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Wirtschaft

Kiel Trade Indicator 05/2022: Containerschiffstaus erreichen die Nordsee

Der internationale Handel leidet wieder stärker unter den Staus und
Verzögerungen der Containerschifffahrt, die nun auch die Nordsee erreicht
haben. Laut jüngstem Datenupdate des Kiel Trade Indicator dürften im Mai
weltweit weniger Waren umgeschlagen worden sein als im Vormonat (preis-
und saisonbereinigt). Unter den großen Volkswirtschaften sticht China
positiv hervor.

Das jüngste Datenupdate des Kiel Trade Indicator für Mai weist für den
Welthandel im Vergleich zum Vormonat ein leichtes Minus von 1 Prozent aus
(preis- und saisonbereinigt). Auch für Deutschland sind die Indikatorwerte
nur schwach ausgeprägt, die Exporte liegen im roten Bereich (-1,2
Prozent), die Importe im grünen (+1,6 Prozent). Ein ähnlich
uneinheitliches und wenig eindeutiges Bild zeigt sich für die EU (Exporte:
-1 Prozent; Importe: +0,4 Prozent) und für die USA (Exporte: -1,3 Prozent;
Importe: +1,8 Prozent). China sticht unter den großen Volkswirtschaften im
Mai positiv hervor, was allerdings auch am schwachen April liegen dürfte.
Im Vergleich dürften die Exporte leicht (+2,1 Prozent), die Importe sogar
deutlich (+7 Prozent) gestiegen sein.

„Insgesamt zeigt sich der Maihandel eher verhalten und setzt die
Seitwärtsbewegung der letzten Monate fort. Der internationale Handel
leidet jedoch wieder stärker unter den Staus und Verzögerungen der
Containerschifffahrt, die nun auch die Nordsee erreicht haben“, so Vincent
Stamer, Leiter Kiel Trade Indicator.

Erstmals seit Ausbruch der Pandemie stauen sich Containerschiffe auch in
der Nordsee vor den Häfen Deutschlands, Hollands und Belgiens. Hier
stecken gegenwärtig knapp 2 Prozent der globalen Frachtkapazität fest und
können weder be- noch entladen werden. In der deutschen Bucht warten etwa
ein Dutzend große Containerschiffe mit einer Kapazität von insgesamt etwa
150.000 Standardcontainern auf das Anlaufen in Hamburg oder Bremerhaven.
Vor den Häfen Rotterdam und Antwerpen ist die Lage noch dramatischer.
Dagegen hat sich der Containerschiffstau vor Los Angeles bzw. vor dem
südlichen Kalifornien wieder gänzlich zurückgebildet.

Vor Shanghai und der angrenzenden Provinz Zheijang sind gegenwärtig sogar
über 3 Prozent der globalen Frachtkapazität im Stau gebunden. Dafür
konnten aber wieder mehr Schiffe den vom Lockdown betroffenen Hafen
Shanghai verlassen, in der zweiten Maihälfte lagen die Abfahrten auf
vergleichbarem Niveau zu Chinas übrigen Häfen. Gegenwärtig liegen sie
allerdings wieder rund 15 Prozent darunter. Bisher sind wegen des
Lockdowns in Shanghai Exporte im Wert von bis zu 700 Millionen Euro von
China nach Deutschland entfallen.

„Dass in den vergangenen Wochen Exporte Shanghais trotz Lockdown-Maßnahmen
wieder gestiegen sind, zeigt aber auch, dass die Firmen dort in den
Startlöchern stehen und bei einer Beendigung des Lockdowns die Produktion
wohl wieder schnell hochfahren können“, so Stamer.

Insgesamt stecken derzeit über 11 Prozent aller weltweit verschifften
Waren im Stau. Im Roten Meer – der wichtigsten Seehandelsroute zwischen
Asien und Europa – ist die Lücke zwischen zu erwartenden und tatsächlich
verschifften Frachtmengen auf rund 16 Prozent angewachsen, nachdem sie
sich im Februar nahezu geschlossen hatte.

