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Deutsche Leberstiftung zum Weltkindertag: Gesunde Leber, starke Zukunft – Prävention beginnt im Kindesalter

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Zum Weltkindertag am 20. September 2026 fordern UNICEF
Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk mit dem Motto „Starke Kinder,
starke Zukunft!“ mehr Engagement für die Rechte und den Schutz der jungen
Menschen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was brauchen Kinder und
Jugendliche, um sich stark für die Zukunft zu fühlen? Die Deutsche
Leberstiftung antwortet: Gesundheit ist die Grundlage für ein
selbstbestimmtes Aufwachsen. Angesichts der steigenden Zahl
übergewichtiger und adipöser Kinder warnt sie vor den Folgen für die
Lebergesundheit. Fettlebererkrankungen treten bereits im Kindesalter immer
häufiger auf – mit Auswirkungen auf die körperliche und psychische
Entwicklung.



Die Zahl der Fettlebererkrankungen (Steatotic Liver Disease, SLD) bei
Kindern und Jugendlichen nimmt zu. Bereits heute entwickelt mehr als jedes
dritte Kind mit Adipositas (Fettleibigkeit) eine Metabolisch dysfunktions-
assoziierte Steatotische Lebererkrankung (MASLD). Die Erkrankung verläuft
häufig lange unbemerkt, kann aber bereits im Kindesalter zu einer
entzündlichen Form, der sogenannten Metabolisch dysfunktions-assoziierten
Steatohepatitis (MASH) fortschreiten und das Risiko für eine Leberzirrhose
deutlich erhöhen.

Klinische Bedeutung der Fettlebererkrankung im Kindesalter steigt

Die zunehmende klinische Relevanz der Fettlebererkrankung im Kindes- und
Jugendalter erläutert Prof. Dr. Ulrich Baumann, Facharzt für Kinder- und
Jugendmedizin, Pädiatrische Gastroenterologie und Hepatologie,
Medizinische Hochschule Hannover: „Die MASLD ist heute die häufigste
Lebererkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Sie kann eine frühe Vorstufe
eines Typ 2-Diabetes sein und ist bereits einer der Hauptgründe dafür,
dass junge Erwachsene auf die Warteliste für eine Lebertransplantation
aufgenommen werden müssen. Um ein Fortschreiten der Erkrankung zu
verhindern, ist es entscheidend, MASLD bereits im Kindesalter frühzeitig
zu erkennen und konsequent zu behandeln. Bekannt ist zudem, dass
metabolisch bedingte chronische Erkrankungen, die in der Kindheit
beginnen, häufig bis ins Erwachsenenalter fortbestehen – mit Folgen wie
einer verkürzten Lebenserwartung und einer eingeschränkten
Lebensqualität.“

Früherkennung: Fettleber bei Kindern ist oft noch umkehrbar

Vor diesem Hintergrund sind frühe Erkennung und konsequente
Lebensstiländerung bei adipösen Kindern und Jugendlichen besonders
wichtig. Oft kann dadurch das Fortschreiten einer Fettlebererkrankung
wirksam aufgehalten und in vielen Fällen sogar eine Rückbildung erreicht
werden. Bei Kindern und Jugendlichen, bei denen eine Adipositas
diagnostiziert wurde, sollten die Leberwerte im Blut überprüft werden.
Zeigen sich erhöhte Werte und lassen sich andere Ursachen ausschließen,
ist eine zeitnahe Anpassung des Lebensstils dringend erforderlich. Im
Mittelpunkt steht dabei eine dauerhafte Umstellung der Ernährung, ergänzt
durch mehr Bewegung und eine nachhaltige Gewichtsreduktion.

Hochverarbeitete Lebensmittel: Risiko für die kindliche Lebergesundheit

Der regelmäßige Konsum stark verarbeiteter Lebensmittel wie zuckerhaltiger
Getränke, Snacks oder Fertiggerichte kann bereits im Kindesalter
gesundheitliche Folgen haben. Problematisch wird es insbesondere dann,
wenn hochverarbeitete Produkte frische, nährstoffreiche Mahlzeiten
dauerhaft ersetzen. Die hohe Energiedichte, viel Zucker, Salz und Fett
sowie Zusatzstoffe begünstigen eine übermäßige Kalorienaufnahme und damit
Übergewicht – ein zentraler Risikofaktor für die Entwicklung einer
Fettlebererkrankung.

Prof. Dr. Ulrich Baumann warnt vor den langfristigen Folgen einer solchen
Ernährungsweise: „Hochverarbeitete Lebensmittel sind für Kinder besonders
kritisch, wenn sie regelmäßig an die Stelle frisch zubereiteter Mahlzeiten
treten. Im Vergleich zu Erwachsenen ist ein zusätzlicher Aspekt relevant:
die mögliche Beeinträchtigung von Wachstum und Entwicklung. Entscheidend
ist, dass Kinder wieder stärker an eine ausgewogene Ernährung mit frischen
Lebensmitteln herangeführt werden – denn Ernährung ist einer der
wichtigsten Schutzfaktoren für die Lebergesundheit. Eine ausgewogene
Ernährung und feste Mahlzeiten sind wichtige Bausteine für eine gesunde
Entwicklung und können dazu beitragen, Übergewicht und einer
Fettlebererkrankung vorzubeugen – und eine gesunde, starke Zukunft zu
gewährleisten.“

Die Deutsche Leberstiftung hat in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ulrich
Baumann und seinem Team eine Broschüre veröffentlicht, die über
Lebererkrankungen bei Kindern informiert. Die Broschüre kann kostenfrei
auf der Serviceseite unter https://www.deutsche-leberstiftung.de
heruntergeladen oder bestellt werden.

Deutsche Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch
Forschungsförderung, Forschungsvernetzung und wissenschaftliche Projekte
zu verbessern. Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung
die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher
erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet
außerdem Information und Beratung in medizinischen Fragen. Auf der Website
finden Sie umfangreiche Informationen sowie Bildmaterial für Betroffene,
Interessierte, Angehörige der Fachkreise und Medienvertreter: https://www
.deutsche-leberstiftung.de.

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