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Stadt Bochum Infos:Weil Bochum eine europäische Stadt ist Robert Menasse liest zum Europatag am Platz des europäischen Versprechens

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Eine Hommage an Europa, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2017: Robert Menasse, der große Romancier, liest zum Europatag am Platz des europäischen Versprechens aus seinem preisgekrönten Roman - dem ersten, der Brüssels Bürokratie in Literatur verwandelt hat.

 

„Die Hauptstadt“ heißt er, dieser von der Kritik in hohen Tönen gelobte Roman, und auf den ersten Blick scheint mit der Hauptstadt tatsächlich Brüssel gemeint zu sein, die Stadt, in der die Fäden Europas zusammenlaufen. Und die Erzählfäden, die Menasse spinnt: Ein Kommissar, der auf der Suche ist nach einem Mörder, der einen Mord begangen hat, den es nicht gibt. Ein Professor, der den Eingang sucht zu einem Think Tank, das nicht denken will. EU-Beamte, die sich auf die Suche machen nach dem, was Europa bedeutet. Und David de Vriend, er hat die Nazis bekämpft, er hat Auschwitz überlebt, seine Erinnerung zerrinnt …

 

Schwerer Stoff? „Ein großer Wurf“, so das Urteil von Philipp Haibach in DIE WELT. „Elegant geschrieben, fabelhaft gebaut, pointen- und gedankenreich“, meinte Andreas Isenschmid in DIE ZEIT, und im TAGESSPIEGEL schrieb Denis Scheck, Menasses Roman sei „eine grandiose Liebeserklärung an Europa und gleichzeitig eine blendend recherchierte Innenansicht über die Arbeit der Europäischen Kommission“. 

 

Aus diesem großen europäischen Roman - als bester Roman des Jahres 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet - liest Robert Menasse nun am Vorabend des Europatages am Platz des europäischen Versprechens. Ein Coup. „Robert Menasse ist ein großer Romancier und ein leidenschaftlicher Europäer“, sagen Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und der Superintendent der Evangelischen Kirche in Bochum, Gerald Hagmann: „Menasses Roman ist eine Liebeserklärung an alle, die wir Europa bilden.“

 

Und das ist der Grund, warum die Stadt und die Evangelische Kirche den österreichischen Schriftsteller für diesen Tag an diesen Ort eingeladen haben: Weil Bochum eine europäische Stadt ist. Allein der Platz des europäischen Versprechens ist aus 14.726 Namen gebaut, die für die Vielfalt stehen, die Europa bedeutet. Und für die Vorstellungskraft, die jeder Einzelne entwickeln kann.

 

Darum:  kein Europatag mit Sonntagsreden vor Würstchenbuden-Kulisse, sondern mit Literatur am Platz des europäischen Versprechens. Einem Ort des Sprechens und der Diskussion: Im Anschluss an seine Lesung wird sich Robert Menasse - der Wiener Romancier gilt als diskussionsfreudig, meinungsstark, immer unterhaltsam  -  mit Bochumer Bürgerinnen und Bürgern über seine europapolitischen Vorstellungen streiten: mit Michael Mauer, Bochumer Unternehmer und Kreishandwerksmeister, mit Schülerinnen und Schülern der Hildegardis-Schule, einer der vier Europa-Schulen Bochums, sowie mit Nikolai Fuchs, dem Vorsitzenden der gemeinnützigen Stiftung der örtlichen GLS-Bank. Sie alle haben ihre Erfahrungen mit Europa gemacht, Erfahrungen, die nicht immer nur literarisch gewesen sein dürften, die aber alle zu dem gehören, was wir in Bochum sind: europäisch. 

 

Wann? Dienstag 8. Mai | 18 Uhr

Wo? Christuskirche Bochum | Platz des europäischen Versprechens 1

Eintritt? 10 € . Für jedes Ticket geht ein Frei-Ticket an sozial Schlechtergestellte [via KulturPott], an Schülerinnen und Schüler sowie an Initiativen, die für Europa einstehen

Tickets? Gibt es in 2000 VVK-Stellen bundesweit sowie unter christuskirche-bochum.de.

Weitere Informationen unter www.christuskirche-bochum.de

sowie unter:

http://www.christuskirche-bochum.de/veranstaltung/robert-menasse-liest-aus-die-hauptstadt/  und

http://www.christuskirche-bochum.de/2018/04/nie-wieder-auschwitz-nie-gehoert