Die nächsten Aktualisierungen des Kiel Trade Indicator erfolgen am 21.
Juni (ohne Medieninformation) und am 6. Juli (mit Medieninformation für
die Handelsdaten im Juni 2022).

Weitere Informationen zum Kiel Trade Indicator und die Prognosen für alle
75 Länder finden Sie auf www.ifw-kiel.de/tradeindicator (https://www.ifw-
kiel.de/de/themendossiers/internationaler-handel/kiel-trade-indicator/).

Über den Kiel Trade Indicator

Der Kiel Trade Indicator schätzt die Handelsflüsse (Im- und Exporte) von
75 Ländern und Regionen weltweit sowie des Welthandels insgesamt. Im
Einzelnen umfassen die Schätzungen über 50 Länder sowie Regionen wie die
EU, Subsahara-Afrika, Nordafrika, den Mittleren Osten oder Schwellenländer
Asiens. Grundlage ist die Auswertung von Schiffsbewegungsdaten in
Echtzeit. Ein am IfW Kiel programmierter Algorithmus wertet diese unter
Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz aus und übersetzt die
Schiffsbewegungen in reale, saisonbereinigte Wachstumswerte gegenüber dem
Vormonat.

Die Auswertung erfolgt zweimal im Monat. Um den 20. (mit Pressemeldung)
für den laufenden und den folgenden Monat und um den 3. (ohne
Pressemeldung) für den vergangenen und den laufenden Monat.

An- und ablegende Schiffe werden dabei für 500 Häfen weltweit erfasst.
Zusätzlich werden Schiffsbewegungen in 100 Seeregionen analysiert und die
effektive Auslastung der Containerschiffe anhand des Tiefgangs gemessen.
Mittels Länder-Hafen-Korrelationen können Prognosen erstellt werden, auch
für Länder ohne eigenen Tiefseehafen.

Der Kiel Trade Indicator ist im Vergleich zu den bisherigen
Frühindikatoren für den Handel deutlich früher verfügbar, deutlich
umfassender, stützt sich mit Hilfe von Big Data auf eine bislang
einzigartig große Datenbasis und weist einen im Vergleich geringen
statistischen Fehler aus. Der Algorithmus des Kiel Trade Indikators lernt
mit zunehmender Datenverfügbarkeit dazu (machine learning), so dass sich
die Prognosegüte im Lauf der Zeit weiter erhöht.

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RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Deutlicher Rückgang des Containerumschlags in den chinesischen Häfen

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im April
saisonbereinigt um 0,5 Punkte auf 122,8 gesunken. Der Containerumschlag
ist insbesondere in den chinesischen Häfen deutlich zurückgegangen.
Außerhalb Chinas hat er sich hingegen etwas erholt.

Das Wichtigste in Kürze:

- Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist saisonbereinigt im April von 123,3 (revidiert) auf
122,8 Punkte gesunken.
- Vor allem in den chinesischen Häfen kam es zu einem kräftigen Rückgang
des Containerumschlags. Der Index sank von 132,5 auf 130,2.
- Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftlichen Entwicklung
im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist im April gegenüber dem
Vormonat von 113,1 (revidiert) auf 114,2 recht deutlich gestiegen.
- Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index für Mai 2022 wird am 30. Juni 2022
veröffentlicht.

Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef
Torsten Schmidt: „In vielen Häfen haben sich im April die Lieferengpässe
weiter abgeschwächt. Dagegen zeigen sich in den chinesischen Häfen bereits
die Folgen des Lockdowns, der den internationalen Handel erneut belastet.
Die Folgen werden in einigen Wochen auch in Europa zu spüren sein.“

