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Gesundheit

Stimmgesund durch die kalte Jahreszeit

Der Herbst ist die Zeit der Erkältungen, überall schnieft und hustet es.
Auch unsere Stimme leidet jetzt mehr als sonst, dabei hat das mit der
schlechten Witterung eigentlich gar nichts zu tun. Wie eine gute
Stimmhygiene Abhilfe schafft, erklärt Sabine Falkner, Leiterin der
Berufsfachschule für Logopädie an der Hochschule Fresenius in Frankfurt am
Main. Die Einrichtung feiert in diesen Tagen ihr dreißigjähriges Bestehen.

„Die Kälte ist nicht ursächlich dafür, dass wir uns erkälten, dafür sind
zu 95 Prozent virale und zu fünf Prozent bakterielle Infektionen
verantwortlich“, sagt Sabine Falkner. „Trotzdem spielt kalte Luft eine
Rolle, weil wir uns mehr drinnen aufhalten, wo meist eher trockene Luft
herrscht.“ Dadurch belasten wir eine wichtige Schutzschicht, unsere
Schleimhäute. „Sind sie trocken, haben die Viren leichtes Spiel.“ Durch
den Aufenthalt in geschlossenen Räumen steigt auch das Ansteckungsrisiko,
die Keimzahl ist höher. „Wenn wir in den Herbst- und Wintermonaten mehr
frieren, erlebt unser Körper das als Stress – und Stresshormone schwächen
das Immunsystem zusätzlich“, ergänzt Falkner. Außerdem seien die mitunter
großen Temperaturunterschiede im Herbst ein Problem für uns: „Wenn es
tagsüber noch relativ warm und nachts sehr kalt ist, hat der Körper
Anpassungsschwierigkeiten.“

Wenn die Schleimhäute zu trocken und wir schon erkältet sind, hat das oft
auch negative Auswirkungen auf unsere Stimme. Die Stimmlippen können
gerötet und geschwollen sein, sie schwingen nicht auf normalem Niveau –
und schon klingt die Stimme rau, irgendwie brüchig, heiser. Im Normalfall
ist das nicht schlimm und klingt mit der Erkältung nach spätestens zwei
bis drei Wochen wieder ab. „Vorausgesetzt, ich schone meine Stimme und
spreche ökonomisch“, mahnt Falkner. „Wer der Stimme keine Ruhe gönnt,
erhöht die Gefahr chronischer Entzündungen. Das lernen auch unsere
Logopädieschüler.“ Menschen, die beruflich viel sprechen oder gegen Lärm
ansprechen müssen, stecken da in einem echten Dilemma. Dazu gehören die
Berufssprecher im Fernsehen und Radio, beispielsweise aber auch
Kindergärtnerinnen, Erzieherinnen, Lehrerinnen und ihre männlichen
Pendants. Gerade sie müssten in den Modus der „Stimmruhe“ umschalten,
können es oft aber nicht, weil sie unabkömmlich sind.

Es gibt aber eine Reihe von Tipps, wie wir präventiv oder behandelnd gegen
Stimmstörungen arbeiten können. Das fängt mit der Vermeidung eigentlich
ganz üblicher Reaktionen an. „Flüstern und Räuspern sind zum Beispiel ganz
schlecht“, sagt Sabine Falkner. „Beides belastet den Stimmapparat
ungemein.“ Da sei ein kräftiges Husten oder ein Klopfen auf die Brust bei
gleichzeitigem Summen schon deutlich empfehlenswerter. Auch der mehr oder
weniger gerne getrunkene Kamillentee oder das Mentholbonbon schaden mehr
als sie Gutes bewirken. Es mag im ersten Moment anders wirken, aber auch
sie trocknen die Schleimhäute aus. Gleiches gilt für zu große Mengen an
Kaffee oder schwarzen Tee. Auch der zu häufige Genuss von hochprozentigem
Alkohol und sehr scharfen Gewürzen, zu kalten oder zu heißen Getränken und
natürlich das Rauchen gehören auf die schwarze Liste der „Stimmgefährder“.

