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Hautkrebsprävention: Bundesweites Sonnenschutzprojekt für Grundschüler der 1. und 2. Klassen gestartet

Schüler der 61. Grundschule in Dresden freuen sich zusammen mit dem sächsischen Kultusminister Christian Piwarz (Mitte), Schulleiterin Regine Rogalla und Prof. Martin Bornhäuser (NCT/UCC, Uniklinik Dresden) über die Auszeichnung als Sonnenchecker-Schule.  René Jungnickel
Schüler der 61. Grundschule in Dresden freuen sich zusammen mit dem sächsischen Kultusminister Christian Piwarz (Mitte), Schulleiterin Regine Rogalla und Prof. Martin Bornhäuser (NCT/UCC, Uniklinik Dresden) über die Auszeichnung als Sonnenchecker-Schule. René Jungnickel
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Schüler der 61. Grundschule in Dresden freuen sich zusammen mit dem sächsischen Kultusminister Christian Piwarz (Mitte), Schulleiterin Regine Rogalla und Prof. Martin Bornhäuser (NCT/UCC, Uniklinik Dresden) über die Auszeichnung als Sonnenchecker-Schule.  René Jungnickel
Schüler der 61. Grundschule in Dresden freuen sich zusammen mit dem sächsischen Kultusminister Christian Piwarz (Mitte), Schulleiterin Regine Rogalla und Prof. Martin Bornhäuser (NCT/UCC, Uniklinik Dresden) über die Auszeichnung als Sonnenchecker-Schule. René Jungnickel

Erste Sonnenchecker-Schule ausgezeichnet / Sächsischer Staatsminister für
Kultus, Christian Piwarz, nimmt Auszeichnung mit Schülerinnen und Schülern
der 61. Grundschule in Dresden entgegen

Das Projekt „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN – Für Grundschulen“ vermittelt
Schülern der Klassen 1 und 2 in speziell konzipierten Unterrichtseinheiten
Wissen über die schädliche Wirkung von UV-Strahlung und über geeigneten
Sonnenschutz. Beim Sonnen-Checker-Rap und einem Apfel-Experiment können
die Schüler das Gelernte mit viel Spaß weiter festigen. Parallel zur
Projektarbeit in den Klassen, entwickeln teilnehmende Schulen ein Konzept,
wie sie Sonnenschutz nachhaltig in ihrer Einrichtung verankern können.

Bundesweit können alle Grundschulen teilnehmen und ein kostenfreies
Projektpaket für Kinder der Klassen 1 und 2 unter
www.ukdd.de/sonnenschutz/grundschule bestellen. Entwickelt wurde das
innovative Programm zur Vorbeugung von Hautkrebs vom Präventionszentrum
des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) im Rahmen
der Kampagne CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN der Deutschen Krebshilfe, in
Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft für Dermatologische Prävention
e.V. (ADP) und der Universität zu Köln/Uniklinik Köln.

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) ist eine
gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des
Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, der Medizinischen
Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und des Helmholtz-Zentrums
Dresden-Rossendorf (HZDR).

„Wir brauchen was? Sonnenschutz!“ rappen die Kinder der Klasse 1a der 61.
Grundschule Heinrich Schütz in Dresden. Als erste Schule wurde die
Grundschule heute von der Deutschen Krebshilfe und ihren Projektpartnern
für die erfolgreiche Teilnahme an dem Projekt „CLEVER IN SONNE UND
SCHATTEN – Für Grundschulen“ ausgezeichnet. Kern des Projekts sind zwei
Unterrichtseinheiten rund um das Thema Sonnenschutz, die sich in den
Unterricht integrieren lassen. Das Schul-Projekt baut auf dem Programm
„CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN für Kitas“ auf, das in den vergangenen zwei
Jahren bereits Kindertageseinrichtungen in ganz Deutschland mit über 3.000
kostenfreien Projekt-Paketen erreichte. Während das richtige
Sonnenschutzverhalten im Kita-Bereich spielerisch durch einen Clown
vermittelt wird, erfahren die Grundschüler, dass es verschiedene Arten von
Strahlung gibt, die sich unterschiedlich auf unsere Haut auswirken. Mit
einer Checkliste prüfen sie eigenverantwortlich in einem Zeitraum von zwei
Wochen vor jeder Pause, ob sie alle Regeln für den Sonnenschutz – wie
Eincremen und das Tragen eines Sonnenhuts – beachtet haben.

Die 61. Grundschule in Dresden hat als Pilotschule bei der Entwicklung des
Programms mitgewirkt und in dessen Rahmen zwei Projektwochen initiiert
sowie eine individuelle Sonnenschutzstrategie erarbeitet. „Der Schutz vor
zu viel UV-Strahlung ist für uns alle, aber vor allem für unsere Kinder,
ein wichtiges Thema zur Prävention von Hautkrebs. Die Schule kann einen
Beitrag leisten, indem sie das Verhalten und die Rahmenbedingungen zum
Sonnenschutz stärkt. Ich gratuliere der 61. Grundschule zu dieser
Auszeichnung und freue mich über das Engagement zum UV-Schutz“, sagt der
sächsische Staatsminister für Kultus, Christian Piwarz.

„Wichtig war uns bei der Programmentwicklung, UV-Schutz altersgerecht,
unterhaltsam und in einer für den Sachkundeunterricht geeigneten Form in
die Schulen zu bringen. Schüler beobachten beispielsweise über mehrere
Tage hinweg, wie sich die Schale eines im Schatten liegenden Apfels im
Vergleich zu einem Apfel verändert, der starkem Sonnenlicht ausgesetzt
ist“, erklärt Michaela Wolff vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen
Dresden (NCT/UCC). Das kostenfreie Projektpaket enthält Anregungen zum
Planen einer Sonnenschutzstrategie, Tipps zur Umsetzung von UV-Schutz im
Alltag von Schule und Ganztag sowie Lehrmaterialien, mit denen die Kleinen
zu Sonnen-Checkern werden.

Schulen, die das Programm durchgeführt haben und richtigen UV-Schutz
dauerhaft auf ihre Agenda setzen, können sich als Zeichen ihres
Engagements auszeichnen lassen – sichtbar mit einem Schild für den
Eingangsbereich sowie für die Website. „Wir sprechen das Thema
Sonnenschutz künftig regelmäßig auf Elternabenden an und integrieren die
Projektwochen  jährlich in den Unterricht“, sagt Regine Rogalla, die
Schulleiterin der 61. Grundschule. „Dass wir die erste ausgezeichnete
Schule sind, freut uns sehr.“ Auch in die Kooperationsvereinbarung
zwischen Schule und Hort wird der UV-Schutz aufgenommen. Micha Ahrens von
der Diakonie Dresden und Leiter des Hortes an der 61. Grundschule,
erläutert: „Die Kinder sind gerade während der Hortzeit am Nachmittag viel
draußen auf dem Schulgelände unterwegs. Wir im Hort unterstützen die
Kinder darin, das Gelernte umzusetzen. Bei der nächsten Novellierung des
Sächsischen Bildungsplans werden wir uns zudem dafür einsetzen, das Thema
Sonnenschutz in diesen Leitfaden für pädagogische Fachkräfte aufzunehmen.“

„Für die Deutsche Krebshilfe ist das CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN-Programm
für Grundschulklassen 1 und 2 einer von vielen Bausteinen der
Krebsprävention, der wir uns gemeinsam mit unseren Partnern stellen“,
betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.
Auch Susanne Klehn, die Botschafterin der Deutschen Krebshilfe für
Hautkrebsprävention, ist begeistert: „Als Hautkrebspatientin weiß ich, wie
wichtig Sonnenschutz ist. UV-Schutz muss bei den Kleinsten beginnen, um
Hautkrebs im Erwachsenenalter vorzubeugen. Ich freue mich riesig mit den
Schülerinnen und Schülern sowie der ganzen 61. Grundschule und gratuliere
herzlichst zu der Auszeichnung!“

„UV-Schäden, die in der Kindheit und Jugend erworben werden, sind
maßgeblich für die Entstehung von Hautkrebs in späteren Lebensjahren
verantwortlich“, sagt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der
ADP. Hautkrebs zählt bundesweit zu den häufigsten Krebserkrankungen. Über
272.000 Menschen erkranken derzeit jährlich daran, mehr als 37.000 davon
am malignen Melanom, dem schwarzen Hautkrebs. „Wir sind überzeugt, dass
diese Zahlen durch Präventionsmaßnahmen deutlich gesenkt werden können und
müssen“, so Breitbart. Davon geht auch Professor Dr. Martin Bornhäuser,
Mitglied im geschäftsführenden Direktorium des NCT/UCC, aus: „Unser gut
etabliertes Programm für Kitas wurde im vergangenen Jahr für seine
Qualität mit dem Hufeland-Preis ausgezeichnet. Ich freue mich, dass das
CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN-Programm wächst und wir bundesweit neben
Kitas auch Schulen erreichen können. Welcher Stellenwert der Prävention in
der Onkologie zukommt, wird in Dresden gerade durch den Aufbau einer DKFZ-
Außenstelle für Zukunftstechnologien zur verbesserten Prävention und
Behandlung von Krebserkrankungen deutlich“, so Bornhäuser.

Gefördert wird das „CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN – Für Grundschulen,
Klassen 1 und 2“-Programm auch durch die BAHN-BKK. „Prävention ist uns
eine Herzensangelegenheit und wir sind davon überzeugt, dass man damit
nicht früh genug anfangen kann“, sagt Hanka Knoche, Vorstand der BAHN-BKK.
„Die UV-Strahlung ist einer der größten Risikofaktoren für die Entstehung
von Hautkrebs, daher ist die Aufklärung und Sensibilisierung von Kindern
und deren Eltern extrem wichtig. Von den zielgerichteten und
bedarfsgerechten Konzepten für Kitas und Schulen der CLEVER IN SONNE UND
SCHATTEN-Programme sind wir absolut überzeugt“. Seit 2018 ist die BAHN-BKK
Partnerin der CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN-Kampagne.

Bestellung von Materialien:
Schulen und Ganztagseinrichtungen, die sich für das Projektpaket
interessieren, können dies kostenfrei unter
www.ukdd.de/sonnenschutz/grundschule bestellen. Dort und auf der
Internetseite der Deutschen Krebshilfe www.krebshilfe.de/uv-schutz stehen
weitere Materialien zum Download bereit. Materialien für den Unterricht in
3. und 4. Klassen können bei den Projektpartnern von der Universität zu
Köln / Uniklinik Köln unter www.die-sonne-und-wir.de bestellt werden.
Interessierte Kitas können ein kostenfreies Projektpaket unter
www.SonnenschutzClown.de bestellen.