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In den Index gehen die im Rahmen des ISL Monthly Container Port Monitor
fortlaufend erhobenen Angaben zum Containerumschlag in 94 internationalen
Häfen ein, auf die rund 64 Prozent des weltweiten Containerumschlags
entfallen. Die aktuelle Schnellschätzung für den Containerumschlag-Index
stützt sich auf Angaben von rund 76 Prozent des im Index abgebildeten
Umschlags. Da der internationale Handel im Wesentlichen per Seeschiff
abgewickelt wird, lassen die Containerumschläge zuverlässige Rückschlüsse
auf den Welthandel zu. Weil viele Häfen bereits zwei Wochen nach Ablauf
eines Monats über ihre Aktivitäten berichten, ist der RWI/ISL-
Containerumschlag-Index ein zuverlässiger Frühindikator der Entwicklung
des internationalen Handels mit verarbeiteten Waren und damit auch der
weltwirtschaftlichen Aktivität. Der Containerumschlag-Index ist Teil der
Statistiken zum Außenhandel im „Dashboard Deutschland“ des Statistischen
Bundesamtes.
Datenreihen für einzelne Häfen sind im ISL Monthly Container Port Monitor
verfügbar. Weitere Hintergrundinformationen zum RWI/ISL-Containerumschlag-
Index finden Sie unter www.rwi-essen.de/containerindex.

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Europa kann sich zu 100 Prozent klimaneutral mit Energie versorgen

Um Europa vollständig mit klimaneutraler Energie zu versorgen, sind in den einzelnen Ländern und Regionen erneuerbare Energieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4.400 Gigawatt notwendig.  Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld
Um Europa vollständig mit klimaneutraler Energie zu versorgen, sind in den einzelnen Ländern und Regionen erneuerbare Energieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4.400 Gigawatt notwendig. Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld

Am Institut für Betriebs- und Technologiemanagement (IBT) des Umwelt-
Campus Birkenfeld der Hochschule Trier hat eine Forschergruppe untersucht,
wie das Energiesystem der Zukunft aussehen kann, welches den
Herausforderungen des Klimawandels gerecht wird und mit dessen Hilfe die
Klimaschutzziele erreicht werden können. Gezeigt werden konnte, dass die
Energieversorgung in Europa vollständig auf eine regenerative
Energieerzeugung umgestellt werden kann, ohne auf eine verlässliche
Bereitstellung von Energie verzichten zu müssen.

Alexander Blinn hat in seiner Masterarbeit ein Simulationsmodell
weiterentwickelt, um die Potenziale von Energiesystemen in der Zukunft zu
untersuchen. Dabei ist er insbesondere der Frage nachgegangen, wie viele
Photovoltaik- und Windenergieanlagen in Europa installiert werden müssen,
um die Nachfrage nach Strom, Wärme und der im Verkehrssektor nachgefragten
Energien zu decken. Hinzu kam die Betrachtung, welche Speicherkapazitäten
notwendig sind, um überschüssige Energie zu speichern und bei entsprechend
hohem Bedarf bereitzustellen. Eine weitere, wichtige Fragestellung der
Arbeit war das Auftreten von Dunkelflauten. Darunter sind Zeiträume zu
verstehen, in denen mehrere Stunden oder gar Tage keine Sonne scheint und
kein Wind weht. Alexander Blinn konnte zeigen, dass Dunkelflauten in
Europa zwar auftreten, diese jedoch im europäischen Verbund unkritisch
sind. „Durch die Kopplung der Energiesektoren Strom, Wärme und Transport
in Kombination mit dem Einsatz von Speichersystemen können selbst
mehrtägige Zeiträume mit geringer Energieproduktion aus Photovoltaik- und
Windenergieanlagen problemlos überbrückt werden“, so Alexander Blinn.

Die Masterthesis mit dem Titel „Sektorengekoppeltes Energiemodell (UCB-
SenMod): Mathematische Modellierung und Simulation von Energieclustern und
Entwicklung eines vollständigen Energienutzungsmodells für den
europäischen Strom-, Wärme- und Verkehrssektor“ wurde mit dem Bürkle-Preis
für herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet. „Die Arbeit zeigt, dass
die Energiewende keine Herausforderung nur für Deutschland ist, sondern
auf europäischer Ebene angegangen und umgesetzt werden muss“, sagt Prof.
te Heesen, Betreuer der Abschlussarbeit und Direktor des Instituts für
Betriebs- und Technologiemanagement. „Wir können die Aufgabe nur gemeinsam
und auf europäischer Ebene lösen, um unsere Klimaschutzziele zu
erreichen“.