„Viel und regelmäßig trinken ist unabdingbar, vor allem Wasser und
Kräutertees. Außerdem sollten wir – und das wird gerade im Büro oft
vergessen – für günstige Luft- und Temperaturverhältnisse sorgen und
mehrfach am Tag eine Stoßlüftung vornehmen.“ Daneben ist eine aufrechte
Kopf- und Körperhaltung gerade der Stimmgesundheit sehr dienlich, ebenso
wie ein herzhaftes Gähnen oder Seufzen zwischendurch, auch wenn das
vielleicht fragende Blicke nach sich zieht. „Insbesondere an belebten
Orten sollte man durch die Nase atmen, was leichter fällt, wenn man einmal
daran denkt, was wir bei der Atmung durch den Mund alles ungefiltert
aufnehmen“, ergänzt Falkner. „Viel Bewegung an der frischen Luft,
Stressvermeidung und sich auch einmal eine Pause gönnen, unterstützen die
gesunde Stimmhygiene zusätzlich.“ Wenn die Erkältung schon da ist, ist
Inhalieren mit Emser Salz und vor allem Salbei mit dessen
entzündungshemmenden Inhaltsstoffen nicht nur ein probates Mittel gegen
die Erkrankung, sondern tut auch unserer Stimme gut.

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Info-Treffen im Dresdner Uniklinikum: Frauen müssen nicht unter monatlichen Schmerzen leiden

Familienglück nach erfolgreicher Behandlung (v.l.n.r.): Maria Wackernagel mit Sohn Benn, Ehemann Felix mit Leon sowie Klinikdirektorin Prof. Pauline Wimberger und Dr. Nannette Grübling.  Foto: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer
Familienglück nach erfolgreicher Behandlung (v.l.n.r.): Maria Wackernagel mit Sohn Benn, Ehemann Felix mit Leon sowie Klinikdirektorin Prof. Pauline Wimberger und Dr. Nannette Grübling. Foto: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer

Mehr als zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter
Regelschmerzen. – Ein Leiden, das die meisten Betroffenen hinnehmen, ohne
sich um ärztlichen Rat zu bemühen. Doch dieser Schritt lohnt sich, denn in
etwa der Hälfte der Fälle werden die Schmerzen durch eine gut behandelbare
Endometriose ausgelöst – bei der sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der
Gebärmutterhöhle vor allem im Bauchraum absiedelt. Vertrauen sich diese
Frauen einem spezialisierten Arzt oder einem Zentrum an, kann ihnen
zumeist geholfen werden. – So auch durch die Klinik für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden.

Als einziges sächsisches Krankenhaus betreibt das Dresdner Uniklinikum ein
nach den Vorgaben der Europäischen Endometriose Liga (EEL) zertifiziertes
Zentrum zur Diagnose und Therapie dieser Erkrankung. Um von der
Endometriose Betroffene und ihre Partner aber auch Frauen mit noch
unbehandelten Unterleibsschmerzen über die Krankheit selbst sowie über
moderne Therapien zu informieren, laden die EEL und die Uni-Frauenklinik
am 29. November ins Universitäts Kinder-Frauenzentrum zu einem
Endometriose-Informationstreffen ein.

Bei der chronisch auftretenden Endometriose bildet sich die Schleimhaut
der Gebärmutter außerhalb der Gebärmutterhöhle und blutet während der
Menstruation ab. Das ist aber nur eine mögliche Quelle der Schmerzen. Denn
diese gutartige Erkrankung führt unter anderem auch zu Verwachsungen an
inneren Organen. So leiden nicht wenige Betroffenen zudem unter einem
unerfüllten Kinderwunsch. Wie die Erkrankung festgestellt und behandelt
werden kann, steht im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung am

Mittwoch, dem 29. November, ab 19 Uhr,
im Hörsaal des Universitäts Kinder-Frauenzentrums (Haus 21) am
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, 01307 Dresden, Fetscherstraße 74
(Eingang über Pfotenhauerstr. oder über die Hauptpforte Fiedler-/Ecke
Augsburger Str.).

An diesem Abend beantworten folgende Endometriose-Spezialisten die Fragen
der betroffenen Frauen und ihrer Partner: Klinikdirektorin Prof. Pauline
Wimberger, Dr. Nannette Grübling, Leiterin Endometriosesprechstunde, Dr.
Axel Schindelhauer, Leitender Oberarzt im Bereich operative Gynäkologie,
Oberärztin Dr. Maren Goeckenjan, Leiterin des Universitäts-
Kinderwunschzentrums, sowie der niedergelassene Facharzt Dr. Jörg Klengel,
Kompetenzpartner Endometriose. Überdies berichten Endometriosepatientinnen
von ihren Erfahrungen.

