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Poetry-Slammer begeisterten im Hauptbahnhof Das Publikum kürte Florian Stein zum „Bahnhofspoeten NRW 2019“

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Die Poetry-Slam-Tour der Einkaufsbahnhöfe in NRW fand am gestrigen Donnerstag in Köln ihr großes Finale. Von den 24 Teilnehmern konnten sich sechs Poeten in den Vorrunden in Münster (Westf), Duisburg, Düsseldorf, Wuppertal, Bochum und Essen für das Finale in der Markthalle des Kölner Hauptbahnhofs qualifizieren.  

In den Hallen der Hauptbahnhöfe, wo es sonst trubelig und laut zugeht, war an den vergangenen Tagen eine ungewöhnliche Ruhe eingekehrt. Zahlreiche Reisende und Pendler blieben stehen und nahmen sich die Zeit, um den kreativen Texten der Poetry-Slammer andächtig zu lauschen. Auch viele Fans dieser Kunstform waren in den Bahnhof gekommen. Zwischen dem 4. und 9. Oktober hatten die Vorrunden der Poetry-Slam-Tour in den Einkaufsbahnhöfen in Münster (Westf), Duisburg, Düsseldorf, Wuppertal, Bochum und Essen stattgefunden. Die Finalisten konnten sich gegen jeweils drei ihrer Kollegen durchsetzen und waren unter tosendem Applaus vom Publikum gewählt worden. 

In Münster qualifizierte sich mit Simeon Buss bereits am 4. Oktober der Landesmeister für Bremen und Niedersachsen von 2015 für das Finale in Köln. Beim Wettbewerb in Duisburg setzte sich die ehemalige U20-NRW-Meisterin Elena Nern gegen ihre Kollegen durch. Johannes Floehr, der nicht nur Poetry-Slammer, sondern mittlerweile auch Veranstalter und Moderator ist, überzeugte das Publikum bei seinem Auftritt in Düsseldorf. Weitere Vorrunden fanden am 7. Oktober in Wuppertal und an den darauffolgenden Tagen in Bochum und Essen statt. In Wuppertal eroberte die gebürtige Dortmunderin Miedya Mahmod die Herzen der Zuschauer, während Florian Stein das Publikum in Bochum mit seinen wortgewandten Texten begeisterte. Als letzte Teilnehmerin qualifizierte sich Tabea Farnbacher in Essen für das Finale der Poetry-Slam-Tour in der Markthalle des Kölner Hauptbahnhofs.

Unter der Moderation von Jason Bartsch, ebenfalls erfahrener Poetry-Slammer, zeigten die Wortakrobaten in Köln, dass sie das Spiel mit der Sprache perfekt beherrschen und die Kunstform mit großer Leidenschaft auf den Punkt bringen. Das spürten auch die Zuschauer und quittierten jede einzelne Performance mit anerkennendem Beifall. Besonders überzeugen konnte in Köln Florian Stein, der in der abschließenden Abstimmungsrunde vom Publikum zum „Bahnhofspoet NRW 2019“ gewählt wurde. Der Bochumer ist seit 2015 auf Poetry-Slam-Bühnen zuhause und stach nicht nur durch clevere Wortspiele und Denkanstöße, sondern auch durch eine energiegeladene Bühnenpräsenz hervor. Neben seiner Karriere als Slammer engagiert er sich auch als Moderator und Veranstalter von Poetry-Slams.

Ursula Sollors-Dettmer, verantwortlich für Marketing und Events für die Geschäfte in den Einkaufsbahnhöfen in NRW, ist sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltungsreihe. Auch in Köln war die Markthalle gut gefüllt mit Zuschauern und Reisenden, die, angezogen von Musik und Lyrik, neugierig nähertraten und interessiert die Darbietungen der Poeten verfolgten. „Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. In allen Bahnhöfen haben sich die Poetry-Slammer sehr über die zahlreichen Zuschauer und das tolle Feedback des Publikums gefreut. Nicht nur extra für die Veranstaltung angereiste Besucher, sondern auch viele Pendler und Reisende, jung und alt, sind bis zum Ende der Veranstaltung geblieben, um für ihren Favoriten abstimmen zu können“, sagt Ursula Sollors-Dettmer.