Alexander Blinn arbeitet seit seinem Masterabschluss in umweltorientierter
Energietechnik am Umwelt-Campus in einem Forschungsprojekt gemeinsam mit
den Stadtwerken Trier daran, das Simulationsmodell auf die Region Trier
sowie Rheinland-Pfalz anzuwenden, um unter anderem die Potenziale des
Ausbaus von Photovoltaik und Windenergie im Zusammenspiel mit
Pumpspeicherkraftwerken zur Energieversorgung zu analysieren. Mithilfe des
Simulationsmodells wird es damit künftig möglich sein, sowohl
grenzüberschreitende Energiekonzepte zu untersuchen als auch kleinere
Einheiten wie einzelne Stadtteile, Quartiere beziehungsweise
Industrieunternehmen bei der Erreichung der Klimaneutralität zu
unterstützen.

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KIT: Hannover Messe 2022: Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen gedacht

Klimaprognosen und Risikoprävention, Datensicherheit und Künstliche
Intelligenz, Energiewende und Kreislaufwirtschaft: Um diese Themen bewegen
sich die Innovationen, die das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
auf der Hannover Messe 2022 vom 30. Mai bis 2. Juni vorstellt. Die
Exponate und Präsentationen an den beiden Hauptständen im „Future Hub“
(Halle 2, Stand B40) und bei den „Energy Solutions“ (Halle 13, Stand D62)
zeigen, wie Forschende des KIT Digitalität und Nachhaltigkeit zusammen
denken. Aktuelle Projekte aus der Mobilitätsforschung stellt das KIT zudem
am Stand von Baden-Württemberg International (Halle 12, Stand D15) vor.

Klimaprognosen und Risikoprävention, Datensicherheit und Künstliche
Intelligenz, Energiewende und Kreislaufwirtschaft: Um diese Themen bewegen
sich die Innovationen, die das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
auf der Hannover Messe 2022 vom 30. Mai bis 2. Juni vorstellt. Die
Exponate und Präsentationen an den beiden Hauptständen im „Future Hub“
(Halle 2, Stand B40) und bei den „Energy Solutions“ (Halle 13, Stand D62)
zeigen, wie Forschende des KIT Digitalität und Nachhaltigkeit zusammen
denken. Aktuelle Projekte aus der Mobilitätsforschung stellt das KIT zudem
am Stand von Baden-Württemberg International (Halle 12, Stand D15) vor.

Diese Presseinformation finden Sie mit Foto zum Download unter:
https://www.kit.edu/kit/pi_2022_037_hannover-messe-2022-digitalisierung-
und-nachhaltigkeit-zusammen-gedacht.php


„Digitale Technologien können zur nachhaltigen Entwicklung beitragen,
unter anderem über ressourceneffiziente Produktion oder vernetzte
Mobilität. Umgekehrt gilt es, die Digitalisierung nachhaltig zu
gestalten“, erklärt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Das
KIT ist dank seiner interdisziplinären Forschung gerade in den Feldern
Information, Energie, Mobilität, Klima, Materialien sowie Mensch und
Technik für diese Herausforderungen bestens aufgestellt. Wie relevant
beispielsweise die Arbeiten zu erneuerbaren Energien, ihrer Speicherung
und Verteilung sind, zeigen aktuell die Auswirkungen des Kriegs in der
Ukraine.“

Auf der Hannover Messe 2022 vom 30. Mai bis 2. Juni unter dem Leitthema
„Industrial Transformation“ präsentiert das KIT einige Highlights aus
Forschung und Innovation. Der Präsident des KIT Professor Holger Hanselka
nimmt als Referent am „Lightweighting Summit“ des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Klimaschutz teil, der am 31. Mai unter der Schirmherrschaft
von Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck stattfindet. Im Fokus
dieser Konferenz steht die Verknüpfung des Leichtbaus mit der Wasserstoff-
Technologie – beide fördern Ressourcen- und Energieeffizienz und
unterstützen damit den Klimaschutz.