Mit ganzheitlichem Versorgungskonzept das Leiden in den Griff bekommen
Viele Frauen nehmen menstruationsbedingte Schmerzen als gegeben hin. Doch
wer jeden Monat aufs Neue leiden muss und sich nur mit Schmerzmitteln zu
helfen weiß, sollte sich auf Endometriose untersuchen lassen. „In unserer
Endometriosesprechstunde wird entsprechend der Beschwerden ein
ausführliches Anamnese- und Beratungsgespräch geführt. Denn die Erkrankung
hat viele Facetten und wirft entsprechend viele Fragen auf. Ein
Erstgespräch dauert deshalb durchschnittlich eine Stunde und ist Grundlage
für ein individuelles Behandlungsschema, weil es neben den Untersuchungen
wichtige Hinweise für die weitere Behandlung liefert“, erklärt Dr.
Nannette Grübling. Die von ihr geleitete Endometriosesprechstunde ist
dabei nur ein Bereich des Endometriosezentrums der Dresdner Uni-
Frauenklinik. Welche Behandlungsschritte notwendig sind und welche zuerst
erfolgen sollten, wird am Dresdner Uniklinikum in einer speziellen
Ärztekonferenz – dem Endometrioseboard – festgelegt. Daran beteiligen sich
neben den Frauenärzten, die auf die operative wie auch auf die
konservative Therapie spezialisierten sind, auch die Fachkollegen der
Reproduktionsmedizin. Darüber hinaus gehören Pathologen sowie auf
Psychosomatik spezialisierte Ärzte zu dieser Absprache-Runde an. Bei
Bedarf werden zudem Ärzte weiterer Kliniken des Uniklinikums hinzugezogen.

Von dieser Zusammenarbeit profitierte auch Maria Wackernagel. Die
Dresdnerin konnte über Jahre die mit der Regelblutung verbundenen
Schmerzen nur mit starken Medikamenten überstehen. Trotzdem fühlte sie
sich schlapp, schlief viel und zog sich an diesen Tagen häufig zurück. So
wie der heute 29-Jährigen geht es nicht wenigen Frauen. „Viele nehmen
diese Schmerzen als gegeben hin“, sagt Prof. Pauline Wimberger, Direktorin
der Dresdner Uni-Frauenklinik. Dieses stille leiden führe dazu, dass es
sehr häufig bis zu sechs oder sieben Jahre dauert, bis eine Endometriose
als Ursache der Schmerzen festgestellt wird.

Maria Wackernagels Schwiegermutter gab schließlich den Anstoß dazu, dem
Leiden ein Ende zu setzen: Sie hatte bemerkt, dass die Schwiegertochter
regelmäßig starke Schmerzmittel nahm und riet ihr, sich in der Uni-
Frauenklinik vorzustellen. Tatsächlich wird bei etwa der Hälfte der
Frauen, die über Regelschmerzen klagen, schließlich eine Endometriose
diagnostiziert. So auch bei Maria Wackernagel: Vor drei Jahren saß sie
erstmals Dr. Nannette Grübling gegenüber.

Je länger Frauen unbehandelt unter Endometriose leiden, umso schwieriger
kann es für sie werden, ein Kind zu bekommen. Ein Grund dafür ist
wucherndes Gewebe am Eileiter, so dass Eizellen nicht mehr in die
Gebärmutter gelangen können. Deshalb weist auch ein lange unerfüllter
Kinderwunsch auf Endometriose hin.

Erstes Ziel der Gynäkologen ist es, im Rahmen der Therapie die Schmerzen
der Betroffenen in den Griff zu bekommen. Neben der operativen Entfernung
der Endometrioseherde gibt es verschiedene hormonelle Therapien. Damit
lassen sich Wachstum und Neubildung von Endometrioseherden bremsen und so
Schmerzen lindern. Dank der Hormontherapie sinkt der Östrogenspiegel – für
Frauen mit drängendem Kinderwunsch kommen sie damit aber nicht in Frage.
Die Wirksamkeit der Hormonbehandlung ist im Prinzip auf die Dauer der
Einnahme beschränkt, kann allerdings eine Zeit lang nachwirken. Neben der
Schulmedizin gibt es auch alternative Behandlungsmethoden, die auch an der
Uni-Frauenklinik genutzt werden: „Es ist wichtig, die Patientin
ganzheitlich zu betreuen. Studien zeigen, dass Akupunktur oder Yoga sehr
hilfreich sein können. An unserem Zentrum wird beispielsweise auch ein
Bauchtanzkurs angeboten“, erklärt Prof. Wimberger.

