Neue Radverbindungen als Alternative während A59-Bauarbeiten: Stadt und ADFC entwickeln attraktive Nord-Süd-Route durch Duisburg
Der geplante Neubau der Berliner Brücke und des nördlich anschließenden
Verlaufs der A 59 wird den Verkehr im Duisburger Norden in den kommenden
Jahren spürbar verändern. Über einen längeren Zeitraum sind weitere
Einschränkungen und Behinderungen zu erwarten – mit weitreichenden
Folgen für den Straßenverkehr in der gesamten Stadt. Auch laufende und
anstehende Baumaßnahmen der Bahn erschweren das Pendlerleben
zusätzlich.
„Aus der Vergangenheit wissen wir, dass solche Baumaßnahmen nicht nur
lokal wirken. Sie führen oft zu großflächigen Auswirkungen und zu Staus auf
vielen Straßen in Duisburg“, sagt Herbert Führmann vom Allgemeinen
Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Deshalb wollen wir frühzeitig Alternativen
aufzeigen und aktiv fördern.“
Eine solche Alternative könnte künftig stärker auf zwei Rädern stattfinden:
Die Stadt Duisburg arbeitet gemeinsam mit dem ADFC Duisburg daran,
attraktive Radverbindungen für durchgehende Nord-Süd-Routen zu
entwickeln. Ziel ist es, möglichst sichere und komfortable Wege von der
nördlichen Stadtgrenze über die angrenzenden Stadtteile bis in die
Innenstadt anzubieten.
Mit den neuen Verbindungen sollen mehr Menschen ermutigt werden, im
Alltag aufs Fahrrad umzusteigen – und damit Staus zu umgehen. „Wir sind
überzeugt, dass viele Duisburgerinnen und Duisburger das Rad als echte
Alternative entdecken können“, sagt Sebastian Beck, Leiter der
Verkehrsplanung bei der Stadt Duisburg. „Wer heute im Auto im Stau steht,
könnte morgen deutlich entspannter mit dem Rad unterwegs sein. Für
Menschen, die bereits jetzt Rad fahren, werden sich zudem spürbare
Verbesserungen ergeben.“
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den neuen Routen fand bereits statt:
Nach vorbereitenden Gesprächen Ende 2025 erkundeten Vertreterinnen und
Vertreter der Stadtverwaltung und des ADFC Duisburg mögliche Strecken bei
einer gemeinsamen Ortsbefahrung mit dem Fahrrad. Dabei wurden
verschiedene Varianten geprüft und dokumentiert. Besonders wertvoll war
die Teilnahme von Mitarbeitenden des Planungsbereichs für die Stadtbezirke
Mitte, Hamborn und Meiderich, die die Strecken ebenfalls per Rad erlebten
und gleichzeitig Einblicke in aktuelle Planungen und Überlegungen geben
konnten.
In den kommenden Monaten sollen die favorisierten Routen nun konkret
ausgearbeitet werden. Gleichzeitig werden mögliche Schwachstellen
identifiziert und Maßnahmen zu deren Verbesserung geplant.
Stadtverwaltung und ADFC wollen das Projekt auch in der Öffentlichkeit
gemeinsam begleiten. Neben der Planung der neuen Verbindungen soll
deshalb auch frühzeitig über die geplante Rad-Umfahrung der A59 informiert
und aktiv für ihre Nutzung geworben werden.