Informationen zu den Ständen und Exponaten des KIT auf der Hannover Messe
finden Sie auch in der digitalen :
https://www.sek.kit.edu/hannovermesse2022.php

Das KIT im „Future Hub“ (Halle 2, Stand B40)

Süddeutsches Klimabüro am KIT: Klimaforschung nutzbar machen für die
Gesellschaft

Wie wirkt sich der globale Klimawandel in einzelnen Regionen aus? Was
können wir tun, um ihn einzudämmen? Und wie können wir uns an die
unvermeidbaren Folgen anpassen? Zu diesen Fragen vermittelt das
Süddeutsche Klimabüro wissenschaftlich fundierte und praxisnahe
Informationen für alle, die in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft planen
und entscheiden. Am Messestand veranschaulicht ein interaktiver Globus die
komplexen Zusammenhänge.

Video „Klimawandel visualisiert“

CEDIM: Gefährdungen verstehen – Risiken abschätzen – Resilienz stärken

Stürme, Überschwemmungen, Erdbeben und andere Extremereignisse fordern
immer wieder viele Todesopfer und verursachen schwere Sachschäden. Solche
Ereignisse werden durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Urbanisierung
und die Abhängigkeit von kritischen Infrastrukturen künftig noch häufiger
auftreten. Das Center for Disaster Management and Risk Reduction
Technology des KIT, kurz CEDIM, forscht zu Ursachen, zur Prävention und
zur Bewältigung natürlicher und technischer Risiken. Am Messestand
präsentiert es seine Arbeit ebenfalls auf dem interaktiven Globus des
Süddeutschen Klimabüros.

Risklayer: Risiken analysieren und reduzieren

Risiken prägen zunehmend unseren Alltag und sind immer präsenter für die
Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Jede Krise, sei sie natürlich oder
vom Menschen gemacht, verlangt das Verständnis unseres individuellen und
gesellschaftlichen Risikos. Die KIT Ausgründung Risklayer modelliert und
analysiert diese Risiken und identifiziert Lösungswege, um zukünftige
Schäden zu reduzieren, die Resilienz zu stärken und Gewinneinbußen in
Folge einer Katastrophe zu verringern. Somit wird eine Risikoabschätzung
in eine konkrete Handlungsempfehlung umgewandelt.

NoPhish: Schutz vor Phishing-E-Mails und anderen betrügerischen
Nachrichten

Betrügerische Nachrichten kommen als E-Mails, aber auch in anderen Formen
daher. Wie Nutzerinnen und Nutzer sie erkennen und sich davor schützen
können, vermittelt das NoPhish Konzept der Forschungsgruppe SECUSO am KIT.
NoPhish umfasst verschiedene Maßnahmen wie Flyer, Schulungsunterlagen,
Erklärvideos, Poster und ein Online-Spiel, die auf das Thema aufmerksam
machen, Wissen vermitteln und erklären, wie Personen, Unternehmen und
Einrichtungen sich schützen können.

Video „Absender prüfen und gefährliche Anhänge erkennen“

Aimino: Hochwertige KI-Anwendungen

Das Start-up, eine Ausgründung aus dem KIT, bietet Unternehmen Tools und
Services für eine effiziente Bereinigung vorhandener Datensätze. Darüber
hinaus kombiniert Aimino die realen Daten mit synthetischen Daten. Diese
schützen vor Datenschutzverletzungen. Mit dem von Aimino angebotenen Tool
Amelia können KI-Ingenieure zeit- und kostensparend an ihre Zwecke
angepasste synthetische Daten generieren.