Maria Wackernagel entschied sich für die Einnahme der Hormone, um die
Schmerzattacken in den Griff zu bekommen. Dennoch gab es bei ihr doch die
Notwendigkeit, einige Endometrioseherde in einer Operation zu entfernen.
Denn das Gewebe hatte sich bereits um den von einer Niere zur Blase
verlaufenden Harnleiter gelegt. Bei einer Bauchspiegelung – das ist ein
minimalinvasiver Eingriff, zu dem nur drei lediglich fünf Millimeter große
Schnitte notwendig sind – wurde ihr dieses Gewebe entfernt. Zugleich
stellten die Endometriose-Spezialistinnen fest, dass einer ihrer Eileiter
durch die Erkrankung bereits befallen war.

In der Zwischenzeit hatte die heute 29-Jähringe geheiratet und der
Kinderwunsch wurde konkreter. Dass die Endometriose kein Hinderungsgrund
sein muss, hatten Sie und ihr Partner bereits auf einer
Informationsveranstaltung erfahren, die die Uni-Frauenklinik regelmäßig
gemeinsam mit der Europäischen Endometriose Liga e. V. veranstaltet. Dort
trafen Sie eine Patientin, die trotz der Erkrankung Mutter zweier Kinder
geworden ist. „Das hat mir Mut gemacht“, sagt Maria Wackernagel. Da bei
ihr die Chancen für eine ganz natürliche Schwangerschaft nicht so gut
standen, entschied sich das Paar für eine Kinderwunschbehandlung am
Uniklinikum. „Genau an meinem Geburtstag setzte mir die Ärztin zwei
befruchtete Eizellen ein. – Gleich beim ersten Versuch wurde ich
schwanger“, berichtet die Erzieherin glücklich. – Es kündigten sich
Zwillinge an, die inzwischen ein halbes Jahr alt sind.

Weitere Informationen
www.endometriose-liga.eu/

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Kuratorium Deutsche Altershilfe und medhochzwei Verlag schließen Kooperation

Medhochzwei
Medhochzwei

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
und die medhochzwei Verlag GmbH (mhz) haben eine Partnerschaft in den
Bereichen Lektorat, Marketing und Vertrieb beschlossen. Die Zusammenarbeit
startet am 1.1.2018. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Herausgabe des KDA-
Fachmagazins ProAlter und der gleichnamigen KDA-Medienreihe.

medhochzwei ist ein junger, unternehmergeführter und erfolgreicher Verlag
für Fachmedien im Gesundheitswesen. „Das KDA hat einen Partner gefunden,
der dieselben hohen Qualitätsansprüche hat und zudem identische
Zielgruppen bedient. Durch diese Kooperation sind wir in der Lage, unser
Medienportfolio zu erweitern und uns in den Bereichen Vertrieb und
Marketing stärker als bisher zu professionalisieren. Wir freuen uns sehr
auf die Zusammenarbeit und sind überzeugt, unseren Partnern und Kunden
einen Mehrwert zu liefern‘‘, erklärt KDA-Vorstand Helmut Kneppe. „Diese
Partnerschaft wird das KDA in die Lage versetzen, die ihm obliegenden
Satzungsaufgaben erfolgreicher umzusetzen. Es geht uns vor allem darum,
wichtige Themen und Anliegen besser als bisher zu bearbeiten und
kommunizieren. Unser Ziel ist, bedarfsgerechte generationsübergreifende
Rahmenbedingungen, Netzwerke und Realisierungskonzepte so zu gestalten,
dass Teilhabe im persönlichen Umfeld und im Sozialraum gelingen“ so
Kneppe.

Julia Rondot, mhz-Geschäftsführerin, betont: „Die fachliche Expertise des
KDA und die verlegerische Expertise von mhz werden sich in unseren
gemeinsamen Produkten erfolgreich ergänzen. Unser gemeinsames Ziel ist es,
die dringend anstehenden gesellschaftlichen Fragen der
generationsübergreifenden Versorgung und gelungenen Teilhabe zu
thematisieren, Diskussionen anzuregen und publizistisch zu begleiten.“

