IG Metall: Tarifeinheit als trojanisches Pferd für gesetzliche Eingriffe in das Streikrecht
Jörg Hofmann, zweiter Vorsitzender der IG Metall hat aktuell Bedenken gegen die "Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit", die das Bundeskabinett am Mittwoch beschließen will. Zu der vorgesehenen Einschränkung der Streikfähigkeit von kleineren Gewerkschaften sagte Hofmann dem Berliner "Tagesspiegel", im Gesetz würde der Satz: "Es gilt der Tarifvertrag der Mehrheitsgewerkschaft" ausreichen. Das sei auch eine "grundgesetzschonende Regelung". Die im Eckpunktepapier stehende Formulierung stimme dagegen nicht überein mit der Beschlusslage des DGB, weil damit die Koalitionsfreiheit angegriffen werde. "Dies wäre explizit ein Eingriff in das Streikrecht", sagte Hofmann der Zeitung.
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Bei ihrem aktuellen Angebot für eine sichere digitale Mail, den "E-Post-Brief", rechnet die Deutsche Post ab 2015 beim Ergebnis mit einer "schwarzen Null". Das erklärte Postvorstand Jürgen Gerdes in einem Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Gerdes: "Wir werden nächstes Jahr Break-Even machen, also eine schwarze Null schreiben. Dabei haben wir vergangenes Jahr wie bekannt rund 100 Millionen Euro Umsatz gemacht und rechnen dieses Jahr mit deutlich mehr als 200 Millionen Euro."
Durch den Mindestlohn sind nach Einschätzung von Metall-Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger die Praktikumsplätze in den Betrieben in Gefahr. "Für viele jüngere Leute oder für Langzeitarbeitslose kann der Einstieg in die Arbeitswelt verbaut werden", sagte Dulger der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. "Viele Unternehmen werden künftig keine Praktika für Hochschulabsolventen mehr anbieten, wenn bei einem kurzen Aufenthalt im Betrieb der Mindestlohn gezahlt werden soll."