Gemeinsam stark für die Einheit der Inneren Medizin: DGIM veröffentlicht Imagefilm
Die DGIM ist mit über 27 000 Mitgliedern eine der größten und
traditionsreichsten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in
Europa. Sie vereint alle 11 medizinischen Schwerpunkte des Fachgebiets von
Angiologie bis Rheumatologie unter ihrem Dach. Seit ihrer Gründung vor 138
Jahren in Wiesbaden steht sie für die Einheit in der Inneren Medizin –
etwa für fachübergreifendes Handeln innerhalb der Disziplinen zum Wohl des
Patienten. In einem aktuell veröffentlichten 3,5-minütigen Film gibt die
DGIM einen kurzen Überblick darüber, wer sie ist, was sie antreibt und was
sie leistet. Das Video ist ab sofort auf der Startseite unter
<www.dgim.de> abrufbar.
„Die meisten internistischen Krankheitsbilder halten sich nicht an die
Grenzen der betroffenen Organe“, sagt Professor Dr. med. Georg Ertl,
Generalsekretär der DGIM aus Würzburg. „Wird etwa das Herz schwach, leidet
die Durchblutung der Nieren, und das Blut staut sich in der Lunge“, nennt
er ein Beispiel. Nierenerkrankungen andererseits gingen häufig mit
Bluthochdruck einher. Deshalb sollten sie auch gemeinsam von den
entsprechenden Fachärzten, etwa im letzteren Fall von Nephrologen und
Kardiologen, behandelt werden.
Diese Zusammenhänge bei vielen Krankheiten erkannte schon der
Gründungsvater der DGIM, Professor Dr. med. Friedrich Theodor Frerichs.
Unter anderem deshalb gründete er 1882 in Wiesbaden die Deutsche
Gesellschaft für Innere Medizin und rief im selben Jahr vor Ort den ersten
Internistenkongress ins Leben. „Ich fordere Sie auf, an der Einheitsidee
des menschlichen Organismus festzuhalten und diese Idee auszuarbeiten“,
wird er aus seiner Eröffnungsrede des Kongresses im Imagefilm zitiert.
Diese Einheitsidee in der Inneren Medizin sei aktueller denn je, findet
auch Universitäts-Professor Dr. med. Jürgen Floege, 1. stellvertrender
Vorsitzender der DGIM aus Aachen: „Je tiefer das Wissen geht und je mehr
Spezialisten in den medizinischen Einzel-Fachgebieten tätig sind, desto
mehr brauchen wir auch die allgemeinen Internisten.“
Die DGIM vertritt deshalb die Interessen der gesamten Inneren Medizin.
Ständige Kommissionen unterstützen Vorstand und Ausschuss in der Erfüllung
ihrer wissenschaftlichen, wissenschaftspolitischen und berufspolitischen
Aufgaben, wie im Imagefilm deutlich wird. Sie erarbeiten Stellungnahmen,
Resolutionen oder Positionspapiere zu Themen wie „Klug entscheiden in der
Medizin“, Arzneimitteltherapie und -sicherheit, Struktur- und
Krankenversorgung und zu digitaler Transformation. „Dank ihrer Übersicht
erkennt die DGIM wichtige fachübergreifende und interdisziplinäre Themen
frühzeitig und ist Initiatorin bahnbrechender Kampagnen“, so Universitäts-
Professor Dr. med. Sebastian Schellong, DGIM-Vorsitzender 2020/2021. Der
von der DGIM formulierte Ärzte-Codex etwa gibt Ärzten Rückhalt für ein
patientenorientiertes Handeln in Zeiten zunehmenden ökonomischen Drucks.
Im Zentrum der Arbeit steht auch der jährliche Internistenkongress. Jedes
Frühjahr diskutieren in der Gründungsstadt Wiesbaden rund 8500 Besucher,
darunter Ärzte, Wissenschaftler und Vertreter angrenzender Berufe, vier
Tage lang die aktuellsten und relevantesten Entwicklungen der gesamten
Inneren Medizin.
Die DGIM vereint Tradition und Fortschritt und ist dabei auch noch jung:
53 Prozent der Mitglieder sind Assistenzärzte. Ganz oben auf der Agenda
der Fachgesellschaft steht daher die Förderung des medizinischen und
wissenschaftlichen Nachwuchses durch verschiedene Seminar- und
Fortbildungsformate sowie großzügige Forschungsstipendien. Die DGIM
istauch eine der ersten Fachgesellschaften, die sogenannte Clinician
Scientists, klinische Nachwuchsforscher, zu fördern. Auch dies wird im
Film thematisiert.
„Wir sind historisch gesehen die Mutter der einzelnen Organ-
Fachgesellschaften in der Inneren Medizin“, fasst Professor Ertl zusammen.
„Wir verfügen über ein hervorragendes Netzwerk, sind breit aufgestellt,
wissen, wo es den Ärzten unter den Nägeln brennt, und können wirklich
etwas für die Innere Medizin bewegen.“
Mehr über das Selbstverständnis und die Aktivitäten der DGIM finden
Interessierte im Imagfilm der Fachgesellschaft unter: <www.dgim.de>
