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Stadt Bochum Infos: Kunstmuseum Bochum Ein Live-Bild-Klang-Experiment

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Im Rahmenprogramm der Ausstellung „Andreas Golinski. In den Tiefen der Erinne-rung“ zeigt das Kunstmuseum Bochum am 16.06.2018, um 20.00 Uhr
Germinal
Ein Live-Bild-Klang-Experiment:
Filmcollage nach Albert Capellani „Germinal“ (Frankreich 1913) und Jörg Ke-weloh „Demolition Entertainment“ (1993) mit Musik von Martin Blume, Gunda Gottschalk, Eckard Koltermann
Albert Capellani, Germinal (Filmstill),1913
Der 1913 erschienene Stummfilm „Germinal“ von Albert Capellani nach dem gleichnamigen
Roman von Emile Zola gehört längst zu den Klassikern dieses Genres. In
eindringlicher und realistischer Weise befasst er sich nicht nur mit dem Thema
Bergbau, sondern stellt auch die Frage nach politischen Zielen und Idealen. Im Mittelpunkt
der Handlung steht dabei Étienne Lantier, der als glühender Sozialist den
Streik der Bergarbeiter gegen die miserablen Arbeitsbedingungen in den französischen
Kohlengruben im späten 19. Jahrhundert anführt. Das filmische Meisterwerk
bildet den Ausgangspunkt für ein musikalisches Bild-Klang-Experiment.
Teil dieser künstlerischen Kollage assoziativer Bilder zum Thema ist auch eine echte
Filmrarität: der achtminütige Kurzfilm „Demolition Entertainment“ von Jörg Keweloh,
der sich mit dem Verschwinden der materiellen Zeichen der Industriekultur im
Ruhrgebiet auseinandersetzt. Doch was verschwindet, lebt in den Bildern weiter.
Gespenster ertanzen sich ihre Welt neu. Ein impressionistisches Requiem. Damit
wird auf filmischer Ebene versucht, einen historischen Bogen zum Thema Bergbau
zu spannen.
Was mit Klarinette, Viola und Percussion-Instrumenten entsteht, ist keine „Filmmusik“,
keine den Film begleitende Ausdrucksform, sondern etwas Drittes: eine
energetisch geladene Musik-Film-Performance mit Spontankompositionen, die mit
großem Gespür den filmischen Code aufgreifen und als Inspirationsbeschleuniger
für die eigenen Gestaltungsprozesse nutzen.
Musikalische Improvisation:
Eckard Koltermann – Bassklarinette
Gunda Gottschalk – Viola
Martin Blume –Percussion
Der Eintritt ist frei.