Es war wie fast jedes Jahr zum Auftakt des Blueballfestivals, der Tag startete trüb und mit Nieselregen. Wie bestellt, hörte der Regen gegen 16.00 Uhr auf, die Wolken liessen zaghaft die ersten Sonnenstrahlen passieren und schon strömten die eingefleischten Fans ans Seebecken, wo schon bald die ersten Open Air Darbietungen begannen und die diversen Verpflegungsstände ( von Thaifood, Pizza bis zur Bratwurst war alles zu haben) sofort regen Zustrom verzeichnen konnten.
blueBallsFestival 2011: Fulminanter Start ins Blueballsfestival
Georg Friedrich Händels Hercules am Luzerner Theater besucht und rezensiert von Léonard Wüst

Ein Oratorium in Szene setzen, das auch nicht, wie üblich, auf religiösen, sondern griechisch-mythologischen Themen beruht, hier im Falle des Halbgottes Hercules nach Motiven von Sophokles, Ovid und Seneca, eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit und unabwägbarer Risiken in der heutigen Zeit.
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Open Air Heitern in Zofingen 2010: Klein kann gut und heiter sein …
Wir sind das kleinste unter den grossen Schweizer Open Airs, sagen die Veranstalter des „Heitere“ in Zofingen. Das sympathischste ist es auf jeden Fall.
Eine frühe Anreise ist unbedingt empfehlenswert, so hat man Zeit, zuerst einen Streifzug durch das mittelalterliche Zofingen zu unternehmen, bevor man sich zu Fuss, oder bequemer, mit dem Gratisshuttle Richtung Heiternplatz aufmacht.
Der liegt auf dem Hausberg, besser ausgedrückt, Haushügel Zofingens, unweit des Städtchens. Fasziniert von diesem wunderschönen Platz, ist man garantiert schon in der richtigen Stimmung, bevor es mit der Musik losgeht auf einer der 2 Bühnen.
Das ganze erinnert ein bisschen an ein überdimensioniertes, charmantes Waldfest, zumal der Platz von prächtigen Linden umsäumt ist.
Neben musikalischen Leckerbissen, ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Genügend Getränkeausgabestellen, breit gefächertes, qualitativ überdurchschnittliches Speiseangebot zu moderaten Preisen.
Ebenso bemerkenswert wie clever: Kinder bis Jahrgang 2000 geniessen in Begleitung eines Erziehungsberechtigten freien Eintritt, so ist das familiäre am „Heitere“ authentisch und garantiert.
Gleichzeitig hat man so schon fast sicher die nächste Generation der zukünftig zahlenden Besucher rekrutiert. Nun zum Musikalischen: Die diversen TV Castingshows sind mir ein Gräuel, ebenso die Teilnehmer an eben denen. Abbitte muss ich nun aber leisten gegenüber Stefanie Heinzmann.
Was diese junge Walliserin zum Auftakt des Freitagabend auf der Parkbühne ablieferte, war absolute Spitze, vor allem auch, weil ihre Band dem Niveau der Sängerin entsprach. Die anschliessend auf der Lindenbühne rappenden, legendären und wiedervereinten Westschweizer von „Sens unique“, waren schon fast ein Selbstläufer.
Schön, dass die Programmverantwortlichen des „Heitere“ auch immer einheimisches Schaffen würdigen, sodass die später performenden „Silbermond“ zwar der Headliner“ des Abends, aber keineswegs der Ueberflieger waren, weil halt die Schweizer Künstler an diesem lauen Sommerabend kräftige Duftnoten gesetzt hatten.
So freut man sich ab Montag schon wieder auf die nächstjährige, schon 21. Auflage des „Heitere“ Open Airs.
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Konzert Natalie Cole im Kultur-und Kongresszentrum Luzern (KKL), 28. Juli 2010, besucht und beurteilt von Léonard Wüst
Ungeduldig wartete das Publikum im wunderschönen Konzertsaal des KKL in Luzern auf einen der großen Stars des diesjährigen Blueballs Festival.
Doch die Lady liess sich divenhaft viel Zeit und startete ihren Auftritt mit ca. 40 Minuten Verspätung mit „fever“, versetzte damit aber niemanden in fiebrige Erregung.
Die richtige Begeisterung wollte beim Publikum auch im weiteren Verlauf des Konzerts nicht so richtig einsetzen, denn die latente Unzufriedenheit setzte sich dann so fort bis zum stück „come rain, come shine“.
Auf das “shine” haben wir dann gewartet, das kam aber nicht, kein „shine“ weit und breit. Selbst als Natalie den absoluten Klassiker „route 66“ sang, sprang das Feuer nicht über.
Besser wurde es erst, als ihr Vater Nat King Cole schwarzweiss auf Leinwand zugespielt wurde und mit Natalie im Duo“unforgettable“ hauchte, erst da kam ein bisschen Leben in den Saal. So war ironischerweise der eigentliche Star des Abends posthum der übergroße Vater.
Auch als im letzten Drittel der Performance die 2 Backgroundsängerinnen ihre Arbeit aufnahmen und der Bassist seinen Kontrabass gegen einen E-Bass tauschte, wurde das ganze nur lauter, aber keinesfalls besser.
Auch die Zusammensetzung der Band war ein bisschen seltsam. Schlagzeug, Bass, Rhytmusgitarre und 3 Keyboarder, von denen aber nur einer wirklich arbeitete.
Ein Bläsersatz oder zumindest ein Saxophonist hätte das ganze vielleicht ein bisschen aufpeppen, aber keinesfalls retten können. Zu uninspiriert, zu emotionslos war die ganze Darbietung.
Alles in allem eine gewaltige Enttäuschung, erhofft man sich doch von einer 7-fach mit dem Grammy Award ausgezeichneten Künstlerin ein bisschen mehr Engagement und Klasse.
Fazit: Natalie Cole war an diesem Abend alles andere als unforgettable, sondern eher “zum Vergessen”. Mag ja sein, das dies ein einmaliger Ausrutscher war, ich befürchte aber, dem ist leider nicht so.

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Sophie Hunger: musikalischer Steigerungslauf der Sonderklasse