Stadt Bochum Infos:Bochumer Stadtgespräch: Eine „gute Stube“ für den Stadtteil Laer
Das ISEK-Gebiet Laer aus der Lufr
Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke führt in das Thema „Gute Stube Stadtumbau – Soziales Zentrum für Laer“ ein. Referenten sind Horst Hücking von der WohnBund-Beratung NRW GmbH aus Bochum und Dr. Frank Schulz von steg NRW aus Dortmund. Als Podiumsgast vervollständigt Andrea Busche, Bezirksbürgermeisterin Bochum-Ost, die Runde. Eckart Kröck, Leiter des Amtes für Stadtplanung und Wohnen, moderiert den Abend. Der Eintritt ist frei.
Wohnquartiere und Kieze haben eine elementare Bedeutung für die Menschen. Hier konzentrieren sich die Funktionen, die sie für ihr tägliches Leben benötigen: Kindergärten und Schulen, Geschäfte, öffentliche und private Dienstleistungen sowie ärztliche Versorgung in guter fußläufiger Erreichbarkeit sind unverzichtbare Angebote attraktiver Wohnlagen. Neben den funktionalen Angeboten und Leistungen benötigen die Menschen aber auch Orte der Begegnung und des Austauschs. Solche zentralen Orte in den Quartieren und Stadteilen sind Kristallisationsorte des bürgerschaftlichen Gemeinwesens.
Im Rahmen der Bochum Strategie verfolgt die Stadt über die Kernaktivität „Bochums gute Stuben“ das Ziel, überall dort, wo der Bedarf sichtbar ist und wo engagierte Bürgerinnen und Bürger vorhanden sind, den Aufbau und die weitere Stärkung solcher Orte zu unterstützen, vorzugsweise im Bestand.
Für das Stadtumbaugebiet Laer / Mark 51°7 wurde ein solcher Bedarf festgestellt. Die bestehenden Infrastrukturen im Stadtteil reichen nicht aus, um den Bedarf aus dem Quartier heraus adäquat zu decken. Aus diesem Grund hat die Stadt die Errichtung eines sozialen Stadtteilzentrums als Maßnahme in das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) Laer / Mark 51°7 aufgenommen. „Drei Millionen Euro stehen für die Realisierung einer ,gute Stube‘ im Rahmen des ISEK zur Verfügung“, erläutert Eckart Kröck. Zwei Standorte seien für eine solche Nutzung denkbar: das evangelische Gemeindehaus an der Grimmestraße oder die entwidmete Fronleichnam-Kirche. Für die Akteure im Quartier, für die Bürgerinnen und Bürger und nicht zuletzt für die Stadtverwaltung beginnt nun ein Prozess zur Entwicklung einer tragfähigen Konzeption, damit im Stadtteil ein dauerhafter Ort gefunden und geschaffen werden kann.
Dr. Markus Bradtke wird in seiner Einführung das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für Laer erläutern. Horst Hücking von der WohnBund-Beratung, die für das Stadtteilmanagement im Stadtumbaugebiet von der Stadt Bochum beauftragt wurde, wird das Vorgehen in Laer aufzeigen. Frank Schulz wird in seinem Vortrag von den Erfahrungen anderer Kommunen mit Stadtteilzentren, Stadtteilbegegnungsorten berichten.
