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Vortrag im Kultur- und Stadthistorischen Museum: Zum Umgang mit den NS-Endphaseverbrechen in Duisburg

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Auf ein fast vergessenes Kapitel der Duisburger Stadtgeschichte richtet
Thorsten Fischer seinen Blick in seinem Vortrag am Sonntag, 8. März, um 15
Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz
1 am Innenhafen.

In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs verübten Angehörige des NS-
Regimes sowie Zivilisten zahlreiche Verbrechen – die später sogenannten

Endphaseverbrechen. Am 21. März und 9. April 1945 ließ der Duisburger
Polizeipräsident Franz Bauer 38 Menschen ohne rechtskräftiges Urteil
erschießen. Ihre Leichen wurden notdürftig auf dem Waldfriedhof verscharrt.
Nach der Befreiung Duisburgs am 12. April exhumierten die Alliierten die
Toten und bestatteten sie auf dem König-Heinrich-Platz. Der amerikanische
Stadtkommandant ordnete an, „die Gräber in derselben Weise wie auf einem
Friedhof zu pflegen“.


Diese Gräber – bald nur noch als „Russengräber“ bezeichnet – sollten
Zeugnis ablegen vom Umgang der Stadt mit den NS-Verbrechen, die man
alsbald vergessen wollte.
Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene
4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Besucher 2 Euro. Das vollständige

Programm und weitere Informationen sind online unter www.stadtmuseum-
duisburg.de abrufbar.