Das KDA versteht sich als Vermittler zwischen Theorie und Praxis. Um
dieser Aufgabe gerecht zu werden, hat es seit seiner Gründung zahlreiche
Bücher, Ratgeber und Filme und das Fachmagazin ProAlter veröffentlicht.
ProAlter, das unabhängige Fachmagazin des KDA, bietet allen, die sich
beruflich, ehrenamtlich oder privat mit Fragen des Älterwerdens
beschäftigen, wertvolle Anregungen und Impulse für ihre Arbeit. Die bisher
erschienenen und lieferbaren KDA-Publikationen können ab dem 1.1.2018
direkt bei medhochzwei und über den Buchhandel bezogen werden: www
.medhochzwei-verlag.de/shop

Das Themenspektrum des medhochzwei Verlages reicht von Krankenhaus-,
Pflege- und Case-Management über Medizin- und Berufsrecht bis hin zu
Publikationen für die psychotherapeutische Praxis. Fach- und Sachbücher
zum Thema Altern und Demenz bilden einen weiteren Schwerpunkt. Der
medhochzwei Verlag setzt auf innovative Formate - alle Titel sind digital
oder als e-Books verfügbar. medhochzwei-verlag.de vernetzt tagesaktuelle
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen mit Hintergrundinformationen und
bietet zudem mit aktuellen Video-Interviews, verschiedenen Newslettern zu
Politik, Recht und Wirtschaft hohen Informationswert.

Das KDA wurde 1962 vom damaligen Bundespräsident Heinrich Lübke und seiner
Frau Wilhelmine Lübke ins Leben gerufen. Der Verein trägt deshalb im
Untertitel den Namen „Wilhelmine-Lübke-Stiftung“ und hat die Aufgabe, „die
Lebenssituation betagter älterer Mitbürger zu erforschen und so zu
beeinflussen, dass sie eine Lebensführung erlaubt, die der Würde des
Menschen entspricht“. Als Ideengeber und Vorreiter für innovative
Lösungsansätze leistet das KDA wertvolle Dienste für das Gemeinwesen. Der
demografische Wandel wird dabei ausdrücklich als Chance verstanden. Alle
Facetten des Alter(n)s finden in der Arbeit des KDA Berücksichtigung.
Weitere Informationen: www.kda.de

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Narkosen bei Kindern: Anlass zur Sorge?

„herzblatt“, die Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung für ein Leben mit
angeborenem Herzfehler, widmet sich in der aktuellen Ausgabe dem
Schwerpunktthema Kinderanästhesie

„Apricot“ heißt eine große europäische Studie, die den Gefahren von
Narkosen im Kindesalter auf den Grund gegangen ist. Das Ergebnis der
unlängst veröffentlichten Untersuchung war eine Überraschung: Während
frühere Erhebungen wenig Anlass zur Sorge gaben, ermittelte die Apricot-
Studie, dass Vollnarkosen im Kindesalter höhere Risiken bergen, als
bisherige Berichte glauben ließen. Immerhin entwickelten rund fünf Prozent
der in die Studie einbezogenen kleinen Patienten ernste Komplikationen.
Die größte Gefährdung für narkosebedingte Zwischenfälle bestand bei
Kindern unter drei Jahren und bei Mädchen und Jungen mit einem schlechten
gesundheitlichen Allgemeinzustand.
Eine der Autorinnen der internationalen Studie ist Dr. Karin Becke,
Fachärztin für Anästhesiologie und Sprecherin des Wissenschaftlichen
Arbeitskreises Kinderanästhesie der Deutschen Gesellschaft für
Anästhesiologie und Intensivmedizin. Wir haben bei ihr und Dr. Ehrenfried
Schindler, Präsident der Europäischen Gesellschaft für Kinderanästhesie,
nachgefragt, wie die Apricot-Studie in das Gesamtbild der bislang zu
Narkoserisiken erfolgten Untersuchungen einzuordnen ist und die Ergebnisse
zu bewerten sind. Unseren ausführlichen Bericht lesen Sie in der neuesten
Ausgabe von „herzblatt“. Vorweggenommen sei das womöglich wichtigste
Ergebnis von „Apricot“: Von großer Bedeutung ist die Expertise des
Narkosearztes – je größer die Erfahrung, zeigte die Studie, desto seltener
rief die Kindernarkose schwere Nebenwirkungen hervor.

