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Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern erkennen und handeln

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Herzwochen der Deutschen Herzstiftung informieren im November bundesweit
über Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und betrifft in
Deutschland rund 1,5 bis 2 Millionen Menschen. Mindestens einer von drei
Menschen in Europa entwickelt im Laufe seines Lebens Vorhofflimmern. Für
viele Betroffene bedeutet die Erkrankung nicht nur körperliche
Einschränkungen, sondern auch große Verunsicherung.

Denn bleibt
Vorhofflimmern unerkannt, kann es schwerwiegende Folgen wie Schlaganfall
haben. 20 bis 30 Prozent der ischämischen Schlaganfälle gehen auf
Vorhofflimmern zurück. Auch eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann sich
infolge dieser Rhythmusstörung entwickeln. Außerdem besteht ein erhöhtes
Risiko, an Demenz zu erkranken. „Vorhofflimmern ist eine ernstzunehmende
Erkrankung – selbst dann, wenn sie zunächst kaum Beschwerden verursacht“,
betont Herzspezialist Professor Dr.  Thomas Voigtländer,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Die Gefahr besteht
darin, dass Komplikationen oft erst spät erkannt werden.“ Typische
Anzeichen sind Herzstolpern, ein unregelmäßiger und häufig schneller Puls,
Atemnot oder ein Druckgefühl im Brustkorb. Besonders beim erstmaligen
Auftreten erleben viele Patientinnen und Patienten diese Symptome als
beängstigend. Für die Betroffenen ist es wichtig zu wissen, ob diese
Rhythmusstörung behandelt werden muss und welche Therapiemöglichkeiten
bestehen. Deshalb informiert die Herzstiftung in den bundesweiten
Herzwochen 2026 (1.-30. November) „Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern
erkennen und handeln“ in zahlreichen Veranstaltungen sowie mit Broschüren,
Podcasts und Video-Clips unter <www.herzstiftung.de/herzwochen> über
Ursachen, Risikovorsorge sowie aktuelle Diagnose- und
Behandlungsmöglichkeiten von Vorhofflimmern.

Früherkennung kann Leben retten
Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um das Risiko für einen
Schlaganfall zu senken. Bereits einfache Maßnahmen wie regelmäßiges
Pulsmessen – beim Arzt, in der Apotheke oder zu Hause – können Hinweise
auf Vorhofflimmern liefern.

Wann zum Arzt?
Warnsignale wie anhaltendes Herzrasen, Schwindel, Luftnot, Brustschmerzen
oder sogar kurze Bewusstlosigkeit sollten unbedingt ärztlich abgeklärt
werden. Mithilfe eines EKG oder eines Langzeit-EKGs lässt sich
feststellen, ob tatsächlich Vorhofflimmern vorliegt.
Moderne Therapien verbessern die Prognose
Es stehen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben
Medikamenten zur Regulierung des Herzrhythmus kommen häufig sogenannte
Antikoagulanzien („Blutverdünner“) zum Einsatz, um das Risiko von
Schlaganfällen zu senken. Diese Medikamente reduzieren das Risiko der
Blutgerinnselbildung in den Vorhöfen.
Darüber hinaus stehen Ablationsverfahren zur Verfügung. Die
Katheterablation ist ein minimal-invasiver Eingriff am Herzen, mit dem
Ziel, möglichst eine anhaltende Beseitigung des Vorhofflimmerns zu
erreichen. Dabei werden die Leitungspfade im Herzen unterbrochen, die für
das Durcheinander der elektrischen Signale ursächlich sind. Die
krankhaften Bereiche im Muskelgewebe werden entweder mit Hitze oder mit
Kälte verödet (thermische Verfahren). Eine weitere Methode ist die
sogenannte Pulsed Field Ablation (PFA). Dabei werden ultraschnelle
elektrische Stromstöße (Pulse) erzeugt, um Verödungspunkte zu setzen. Es
werden nur jene Herzzellen gezielt angesteuert, die für die Störimpulse
verantwortlich sind.

Herzspezialisten informieren bundesweit
In den Herzwochen informieren Herzspezialisten in Herz-Seminaren, bei
Gesundheitstagen sowie in Telefon- und Online-Aktionen, Podcasts und
Videos über Ursachen, Diagnose und Behandlung von Vorhofflimmern. Ab Mitte
Oktober sind Veranstaltungstermine unter <www.herzstiftung.de> abrufbar.

Neuer Experten-Ratgeber
Begleitend zu den Herzwochen wird die Herzstiftung eine neue Experten-
Broschüre zu Vorhofflimmern mit Beiträgen von Kardiologen und
Herzchirurgen über aktuelle Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten
(Medikamente, Katheterablation, chirurgische Therapie) herausgeben.
(Auszug):
Wie Vorhofflimmern das Herz beeinflusst
Wie entsteht Vorhofflimmern? Welche Anzeichen treten auf? Welche
Therapieverfahren werden eingesetzt?

Diagnose Vorhofflimmern
Wie wird diese Rhythmusstörung festgestellt? Pulsmessen, EKG, Langzeit-
EKG.  Was erfolgt nach der Diagnose?

Digitale Helfer zur Erkennung von Vorhofflimmern
Smartphone, Apps, Wearables etc. Was können sie? Wie zuverlässig sind sie?

Bedeutung der Blutgerinnungshemmung bei Vorhofflimmern
Antikoagulanzien: Dem Schlaganfall vorbeugen

Ablationsverfahren: neue Entwicklungen