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Wechsel in der Führung: VfL Bochum trennt sich von Spitzenpositionen

VfL Bochum Symbolbild
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Beim VfL Bochum weht ein starker Wind der Veränderung! Ein Herbststurm bläst durch die
oberen Reihen und sorgt für einen Wechsel im Trainerstab und der Geschäftsführung: Der
Verein verabschiedet sich mit sofortiger Wirkung von Dieter Hecking und Dirk Dufner.
Ungemütliche Zeiten verlangen unliebsame Konsequenzen: Nachdem der VfL Bochum in der
vergangenen Saison mit sportlichen Herausforderungen und Personalwechseln zu kämpfen
hatte, sollte nun endlich wieder Ruhe in die Mannschaft einkehren.

Die Hoffnungen, dass Chef-Trainer Dieter Hecking mit vollem Einsatz für eine Stabilisierung der Leistung und konsequente
Erfolge sorgt, wurden nicht bestätigt. Erst im November 2024 kam Hecking nach Bochum, um
den Abstieg in die 2. Bundesliga zu verhindern. Der Plan schlug fehl.
Auch der Saisonstart 2025/2026 war eher von dunklen Zeiten dominiert. Drei verlorene Spiele in
Folge heizten die angespannte Stimmung an, die sich nun in einer radikalen Konsequenz
äußert: Trainer Hecking und Sport-Geschäftsführer Dufner müssen ihre Posten räumen. Eine
überraschende Wendung, die hinsichtlich der kurzen Wirkungszeit von Hecking besonders
übereilt erscheint.


Anhaltender Abwärtstrend
Die fehlende Aussicht auf Siege und der plötzliche Trainerwechsel dürften bei den
Profifußballern vom VfL Bochum kaum Sicherheit generieren. Für den vorläufigen Ersatz-
Trainer David Siebers, der dem Verein seit elf Jahren als Coach treu ist und zuvor die U19-
Mannschaft trainierte, mag dies zwar eine motivierende Herausforderung sein, doch die
Aussichten auf eine positive Stimmung sinken. Auch Experten, Buchmacher und Fans sehen
kaum Chancen, wie die laufende Saison noch gerettet werden kann. Die Wetten im Fußball in
der 2. Bundesliga sprechen mit einer Quote von 15,00 (Betano, Stand: 18.9) eine deutliche
Sprache. Konkurrenten wie Hertha BSC Berlin, Hannover 96 oder FC Schalke 04 liegen im
Ranking deutlich vor den Bochumern.
Auch der 16. Tabellenplatz lässt den Abwärtstrend kaum von der Hand weisen. Die Kritik aus
den Fan Reihen reicht von einer schwachen Teamaufstellung, fehlender Taktik bis zum Ausfall

verschiedener Spieler. In Anbetracht der Kritikpunkte bleibt die Frage offen, wie viel Schuld
Hecking selbst trägt. Oder trägt er überhaupt eine? Die Zeit, in der er Bochum aus der Misere
retten sollte, war für einige Kritiker und Beobachter eindeutig zu kurz. David Siebers muss nun
ein schweres Erbe antreten. Zwar wartet mit jeder Veränderung eine neue Chance, doch ist die
derzeitige Situation für jeden Nachfolger eine wahre Last, die es zu stemmen gilt.


Keine Spur von bösem Blut
Bei solch einer unerwarteten und innerhalb kurzer Zeit umgesetzten Personaländerung wäre es
nachvollziehbar, ein distanziertes Miteinander an den Tag zu legen. Ganz im Gegensatz zu
Hecking und Dufner: Auf der einberufenen Pressekonferenz zeigten sich die Profis
verständnisvoll und akzeptierten die Entscheidung des Vereins. Welche weiteren Pläne auf
Dufner und Hecking warten, dazu äußerten sie sich bisher nicht.
Wie sehr sich die Veränderungen auf das mangelnde Selbstvertrauen des Vereins auswirken,
wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Die anstehenden Spiele dürften mit stärkerer
Aufmerksamkeit beobachtet werden, um Analysen zu schärfen und existenzielle Anpassungen
vorzunehmen. Diese Saison wird für die Bochumer zweifelsohne ein Kräftemessen mit externen
und internen Faktoren. Bleibt zu hoffen, dass mögliche Siege die verdienten Punkte bringen und

den eigenen Tabellenrang sowie die Stimmung im Team verbessern.