30 Jahre Schirmherrschaft: Barbara Genscher
Ein besonderes Jubiläum kann die Deutsche Herzstiftung im Dezember 2017
begehen: Seit 30 Jahren ist Barbara Genscher Schirmherrin und arbeitet
engagiert und kompetent für das Wohl herzkranker Menschen. In ihrer Zeit
als Botschafterin wuchs die Zahl der Mitglieder von wenigen Tausend auf
nunmehr nahezu 100.000. Mit besonderer Hingabe widmet sich die
Schirmherrin der Kinderherzstiftung, etwa mit dem „Barbara Genscher-Fonds
für herzkranke Kinder und Jugendliche“. Der Fonds wurde kürzlich von der
Familie Genscher eingerichtet, damit auch in schwierigen Fällen Familien
mit herzkranken Kindern geholfen werden kann, die Angebote der
Kinderherzstiftung anzunehmen. Beispiele sind die Teilnahme an den
ärztlich begleiteten Freizeiten für herzkranke Kinder oder die
Möglichkeit, Eltern einen Aufenthalt in der Nähe der Klinik ihres
herzkranken Kindes zu finanzieren. Die aktuelle Ausgabe von „herzblatt“
würdigt die Arbeit der langjährigen Repräsentantin der Deutschen
Herzstiftung in einem Porträt.

Eine Reise in die Vergangenheit und ein Spaziergang im Park
Vor 50 Jahren gelang Christiaan Barnard die weltweit erste
Herztransplantation. Im Groote Schuur Hospital in Kapstadt erinnert heute
ein Museum an die Pioniertat des südafrikanischen Chirurgen. Der Bericht
unserer Autorin lässt die Leser von „herzblatt“ an einer Führung am
Originalschauplatz teilnehmen und vermittelt ein eindrückliches Bild von
den damaligen Geschehnissen. Das Museum bietet mehr als eine authentische
Reise in die Vergangenheit. Mit seinen vielen persönlichen Briefen,
Gedichten, Operationsberichten, Kinderzeichnungen und Fotografien ist es
auch ein Ort des Gedenkens und der Anteilnahme.
Im symbolträchtigen Mauerpark in Berlin trafen wir uns mit Lena Klenke und
Emilio Sakraya, den beiden Hauptdarstellern des Films „Rock My Heart“, der
gerade in den Kinos läuft und die Geschichte einer herzkranken
Jugendlichen erzählt. Wir wollten von den Schauspielern wissen, wie es zu
dem Film gekommen ist und wie man sich auf so eine wichtige Rolle
vorbereitet.

„Hand aufs Herz“ – Geschichten aus der Kinderherzmedizin
Den Patientinnen und Patienten der Kinderherzchirurgie und ihren Familien
ist das Buch „Hand aufs Herz“ gewidmet. Darin schildert Tsvetomir
Loukanov, Professor und Chefarzt der Kinderherzchirurgie am
Universitätsklinikum Heidelberg, Geschichten aus seinem beruflichen
Alltag. Die Erzählungen beruhen auf wahren Begebenheiten und zeugen von
Überlebenswillen und Verzweiflung, von Hoffnung und Trauer, von Erfolg und
Misserfolg. Die Helden des Buches heißen Elena, Birgit und Vladimir – in
Wahrheit heißen sie anders. Sie stehen exemplarisch für viele Patienten
und deren Schicksale. Das vor Kurzem erschienene Buch zeigt die großen
Erfolge der Kinderherzchirurgie, spart aber auch schwierige Themen wie
ärztliche Fehler und Sterben nicht aus. Vor allem will es aufzeigen, dass
Hochleistungsmedizin und Mitmenschlichkeit keine Gegensätze sind: Sie
brauchen sich gegenseitig – und machen Geschichten wie die von Elena,
Birgit und Vladmir erst möglich.
Im persönlichen Gespräch mit „herzblatt“ schildert Tsvetomir Loukanov, was
ihn dazu bewogen hat, das Buch zu schreiben und welche Ziele er damit
verfolgt. „Wenn betroffene Eltern in unserem Buch lesen, wie es anderen
Familien ergangen ist und wie sich die Probleme lösen ließen“, fasst
Loukanov zusammen, „kann es für sie eine Beruhigung in schwerer Zeit
sein.“

Magazin „herzblatt“ abonnieren:
Das Magazin „herzblatt“ erscheint viermal im Jahr. Es wendet sich an
Eltern, deren Kind mit einem Herzfehler zur Welt kam, an die
heranwachsenden Kinder und an junge Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern
(EMAH).
Mitglieder erhalten das Magazin der Kinderherzstiftung regelmäßig und
kostenfrei. Sie können das Heft abonnieren bei:

Deutsche Herzstiftung e. V.
Bockenheimer Landstraße 94-96
60323 Frankfurt am Main
Telefon: 069 955128-0
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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