Research to Business – Technologieangebote des KIT

Research to Business, die Technologiebörse des KIT, ist mit weiteren 90
Technologieangeboten am Stand des KIT vertreten. Sie zeigt Innovationen
aus dem KIT, aus denen marktfähige Produkte und Verfahren entstehen
können.

Das KIT bei den „Energy Solutions“ (Halle 13, Stand D62)

CarbonCycleLab: Energiewende und Kreislaufwirtschaft

Mehrere Institute des KIT verknüpfen im CarbonCycleLab die komplette
Prozesskette des Kohlenstoffkreislaufs der Zukunft: von Rest- und
Abfallstoffen bis zu daraus gewonnenen chemischen Grundstoffen für die
Wiederverwendung in der Chemieindustrie als Ersatz für fossile Rohstoffe.
Damit trägt das CarbonCycleLab dazu bei, die Energiewende mit einer
Kreislaufwirtschaft zusammenzuführen, um zukünftig zu einer
ressourceneffizienten, klimaneutralen und wettbewerbsfähigen Wirtschaft zu
finden. Am Messestand ist ein Modell eines für verschiedene Anwendungen
geeigneten Flugstromvergasers zu sehen; ein interaktiver Tisch erklärt die
Anlage in 3D.

NECOC: Vom klimaschädlichen Treibhausgas zum wirtschaftlich verwertbaren
Material

Ein Konsortium aus Instituten des KIT und Unternehmen hat einen
Prozessverbund entwickelt, mit dem sich negative Emissionen erzielen
lassen. Dabei wird atmosphärisches Kohlenstoffdioxid (CO2) in elementaren
Kohlenstoff (Carbon Black, C) und Sauerstoff (O2) zerlegt. Der feste
Kohlenstoff, der im Prozess in Form von mikrogranularem Pulver anfällt,
wird abgetrennt und anschließend als hochpreisiges Edukt, beispielsweise
in der Gummi-, Bau- oder Elektroindustrie, wirtschaftlich verwertet.
Wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung des Gesamtprozesses ist die
effiziente stoffliche und energetische Kopplung der Teilprozessschritte.

ICODOS: Auf dem Weg zu wettbewerbsfähigen erneuerbaren Kraftstoffen

Eine Technologie, die Kohlendioxidabscheidung und Methanolsynthese
effizient kombiniert und dazu beiträgt, erneuerbare Kraftstoffe
wettbewerbsfähig zu machen, hat die KIT Ausgründung ICODOS entwickelt. Bei
der Umsetzung der Technologie wird sich ICODOS zunächst auf Biogas
konzentrieren, plant aber, sie auch für andere CO2-Punktquellen verfügbar
zu machen, beispielsweise für die Zementindustrie. Eine Pilotanlage
befindet sich aktuell im Bau und wird am KIT in das Energy Lab 2.0
integriert.

Research to Business – Technologieangebote des KIT

Research to Business, die Technologiebörse des KIT, ist mit weiteren 30
Technologieangeboten am Stand des KIT vertreten. Sie zeigt Innovationen
aus dem KIT, aus denen marktfähige Produkte und Verfahren entstehen
können.

Das KIT bei weiteren Themenständen


Eine Reihe weiterer aktueller Themen unter anderem aus der
Mobilitätsforschung stellen das KIT und seine Partner am Stand von Baden-
Württemberg International (Halle 12, Stand D15) vor.

So stellt der Demonstrator des Projekts „H2Rhein-Neckar“ einen Modell-
Betriebshof für alternative Antriebe in Heidelberg dar und zeigt die
Wasserstoffbetankung und das Nachladen der Batterie bei Brennstoffzellen-
Range-Extender-Bussen. Das Institut für Technik der
Informationsverarbeitung (ITIV) des KIT bringt sich bei der Optimierung
der Betriebsstrategie der Fahrzeuge mit neuesten KI-Verfahren ein.

