Parkinson verstehen und stoppen:
Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen fördert
Wissenschaft und Nachwuchs mit Preisen in Höhe von 310.000 Euro
Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) hat
auf dem Deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen 2022
mehrere Preise zur Förderung vielversprechender Forschungsprojekte in Höhe
von insgesamt 310.000 Euro verliehen. Drei junge Forscherinnen und
Forscher erhielten im Rahmen der Nachwuchsförderung jeweils 100.000 Euro,
um die unabhängige Durchführung ihrer Projekte zu ermöglichen. Vier
weitere wurden für ihre abgeschlossenen Arbeiten mit dem DPG-
Wissenschaftspreis geehrt, der mit jeweils 2.500 Euro dotiert ist.
Als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft ist es das Ziel der
DPG, den Fortschritt der Parkinson-Forschung voranzutreiben und zur
Entwicklung neuer, verbesserter diagnostischer Methoden und Therapien
beizutragen. Die DPG finanziert sich ausschließlich durch Spenden, die
Preise wurden von der DPG ohne weitere Partner gestiftet.
„Mit der DPG-Nachwuchsförderung wollen wir die Unabhängigkeit junger
Wissenschaftler:innen bei der Durchführung ihrer Projekte gewährleisten.
Aufgrund der Vielzahl spannender Bewerbungen haben wir drei statt zwei
besonders interessante Forschungsprojekte ausgewählt“, sagt Prof. Günter
Höglinger vom DPG-Vorstand. Mit je 100.000 Euro ausgezeichnet wurden:
- Dr. med. Kevin Peikert, Rostock (LipiSYN: Untersuchung des Zusammenhangs
zwischen Störungen der Membranlipiddynamik und der α-Synuclein-
Proteostase)
- Dr. med. Josefine Waldthaler, Marburg (Longitudinal Changes in
Performance Monitoring for Detection of Medication-induced Impulsivity in
early Parkinson’s Disease)
- Dr. med. Isabel Friedrich, Leipzig (Predicting outcome of cerebrospinal
fluid shunt surgery from EMG and kinematic pattern analysis in patients
with normal pressure hydrocephalus: A machine learning approach)
Parkinson-Forschung durch innovative Ideen bereichern
Der DPG-Wissenschaftspreis ist mit je 2.500 Euro dotiert. Er wird alle
zwei Jahre verliehen und prämiert abgeschlossene Arbeiten aus der
klinischen und grundlagenorientierten Forschung zum Parkinson-Syndrom, die
der Ursachenklärung, der Verbesserung diagnostischer Methoden und der
Entwicklung neuer und verbesserter Therapien dienen.
Nachwuchswissenschaftler:innen werden besonders berücksichtigt. In einem
strukturierten Auswahlverfahren konnten sich folgende Kandidat:innen
durchsetzen:
- Dr. med. Alexander Böcker, Berlin (Increased LRRK2 kinase activity
alters neuronal autophagy by disrupting the axonal transport of
autophagosomes)
- Dr. med. Mareike Fauser, Rostock (Subthalamic nucleus deep brain
stimulation induces sustained neurorestoration in the mesolimbic
dopaminergic system in a Parkinson’s disease model)
- Dr. med. Stephan Greten, Hannover (Safety and Tolerability of
Pharmacotherapies for Parkinson’s Disease in Geriatric Patients)
- Dr. med. Lea Krey, Hannover (Patientensicherheit aus der Dose:
Implementierung und Evaluation der Notfalldose für geriatrische,
polypharmazierte PatientInnen zur Verbesserung von Therapiesicherheit und
Patientenautonomie)
„Die eingereichten Forschungsprojekte haben uns durch hohe fachliche
Qualität, eine beeindruckende methodische Vielfalt und einen
ausgesprochenen wissenschaftlichen Innovationscharakter überzeugt. Wir
wünschen den Preisträgerinnen und Preisträgern viel Erfolg bei ihren
Projekten und ermutigen weitere Kandidatinnen und Kandidaten, sich mit
innovativen Forschungsvorhaben zu bewerben“, sagt Prof. Höglinger.
Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und
Bewegungsstörungen e.V. (DPG)
c/o albertZWEI media GmbH
Dipl.-Biol. Sandra Wilcken
Tel.: +49 (0) 89 46148622; E-Mail: <presse@parkinson-gesellschaft
https://parkinson-gesellschaft
Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG)
fördert die Erforschung der Parkinson-Krankheit und verbessert die
Versorgung der Patientinnen und Patienten. Organisiert sind in der
wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaft Parkinson-Ärzt:innen sowie
Grundlagenforscher:innen. Die Zusammenarbeit dieser beiden Zweige ist
entscheidend für die Fortschritte in Diagnostik und Therapie.
https://parkinson-gesellschaft
Die DPG finanziert sich ausschließlich über Spenden. Jeder finanzielle
Beitrag bringt die Erforschung der Parkinson-Krankheit einen Schritt
voran. Auf der neuen Website https://parkinson-gesellschaft
Interessierte unkompliziert eine Online-Spende durchführen.
1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Alexander Storch, Rostock
2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Günter Höglinger, Hannover
3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Joseph Claßen, Leipzig
Schriftführer: Prof. Dr. med. Rüdiger Hilker-Roggendorf, Recklinghausen
Schatzmeister: Prof. Dr. med. Dirk Woitalla, Essen
Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. (DPG)
Hauptstadtbüro, Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, E-Mail: <info@parkinson-
gesellschaft.de>
