Stadt Bochum Infos:Bundesarbeitsminister Hubertus Heil besucht das Bochumer Bergmannsheil
Minister lernt Klinikalltag hautnah kennen
Viele neue Einblicke gewann gestern Bundesarbeitsminister Hubertus Heil
im BG Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum: Er begleitete die
Mitarbeiterin Susanne Holtkotte bei ihrem Einsatz in der Bettenzentrale
und wirkte auch tatkräftig mit: Betten abziehen, reinigen und für den
Abtransport zu den Stationen vorbereiten – all dies gehörte zu den
Tätigkeiten des Ministers. Während seiner Arbeit erfuhr er von Susanne
Holtkotte und ihren Kolleginnen sehr viel über ihren anstrengenden
Arbeitsalltag. Im Anschluss lernte er bei einem Rundgang zentrale
Klinikbereiche des BG Klinikums kennen. Der Termin kam zustande, nachdem
sich Minister Heil und Susanne Holtkotte in einer Polit-Talkshow
kennengelernt und einen „Jobwechsel“ vereinbart hatten.
„Überregional bedeutendes BG Klinikum“
„In einem überregional bedeutenden BG Klinikum wie dem Bergmannsheil
müssen sehr viele Rädchen ineinander greifen, damit dieser große
Organismus im Sinne der Patienten funktionieren kann“, sagte Minister
Hubertus Heil. „Es war für mich ein eindrucksvolles Erlebnis, die
verschiedenen Bereiche kennenzulernen und auch hautnah mitzuerleben,
welche hohe Arbeitsleistung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier
tagtäglich erbringen.“ Als universitäre BG Klinik bietet das Bergmannsheil
ein umfassendes Leistungsspektrum und eine hoch spezialisierte Versorgung
insbesondere für Notfall- und Unfallpatienten aller Schweregrade. Rund
2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unter dem Dach des
Krankenhauses beschäftigt. Bei seinem Rundgang zeigte sich Minister Heil
sehr interessiert an den Abläufen der Versorgung von Schwerstverletzten
und den kurzen Wegen in der Notaufnahme von der Patientenanfahrt zu den
modernen Schockräumen.
Im neuen Bettenhaus 51, in dem sich die Abteilung für Rückenmarkverletzte
befindet, erfuhr er im Gespräch mit Ärzten, Therapeuten und einer
Patientin, dass sehr viele verschiedene Professionen in die Behandlung
eingebunden sind, um gelähmten Menschen bestmöglich helfen zu können.
Schließlich hatte der Minister Gelegenheit, ein neues internationales
Forschungsprojekt kennenzulernen. Beim Brain-Computer-Interface-Proje
lernen querschnittgelähmte Menschen, einen Rollstuhl mittels Gedankenkraft
zu steuern. Beteiligt sind hier das Bergmannsheil und die Technische
Hochschule Lausanne. Fasziniert verfolgte der Minister eine Präsentation
mit einem Patienten: Dabei konnte er selbst nachvollziehen, dass das
Konzept funktioniert und ein großes Potenzial für die weitere Forschung
bietet.
Dr. Tina Groll, Geschäftsführerin des Bergmannsheils, zeigte sich
ihrerseits sehr erfreut über den Besuch des Ministers und seine aktive
Mitarbeit in der Bettenzentrale: „Wir freuen uns sehr, dass wir Herrn
Minister Heil die Gelegenheit geben konnten, die Arbeitsabläufe in unserem
BG Klinikum Bergmannsheil kennenlernen zu können. Sein aufrichtiges und
detailliertes Interesse an unserer Arbeit hat uns und die Beschäftigten
sehr beeindruckt.“
Über das Bergmannsheil
Das BG Universitätsklinikum Bergmannsheil zählt zu den größten
Akutkliniken der Maximalversorgung im Ruhrgebiet. 1890 als erste
Unfallklinik der Welt zur Versorgung verunglückter Bergleute begründet,
vereint das Bergmannsheil heute 23 hochspezialisierte Kliniken und
Fachabteilungen unter einem Dach. Rund 2.200 Mitarbeiter stellen die
qualifizierte Versorgung von rund 84.000 Patienten pro Jahr sicher.
Das BG Universitätsklinikum Bergmannsheil gehört zur Unternehmensgruppe
der BG Kliniken. Die BG Kliniken sind spezialisiert auf die Akutversorgung
und Rehabilitation schwerverletzter und berufserkrankter Menschen. In neun
Akutkliniken, zwei Kliniken für Berufskrankheiten und zwei Ambulanzen
versorgen über 13.000 Beschäftigte mehr als 560.000 Fälle pro Jahr. Träger
der BG Kliniken sind die gewerblichen Berufsgenossenschaften und
Unfallkassen. Weitere Informationen: www.bergmannsheil.de, www.bg-
kliniken.de
