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Herzzentrum Bad Oeynhausen erweitert seine OP-Kapazitäten

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•       Zwei hochmodern ausgestattete OP-Säle nehmen am HDZ NRW ihren
Betrieb auf
•       Dr. Karin Overlack: „Investition in Sicherheit und
Behandlungsqualität“

Innerhalb von nur fünf Wochen hat das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ
NRW), Bad Oeynhausen, einen zweiten Hybrid-OP-Saal eingerichtet und in
Betrieb genommen. Zeitgleich wurde der bereits vorhandene Hybrid-OP-Saal
mit modernster Medizintechnik aufgerüstet.

Fast zwei Mio. Euro hat das Uniklinikum investiert, das als eines der
größten und modernsten deutschen Zentren seiner Art einschließlich
Diabetologie jährlich rund 15.000 Patienten stationär versorgt, davon an
die 4.000 Patienten mittels großer herzchirurgischer Operationen und rund
9.000 Patienten mit Herzkathetereingriffen.
Insgesamt stehen am HDZ NRW acht Operationssäle auf einer Ebene zur
Verfügung, hinzu kommt ein Not-OP für Akuteingriffe auf der
herzchirurgischen Intensivstation. Das OP-Zentrum mit Hybrid-OP wurde 2012
im Zuge einer Neubau-Maßnahme im Untergeschoss des Klinikums eingerichtet.
Weitsichtig war damals bereits die Erweiterung um einen zweiten Hybrid-OP
vorgesehen worden, für den eine Raumgröße von mehr als 70 Quadratmetern
notwendig ist. Dieser bisher ausschließlich für herzchirurgische
Operationen genutzte, große Saal wurde mit der jetzt erfolgten technischen
Ein- und Aufrüstung zum zweiten High-Tech-Hybrid-OP-Saal im HDZ NRW.

Mit der Investition in die medizintechnische Ausstattung des Herzzentrums
reagiert das HDZ NRW auf die steigende Nachfrage nach schonenden und
komplexen, kombinierten chirurgisch-kardiologischen Verfahren. Neben der
konventionellen Herz-OP-Vollausstattung stehen in den beiden Hybrid-
Operationssälen bodenmontierte Cardio-Angio-Röntgenanlagen zur Verfügung.
Ein Roboterarm erlaubt hier jeweils auch rotationsangiographische
Untersuchungen.

„Die zukunftsweisende Medizintechnik nach neuestem Stand vereint einen
klassischen chirurgischen Operationssaal mit der Diagnostik per Bildgebung
plus interventiv-kardiologischem Verfahren. Das bedeutet für den Patienten
eine hohe Sicherheit und Qualität der Behandlung“, erläutert HDZ-
Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack die Erweiterungsmaßnahme. Das enge
Zusammenspiel der Spezialisten ist dabei im HDZ NRW eine seit vielen
Jahren bewährte Praxis. „Zum Beispiel führen unsere Herzteams im TAVI-
Zentrum sehr viele kathetergeführte Implantationen der Aortenklappe
durch“, beschreiben Prof. Dr. Jan Gummert und Prof. Dr. Volker Rudolph die
Zusammenarbeit von Herzchirurgen und Kardiologen. „Der Eingriff wird am
schlagenden Herzen vorgenommen, die defekte Klappe kann mit dem Katheter
erreicht und dort die Katheterklappe eingesetzt werden. Von diesem
schonenden TAVI-Verfahren profitieren vor allem ältere Patienten.
Insgesamt verkürzt der Eingriff im Hybrid-OP den stationären Aufenthalt
meist auf wenige Tage.“ Eine ebenso enge Zusammenarbeit gibt es im
Kinderherzzentrum des HDZ NRW: Dr. Eugen Sandica und Prof. Dr. Stephan
Schubert führen im Hybrid-OP-Saal sehr komplexe Operationen in Kombination
mit Herzkatheterverfahren durch.

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Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und
Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-
Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen mit 35.000 Patienten pro Jahr, davon
14.600 in stationärer Behandlung, zu den größten und modernsten Zentren
seiner Art in Europa. Unter einem Dach arbeiten fünf Universitätskliniken
und Institute seit über 35 Jahren interdisziplinär zusammen. Das HDZ NRW
ist Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum.