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Bundesweiter Wettbewerb Suchtprävention

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Für „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention" sind in Berlin
elf Kommunen im Rahmen des 8. bundesweiten Wettbewerbs Kommunale
Suchtprävention ausgezeichnet worden. Dieser hat zum Ziel, wirksame
kommunale Projekte der Suchtvorbeugung herauszustellen, um andere Kommunen
zur Nachahmung anzuregen.

Die Bandbreite der Suchtpräventionsmaßnahmen ist groß. Sie reicht von
Maßnahmen, die dazu beitragen, Substanzkonsum zu mindern, über die
Einführung eines Qualitätsmanagements und den Aufbau nachhaltiger
Strukturen bis hin zu Ansätzen, die suchtbelastete Familien in den Blick
nehmen.

Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Erfolgreich ist
Suchtprävention vor allem dann, wenn sie Menschen direkt vor Ort, in ihrem
unmittelbaren Lebensumfeld erreicht. Dazu leisten viele Kommunen mit
tollen Projekten einen essentiellen Beitrag. Die eingereichten Konzepte
zeigen sehr eindrucksvoll, wie vor Ort wirkungsvolle Suchtprävention auf
innovative Weise angeboten wird. Wirksame Suchtprävention muss auch in
Zukunft gesichert sein und dafür bedarf es eines starken, finanziell und
personell gut ausgestatteten Suchthilfesystems in den Kommunen. Für ihr
suchtpräventives Engagement – gerade jetzt in der Coronapandemie – danke
ich den ausgezeichneten Kommunen und allen Beteiligten, insbesondere den
vielen ehrenamtlich Unterstützenden. Bitte begleiten Sie die Menschen vor
Ort weiter so engagiert und leisten Sie auch in Zukunft Ihren Beitrag für
ein gesundes Leben!“

Prof. Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA): „Die hohe Qualität der von den Kommunen vorgeschlagenen
Beiträge spricht für sich. Vielfach werden neue, innovative Ansätze
gewählt, mit denen auf sich ändernde Herausforderungen für die
Suchtprävention vor Ort reagiert wird. Und auch Aktivitäten, die wirksam
sind, da sie passgenaue Zugangswege zu den Zielgruppen nutzen. Diese
Beispiele guter Praxis geben anderen Kommunen Impulse und wertvolle
Anregungen für die Entwicklung eigener, passgenauer Umsetzungsstrategien.
Und eben das ist die Zielsetzung, die wir mit dem Wettbewerb verfolgen.“

Ausgelobt wurde auch ein Sonderpreis der gesetzlichen Krankenkassen zum
Thema „Gesundheitsförderung und Prävention für Kinder aus suchtbelasteten
Familien“. Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-
Spitzenverbandes: „Kindern aus suchtbelasteten Familien zu helfen ist eine
ganz besondere Herausforderung für die Kommunen. Deshalb zeichnen wir in
diesem Jahr Kommunen aus, die sich in diesem Bereich nachhaltig
engagieren. Darüber hinaus können alle deutschen Landkreise und
kreisfreien Städte, die entsprechende Projekte für diese Zielgruppe neu
anbieten oder bestehende erweitern möchten, hierfür eine Unterstützung
durch das GKV-Bündnis für Gesundheit erhalten (http://www.gkv-
buendnis.de).“

Der diesjährige Wettbewerb hat die Wirksamkeit der suchtpräventiven Arbeit
in den Kommunen in den Vordergrund gestellt. Die Bandbreite der
Suchtpräventionsmaßnahmen vor Ort ist groß. Sie reicht von Maßnahmen, die
dazu beitragen, Substanzkonsum und seine Folgen zu mindern, über die
Einführung eines Qualitätsmanagements und den Aufbau nachhaltiger
Strukturen bis hin zu Ansätzen, die suchtbelastete Familien in den Blick
nehmen, um das Weitergeben von Suchterkrankungen in die nächste Generation
zu vermeiden.

Der Wettbewerb ist mit 51 Beiträgen auf bundesweit breite Beteiligung
gestoßen. Eine Jury aus Wissenschaft und Praxis hat die
Wettbewerbsbeiträge bewertet und die Preisträger ausgewählt. Für die
prämierten Beiträge hat die BZgA ein Preisgeld in Höhe von insgesamt
60.000 Euro zur Verfügung gestellt. Hinzu kommt der vom GKV-Spitzenverband
zur Verfügung gestellte Sonderpreis in Höhe von 20.000 Euro.

Folgende Kommunen wurden für ihre vorbildlichen Aktivitäten ausgezeichnet:

Kreisfreie Städte
Freie Hansestadt Bremen (10.000 Euro)
Stadt Delmenhorst (7.500 Euro)
Stadt Dortmund (7.500 Euro)

Kreisangehörige Städte und Gemeinden
Stadt Pfullendorf (10.000 Euro)
Stadt Zeitz (7.500 Euro)

Landkreise
Landkreis Trier-Saarburg (10.000 Euro)
Landkreis Schweinfurt (7.500 Euro)

Sonderpreis der Krankenkassen
Stadt Bielefeld (5.000 Euro)
Landeshauptstadt Dresden (5.000 Euro)
Stadt Leipzig (5.000 Euro)
Oberbergischer Kreis (5.000 Euro).

Die Preisverleihung erfolgte gestern Abend in Berlin unter Beteiligung von
Daniela Ludwig, Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss und Gernot Kiefer. Die
Preisträger-Kommunen waren per Video zugeschaltet.

Die Aufzeichnung des Video-Streams der Veranstaltung ist abrufbar unter:
https://youtu.be/dof9A7qzPCY

Weitere Informationen zum Wettbewerb und den ausgezeichneten kommunalen
Projekten sowie eine Dokumentation der eingereichten Beiträge zum Download
finden Sie unter: http://kommunale-suchtpraevention.de

Die Dokumentation kann kostenlos bestellt werden unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Der Bundeswettbewerb wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu)
inhaltlich und organisatorisch betreut.