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NRW-Umweltministerin Heinen-Esser besucht IfADo

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser mit IfADo-Direktor Jan Hengstler und Toxikologe Christoph van Thriel (links).
NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser mit IfADo-Direktor Jan Hengstler und Toxikologe Christoph van Thriel (links).
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NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser mit IfADo-Direktor Jan Hengstler und Toxikologe Christoph van Thriel (links).
NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser mit IfADo-Direktor Jan Hengstler und Toxikologe Christoph van Thriel (links).

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat heute das Leibniz-Institut
für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) besucht. Das Ministerium
für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz ist für die
Thematik Umweltmedizin in Nordrhein-Westfalen zuständig. Toxische
Substanzen, die auch in der Umwelt eine Rolle spielen, und ihre
Wirkmechanismen im Menschen werden seit Jahrzehnten in der Abteilung
„Toxikologie“ des IfADo erforscht.

Zum aktuellen Austausch zwischen Politik und Wissenschaft begrüßten Prof.
Dr. Jan G. Hengstler, wissenschaftlicher IfADo-Direktor und Leiter des
Forschungsbereichs „Toxikologie“, und PD Dr. Christoph van Thriel, Leiter
der Forschungsgruppe „Neurotoxikologie und Chemosensorik“, am Mittwoch,
den 12. Juni die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im IfADo. Im
offenen Gespräch ging es um diverse toxische Substanzen, um generelle
Prinzipien der Grenzwertableitung sowie Alternativen zu Tierversuchen, die
am IfADo intensiv erforscht werden.

„Die Erforschung der Wirkung und Bewertung von Schadstoffen auf die
menschliche Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung, um den Schutz der
Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten“, sagte NRW-Umweltministerin
Heinen-Esser.

Der Besuch der Ministerin verdeutlicht die hohe gesellschaftliche Relevanz
der Forschungsthemen am IfADo. „Unabhängige toxikologische Forschung ist
besonders in sensiblen, verbraucherschutznahen Bereichen notwendig“,
betont IfADo-Direktor Hengstler, der aktuell auch Vorsitzender der
Senatskommission zur gesundheitlichen Bewertung von Lebensmitteln (SKLM)
ist. Das bestätigt auch van Thriel und erläutert: „Am IfADo ist die
Ableitung von Grenzwerten für den Arbeitsplatz seit vierzig Jahren
verankert“. Er selbst ist seit 2008 Mitglied der Senatskommission zur
Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe.

Von hohem Interesse für das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-
und Verbraucherschutz sind auch Alternativen zu Tierversuchen, da das
Ministerium verantwortlich für den Vollzug des Tierschutzgesetzes ist. Die
Entwicklung von Alternativmethoden zum Testen toxischer Substanzen steht
bereits seit mehr als einem Jahrzehnt im Fokus der IfADo-Forschung. Erst
kürzlich hat das IfADo eine Roadmap für die Entwicklung von
stammzellbasierten Testverfahren erstellt. „Inzwischen gibt es effiziente
Zellkulturmethoden und Simulationsverfahren, die wir soweit etablieren
können, um zumindest einen Teil der Tierversuche zu ersetzen. Es liegt
jedoch noch ein weiter Weg vor uns“, beschreibt Hengstler den aktuellen
Forschungsstand.

Das Gespräch wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Leibniz im Landtag
NRW“ vereinbart. Einmal jährlich stellen Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler der Leibniz-Gemeinschaft NRW ihre Expertise den
Ministerien und Abgeordneten direkt vor Ort in Düsseldorf zur Verfügung.