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Stadt Bochum Infos:Erste Stolperschwelle für Bochum zum Gedenken an Opfer des NS-Regimes

Stolpersteine Stolperschwelle
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Stolpersteine Stolperschwelle
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Bochum hat acht neue Stolpersteine und erstmals auch eine Stolperschwelle bekommen. Am Kreisverkehr Kohlenstraße / Obere Stahlindustrie hat der Kölner Künstler Gunter Demnig am Freitag, 14. September, mit Hilfe und Vorbereitung des Tiefbauamtes und des Technischen Betriebs der Stadt die Gedenkschwelle in den Gehweg eingelassen. Sie trägt den Schriftzug: „Juni 1944 – März 1945: Bis zu 200 Häftlinge mussten hier im Außenlager des KZ Buchenwald Zwangsarbeit leisten. Sie arbeiteten in der Rüstungsproduktion des Bochumer Vereins. Durch unmenschliche Arbeits- und Lebensbedingungen, Misshandlungen und Bombenangriffe fanden viele den Tod“.

 

Stolperschwellen werden in Abgrenzung zu den einzelnen Steinen dort installiert, wo mehrere Menschen Opfer des NS-Regimes wurden und sich ihre Namen nicht mehr rekonstruieren lassen. Im Bochumer Fall erinnert die Schwelle an die Opfer im Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald auf dem ehemaligen Werksgelände des Bochumer Vereins, Obere Stahlindustrie. Initiiert wurde die Planung und Umsetzung von der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bochum“. Sie haben auch die Patenschaft übernommen.

 

An folgenden Stellen haben der Künstler Demnig und die Stadt neue Stolpersteine verlegt: Südring 21, Franzstraße 11, Voedestraße 19,  Hüller Straße 10 und in der Lange Straße 5. Das „Stolperstein-Projekt“ von Gunter Demnig wird seit nunmehr 14 Jahren durch das Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte in ganz Bochum umgesetzt. Gunter Demnig hat bisher 239 Stolpersteine an 124 verschiedenen Stellen in Bochum verlegt. Eine Übersicht gibt es unter: www.bochum.de/stolpersteine.

 

Am kommenden Mittwoch, 19. September, werden acht Stolpersteinpaten, die die Geschichten von NS-Opfern erforscht haben, über die bewegenden Schicksale berichten, die sich hinter den nun verlegten Steinen und der Schwelle verbergen.  Die Veranstaltung findet im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, um 19.30 Uhr statt.