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Dresdner Uniklinikum beteiligt sich an Aktion des Deutschen Kinderhospizvereins „Lasst uns Deutschland grün erleuchten“

Das Sächsische Kinderpalliativzentrum des Uniklinikums Dresden beteiligt sich an der Aktion des Deutschen Kinderhospizvereins „Lasst uns Deutschland grün erleuchten“ dazu wird der Eingangsbereich des Universitäts Kinder-Frauenzentrums abgestrahlt.  (bearbeitet) Kirsten Lassig  Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Das Sächsische Kinderpalliativzentrum des Uniklinikums Dresden beteiligt sich an der Aktion des Deutschen Kinderhospizvereins „Lasst uns Deutschland grün erleuchten“ dazu wird der Eingangsbereich des Universitäts Kinder-Frauenzentrums abgestrahlt. (bearbeitet) Kirsten Lassig Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
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Das Sächsische Kinderpalliativzentrum des Uniklinikums Dresden beteiligt sich an der Aktion des Deutschen Kinderhospizvereins „Lasst uns Deutschland grün erleuchten“ dazu wird der Eingangsbereich des Universitäts Kinder-Frauenzentrums abgestrahlt.  (bearbeitet) Kirsten Lassig  Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Das Sächsische Kinderpalliativzentrum des Uniklinikums Dresden beteiligt sich an der Aktion des Deutschen Kinderhospizvereins „Lasst uns Deutschland grün erleuchten“ dazu wird der Eingangsbereich des Universitäts Kinder-Frauenzentrums abgestrahlt. (bearbeitet) Kirsten Lassig Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Das Sächsische Kinderpalliativzentrum am Universitätsklinikum Carl Gustav
Carus Dresden beteiligt sich an der Aktion „Lasst uns Deutschland grün
erleuchten!“ des Deutschen Kinderhospizvereins. Mit dem am 10. Februar
grün angestrahlten Eingangsbereich des Kinder-Frauenzentrums drückt das
Klinikum seine Verbundenheit mit dem Verein und den ehrenamtlich
agierenden Helfenden aus. Allein in Dresden sind darin aktuell 51 Frauen
und Männer organisiert. Sie begleiten Familien mit Kindern beziehungsweise
Jugendlichen, die von lebensverkürzenden Erkrankungen betroffen sind. Die
Helfenden ergänzen die medizinische, pflegerische und sozialdienstliche
Versorgung der zumeist schwerstbehinderten Menschen.

Im Rahmen des Aktionstags werden in Dresden neben dem Uniklinikum auch
Gebäude auf dem Areal des „Kraftwerk Mitte“, der Kulturpalast, der
Hauptbahnhof und das Leibniz-Institut für Festkörper- und
Werkstoffforschung (IFW) Dresden angestrahlt. Die Farbe Grün steht dabei
als Zeichen der Hoffnung und der Solidarität mit den betroffenen Familien.
Zudem machen vier Bäckereien auf das Anliegen aufmerksam, indem sie Brote
mit grünen Banderolen verkaufen.

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst (AKHD) mit Sitz am Dresdner
Fetscherplatz bildet regelmäßig ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter
aus, die Familien betreuen, zu denen Kinder und Jugendliche mit
lebensverkürzenden Erkrankungen gehören. Die ehrenamtlich Tätigen sind
Zuhörende, Gesprächspartnerinnen und -partner, haben Zeit zum Spielen,
oder begleiten bei gemeinsamen Ausflügen. Das Angebot richtet sich nicht
nur an das erkrankte Kind, sondern auch an die Geschwister. Für die Eltern
schaffen die ehrenamtlich Tätigen Freiräume; begleiten sie zu Terminen
oder nehmen Erledigungen ab. Dieses Angebot des Kinder- und
Jugendhospizdienstes ist für die Betroffenen in Dresden und dem Umland
kostenlos.

