Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen feiert ersten Geburtstag
Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen (LfGA
NRW) feiert einjähriges Bestehen. Seit Gründung im Juli 2025 fördert die
neue Landesoberbehörde einen zukunftsorientierten, gut vernetzten
Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) sowie einen handlungsstarken,
verantwortungsvollen Arbeitsschutz. Mit dem Ziel, die Versorgung der
Menschen in NRW zu stärken, unterstützt das LfGA NRW Kommunen, Behörden
und Institutionen.
Geschaffen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Arbeit,
Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (MAGS), bündelt das Landesamt
die Fachkompetenzen des ehemaligen Landeszentrums Gesundheit NRW und des
ehemaligen Landesinstitutes für Arbeitsschutz und Arbeitsgestaltung NRW.
Rund 300 Mitarbeitende am Hauptstandort Bochum, in Düsseldorf und Münster
sind im LfGA NRW tätig.
LfGA-Präsidentin Dr. Simone Gurlit betont: „Gesundheit und Arbeitsschutz
gehen Hand in Hand, wenn Aktions- und Handlungsfelder wirkungsvoll
miteinander verknüpft werden. Wir wollen Akteure verbinden und die
Vernetzung vertiefen, damit die Menschen in NRW möglichst gesund leben und
arbeiten können.“
Im Bereich Gesundheit berät und unterstützt das LfGA NRW die
Landesregierung, Behörden und Einrichtungen sowie Kommunen und
Fachverbände in NRW unter anderem in Fragen der Gesundheitspolitik und bei
der Entwicklung von Versorgungsstrukturen. Außerdem ist das Landesamt
fachliche Leitstelle für den ÖGD und übernimmt die Koordinierungs- und
Schnittstellenfunktion zwischen Landesverwaltung und Akteurinnen und
Akteuren des Gesundheitswesens. Essenzielle Themenfelder sind z. B. der
Gesundheitsschutz der Bevölkerung, speziell vor übertragbaren
Infektionskrankheiten, die Gesundheitsvorsorge und die
Arzneimittelsicherheit.
Seit Gründung des LfGA NRW werden regelmäßiger Austausch und Vernetzung
mit den Gesundheitsämtern in NRW weiter gestärkt. Gelebt wird dies durch
den Aufbau und die Vertiefung von Abstimmungswegen und durch Vor-Ort-
Besuche.
Im Rahmen der Gesundheitsförderung und Prävention werden die
Gesundheitsämter in ihrer koordinierenden Rolle und bei der Umsetzung
einer gesundheitsförderlichen Kommunalentwicklung unterstützt, etwa durch
Qualifizierung und Beratung. Das gemeinsame Vorhaben: Gesundheitsrisiken
zu minimieren und Gesundheitsressourcen zu stärken. Das im Januar 2026
eingeführte und quartalsweise erscheinende digitale Informationsformat
„Kompass Gesundheitsförderung“ zeigt Wissenswertes aus Praxis und
Wissenschaft rund um die Thematik auf.
In enger Abstimmung mit dem MAGS übernimmt das LfGA NRW die Koordination
des gesundheitsbezogenen Hitzeschutzes in Nordrhein-Westfalen. Dafür ist
unter anderem die Landeskoordinierungsstelle am LfGA NRW eingerichtet, die
das Angebot an Materialien zur Stärkung des Hitzeschutzes kontinuierlich
ausweitet. Die Bedeutung der angebotenen Beratungen, der mehrsprachigen
Informationsmaterialien und der für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
abrufbaren Arbeitshilfen rückte zuletzt durch die extreme Hitzephase Ende
Juni in den Fokus.
Eine der Kernaufgabe des LfGA NRW ist weiterhin die Erhebung, Aufbereitung
und Verbreitung von Daten, die anderen Behörden, Institutionen sowie
Akteurinnen und Akteuren im ÖGD und natürlich interessierten Bürgerinnen
und Bürgern zugutekommen. Wöchentliche Infektionsberichte bilden das
aktuelle Lagebild in NRW ab, die Ergebnisse der
Schuleingangsuntersuchungen liefern Erkenntnisse zur Kinder- und
Jugendgesundheit. Factsheets zur Gesundheit der Bevölkerung zu Themen wie
„Chronische Erkrankungen“ (z. B. Typ 2 Diabetes, Rückenschmerzen) oder
„Verhalten und Risiken" (z. B. Alkoholkonsum, Bewegung) stellen kompakte
Informationen zur Verfügung und das Dashboard „Vertragsärztliche
Versorgung“ bietet einen Überblick der fachärztlichen Versorgungssituation
in NRW.
Beim Arbeitsschutz versteht sich das LfGA NRW als zentrale Beratungs- und
Unterstützungseinrichtung der staatlichen Arbeitsschutzverwaltung. Über
das Kompetenznetzwerk Arbeitsschutz NRW, kurz KomNet, sind mittlerweile
über 60 000 Anfragen von Privat- und Fachleuten eingegangen, die von einem
Team aus Expertinnen und Experten beantwortet wurden. Der Beratungsservice
KomNet am LfGA NRW zählt allein seit Gründung des Landesamtes rund 2,4
Millionen Aufrufe und wird im Auftrag des MAGS betrieben.
In Düsseldorf leistet die Geräteuntersuchungsstelle einen Beitrag zur
Produktsicherheit, unter anderem durch die Unterstützung von
Marktüberwachungsbehörden, denn: Sie prüft Produkte des täglichen Lebens,
um die Sicherheit und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in NRW zu
schützen.
Schnittstellen der Themenbereiche Gesundheit und Arbeit spiegeln sich auch
in den Aufgaben der Abteilung Strahlenschutz wider, die das seit Jahren
erfolgreich etablierte Mammographie-Screening für Frauen über 50
begleitet. Hinzu gekommen sind begleitende Maßnahmen des neuen Angebots an
langjährige Raucherinnen und Raucher zur Früherkennung von Lungenkrebs.
Dr. Simone Gurlit: „Die Themenbereiche des LfGA sind vielfältig, unser
Ziel bleibt eindeutig: Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, die
Versorgung der Menschen in NRW zu sichern und stärken.“
