-jährigen
Unternehmensgeschichte ist die vivida bkk erfahrener Gesundheitspartner in
allen Lebensphasen. Die Betriebskrankenkasse legt Wert auf eine
nachhaltige Gesundheitsversorgung und stellt dabei die
Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt. Die eigene Stiftung „Die
Gesundarbeiter – Zukunftsverantwortung Gesundheit“ unterstützt deshalb
Präventionsprojekte, schwerpunktmäßig für Kinder und Jugendliche.

MSD
Bei MSD, in den USA und Kanada bekannt als Merck & Co., Inc., Rahway, NJ,
USA, eint uns ein Ziel: Wir nutzen führende wissenschaftliche
Erkenntnisse, um auf der ganzen Welt Leben zu retten und mehr
Lebensqualität zu ermöglichen. Bereits seit über 130 Jahren stehen wir
durch die Entwicklung wichtiger neuer Medikamente und Impfstoffe für
Fortschritt. Unser Anspruch ist es, als forschendes biopharmazeutisches
Unternehmen global führend zu sein – und wir entwickeln innovative
Gesundheitslösungen und Wirkstoffe, die die Prävention und Behandlung von
Krankheiten bei Menschen und Tieren weiter verbessern. Wir fördern
Vielfalt und Inklusion in unseren Teams weltweit und handeln jeden Tag
verantwortungsbewusst, um allen Menschen eine sichere, nachhaltige und
gesunde Zukunft zu ermöglichen. Für weitere Informationen besuchen Sie
www.msd.de und folgen Sie uns auf Twitter, LinkedIn und YouTube.

Novartis
Novartis denkt Medizin neu, um das Leben der Menschen zu verbessern und zu
verlängern. Unsere technologisch führende Position und neue Zugangsmodelle
erlauben es uns, hochwertige Medikamente zu entwickeln, welche die größten
Krankheitslasten der Gesellschaft lindern. In unserem Bestreben, neue
Medikamente zu finden, gehören wir regelmäßig zu den weltweit führenden
Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren. Rund 103.000
Menschen aus mehr als 140 Ländern arbeiten gemeinsam daran, die Produkte
von Novartis 800 Millionen Menschen auf der ganzen Welt zugänglich zu
machen. In Deutschland beschäftigt Novartis rund 7.000 Mitarbeitende an
zehn Standorten. Weitere Informationen unter https://www.novartis.de/ und
https://www.novartis.com/ sowie in unserem virtuellen Pressezentrum
https://virtualcampus.novartis.de/.

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