„Im Großraum Dresden und auch darüber hinaus werden viele Kinder und
Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen initial oder
kontinuierlich in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des
Uniklinikums versorgt“, so Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand
des Universitätsklinikums Dresden. „Um diese Kompetenzen flächendeckend
zur Verfügung zu stellen und zu bündeln, erfolgt diese Versorgung in der
Regie des Mitte 2021 offiziell eröffneten Sächsischen
Kinderpalliativzentrums, dessen Arbeit ein wertvoller Beitrag für die
betroffenen Familien, aber auch für Kooperationspartner in der Region
ist.“ Dabei gehen die Bedürfnisse der betroffenen Familien gehen oft weit
über ärztliche, pflegerische und psychosoziale Aspekte hinaus, die in der
Regel über die zuständigen Kostenträger finanziert werden. Aufgrund der
langjährigen Erfahrungen erkennt das Team des Sächsischen
Kinderpalliativzentrums den Bedarf einer Unterstützung, wie sie vom
Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst geleistet werden kann. „Häufig
bieten wir den betroffenen Familien diesen Dienst offensiv an“, sagt Dr.
Silke Nolte-Buchholtz. Die Leiterin des Sächsischen
Kinderpalliativzentrums schätzt die nunmehr über 15-jährige Zusammenarbeit
mit dem Verein. Ein Zeichen für das vertrauensvolle Miteinander ist die
regelmäßige Teilnahme der drei AKHD-Koordinatorinnen an den
Fallkonferenzen des Zentrums. Beim kontinuierlichen Austausch wird nicht
nur über gemeinsam betreute Patienten und Familien gesprochen. Hier
entscheiden die Teams beider Institutionen auch darüber, ob den vom
Kinderpalliativzentrum versorgten Kindern und ihre Familien das Angebot
des AKJHD gemacht werden soll und ob die von dem ehrenamtlichen Dienst
begleiteten Familien der Palliativmedizin bedürfen.

Der Aktionstag „Lasst uns Deutschland grün erleuchten!“

Die Kinder- und Jugendhospizarbeit soll mit einer bundesweiten Aktion
einmal im Jahr in ganz Deutschland sichtbar gemacht werden. Anlass ist der
vom Deutschen Kinderhospizverein e. V. initiierte „Tag der
Kinderhospizarbeit“ am 10. Februar, ein bundesweiter, jährlich
stattfindender Gedenktag, der auf die Situation von jungen Menschen mit
lebensverkürzender Erkrankung aufmerksam macht. Die Farbe Grün hat für den
Deutschen Kinderhospizverein e. V., als Wegbereiter der Kinder- und
Jugendhospizarbeit in Deutschland, eine wichtige, symbolische Bedeutung.
Jährlich beteiligen sich immer mehr Menschen, öffentliche wie private
Einrichtungen an der Beleuchtungsaktion und setzen bundesweit ein starkes
Signal der Verbundenheit und Solidarität. Darunter sind auch der Rheinturm
in Düsseldorf, das Kleisthaus in Berlin, die Jahrhunderthalle in Bochum,
das Historische Museum in Frankfurt, der Maximilianpark in Hamm.

In diesem Jahr ist erstmals Dresden mit dabei. Teilnehmen werden der
Kulturpalast, das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung
(IFW) Dresden, das Sächsische Kinderpalliativzentrum des
Universitätsklinikums Dresden (Eingang des Universitäts Kinder-
Frauenzentrums – Haus 21) sowie der Dresdner Hauptbahnhof. Darüber hinaus
leuchten auf dem Gelände des Kraftwerk Mitte die Staatsoperette, das
„theater junge generation“, das Haus der Medienkultur sowie das
Energiemuseum ab 17 Uhr zum Sonnenuntergang in Grün. Der Aktionstag
erinnert an die Gründung des Deutschen Kinderhospizvereins e.V., der am
10. Februar 1990 erfolgte. Seit vielen Jahren finden an diesem Tag
besondere Aktionen statt. Es geht vor allem darum, auf die Lage der
erkrankten Kinder und ihrer Familien aufmerksam sowie die Arbeit der
Hospizdienste bekannter zu machen.

Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Dresden (AKHD)

Der Dienst wurde 2006 unter dem Dach des Deutschen Kinderhospizverein e.V.
gegründet. Der gemeinnützige, auf Spenden angewiesene Verein begleitet
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden
Erkrankung ebenso wie deren Familien. Ab dem Zeitpunkt, an dem die
Diagnose feststeht, können die Ehrenamtlichen die Betroffenen und ihre
Familien begleiten – im Leben, im Sterben und über den Tod des Kindes
hinaus. Aktuell begleitet der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst
Dresden 27 Familien in der Landeshauptstadt und im Umkreis von 50
Kilometern.