Der InnovationsCampus Mobilität der Zukunft (ICM) des KIT und der
Universität Stuttgart zeigt ein Modell eines Einsitzers für kleine,
effiziente Stadtfahrzeuge, der als Versuchsträger zur Erprobung von
neuartigen Technologien wie additive Fertigung, Leichtbau mit
Fasermaterialien oder neuartige Antriebskomponenten dient. Solche
Fahrzeuge sollen auch in autonomen Car-Sharing-Flotten zur vernetzten
Mobilität der Zukunft beitragen.

Darüber hinaus präsentiert der ICM einen Laufband-Demonstrator des
Partners ITIV, der die Darstellung von realistischen Verkehrsszenarien mit
Modellfahrzeugen im Maßstab 1:14 ermöglicht. Über Sensoren erkennen die
Fahrzeuge ihre Umgebung und reagieren auf diese.

Außerdem präsentiert INERATEC nachhaltige Kraftstoffe und Chemikalien aus
Wasserstoff und CO2. Die Ausgründung aus dem KIT entwickelt modulare
Chemieanlagen für Power-to-X- und Gas-to-Liquid-Anwendungen. Wasserstoff
aus regenerativen Quellen und Treibhausgase wie CO2 werden in E-Kerosin,
CO2-neutrales Benzin oder sauberen Diesel umgewandelt.

Das KIT im Konferenzprogramm

Hannover Messe Main Stage, Halle 18, H'Up

Montag, 30.05.2022, 14:00 bis 14:45 Uhr: „Next Generation Manufacturing —
Erfolgsfaktoren in der Produktion nutzen“. Podiumsdiskussion zum Thema
"Additive Fertigung" u. a. mit Professorin Gisela Lanza vom KIT

Dienstag, 31.05.2022, 14:00 bis 17:00 Uhr: „Lightweighting Summit“. An der
Konferenz unter Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert
Habeck nimmt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka als Referent
teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Themen Leichtbau und
Wasserstofftechnologien.

Tech Transfer Conference Stage, Halle 2, Stand A60

Montag, 30.05.2022, 11:40 Uhr: „Naturkatastrophen können uns alle
treffen“. Professor Michael Kunz vom KIT sensibilisiert in seinem Vortrag
für ein richtiges Handeln im Katastrophenfall.

Montag, 30.05.2022, 12:55 Uhr: „Nachhaltig ist noch lange nicht
resilient“. Dr. Andreas Schäfer vom KIT erklärt, warum Resilienz den
Unterschied machen kann zwischen Niedergang und einer Rückkehr zur
Normalität.

Dienstag, 31.05.2022, 09:55 Uhr: „Anwendung von regionalen Klimamodellen
zur Zukunftssicherung am Beispiel der Forstwirtschaft“. Gemeinsamer
Beitrag von Dr. Hans Schipper vom KIT und Dr. Thomas Freudenmann von der
EDI GmbH, einer Ausgründung aus dem KIT.

Mittwoch, 01.06.2022, 15:05 Uhr: „Datenzentrierte Künstliche Intelligenz“.
Wie Unternehmen die Hoheit über ihre Daten behalten können, erklärt Dr.
Duc Tam Nguyen von der Aimino GmbH, einer Ausgründung aus dem KIT

Diese und weitere Vorträge unter:
https://www.sek.kit.edu/hannovermesse2022.php?tab=%5B6540%5D#tabpanel-6540
(or)

Weitere Informationen:

Digitale Pressemappe des KIT zur Hannover Messe 2022:
https://www.sek.kit.edu/hannovermesse2022.php

Aktuelle Ausgabe des Forschungsmagazins lookKIT mit den Themen zur
Hannover Messe: https://www.sek.kit.edu/downloads/lookkit-202201.pdf

Online-Dossier „Nachhaltig digital“: https://www.kit.edu/kit/nachhaltig-
digital.php


Hannover Messe 2022: https://www.hannovermesse.de
Lightweighting Summit des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Klimaschutz: https://www.hannovermesse.de/de/presse/pressemitteilungen
/hannover-messe/lightweighting-summit-stellt-leichtbau-wasserstoff-in-

mittelpunkt

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