"Vergangenes Aktionswochenende für Klimagerechtigkeit war erst der "Auftakt" des Bündnisses Klimaalarm Münster
Das Bündnis Klimaalarm zieht nach dem ersten Aktionswochenende vom 26.- 29. September eine positive Bilanz: Mit zahlreichen Aktionen konnte der Münsteraner Alltag unterbrochen und ein wichtiges Zeichen für Klimagerechtigkeit gesetzt werden. So vielfältig die beteiligten Initiativen waren, so vielfältig war auch der Protest. Bei der Podiumsdiskussion „Vom Hambi in die Hauptstädte“, die am Donnerstagabend den Auftakt bildete, ging es unter anderem um die Frage, wie radikal die Klimagerechtigkeitsbewegung auftreten muss. Viel Zustimmung unter den etwa 200 Besucher*innen fand die Antwort, man müsse sowohl die breite Masse der Bevölkerung mit niedrigschwelligen Aktionen mobilisieren, als auch mit Aktionen zivilen Ungehorsams den Druck auf die Politik erhöhen. Diese Mischung verschiedener Protestformen spiegelte sich auch im Klimaalarm-Aktionswochenende wider:
So kamen am Samstag rund 2000 rot gekleidete Münsteraner*innen zur Rote-Linie-Aktion und beteiligten sich an der Menschenkette um die Promenade, um zu zeigen: "Die Klimakrise ist da, bis hierhin und nicht weiter!". Auch wenn die Menschenkette zum Teil noch Lücken aufwies, konnten doch alle Zufahrtsstraßen in die Innenstadt für 10 Minuten gesperrt werden. In der Nacht zum Sonntag besetzten dann einige Aktivist*innen von Fossil Free einen Baum vor dem LWL-Landeshaus, um den Landschaftsverband zum Verkauf seiner RWE-Aktien aufzufordern. RWE, Mitbesitzer des nur 70 km von Münster entfernten AKW Lingen II, setzt nicht nur weiter auf Braunkohle, zunehmend versucht der Konzern auch wieder die Atomkraft als vermeintlich CO2-neutral salonfähig zu machen und verhindert durch den Weiterbetrieb des AKW aktiv den Ausbau der Energiewende. Weiterhin ließ Greenpeace den Prinzipalmarkt symbolisch im Aasee untergehen, die BUNDjugend veranstaltete einen Kleidertausch und der Tierrechtstreff schwang mit der „Initiative gegen die Zukunft jüngerer Generationen“ ironische Reden in der Innenstadt.
Das Bündnis bedankt sich bei allen Beteiligten für das erfolgreiche erste Aktionswochenende. Dieses sieht das Bündnis lediglich als Auftakt für weiteres Tätigwerden. Zukünftige Aktionen im Rahmen der zweiten Aktionswelle der europaweiten Kampagne #By2020WeRiseUp sind in Planung, um weiterhin für Klimagerechtigkeit zu kämpfen."
