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Kommunaler Wärmeplan beschlossen: Duisburg stellt Weichen für klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045

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Der Rat der Stadt Duisburg hat in seiner gestrigen Sitzung am 4. Mai den
Kommunalen Wärmeplan beschlossen. Dieser wurde seit September 2023
von der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) und der
Stadtverwaltung erarbeitet.


Ziel der Kommunalen Wärmeplanung ist eine sichere, bezahlbare und
klimaneutrale Wärmeversorgung für die Duisburgerinnen und Duisburger.
Der Wärmeplan analysiert den aktuellen Gebäudebestand und zeigt auf,
welche Versorgungsoptionen in welchen Stadtteilen perspektivisch sinnvoll
sind – etwa der Ausbau von Wärmenetzen oder der Einsatz dezentraler
Lösungen wie Wärmepumpen.
Für Bürgerinnen und Bürger schafft der Wärmeplan erstmals eine
strategische Orientierung, welche Lösungen langfristig in ihrem Quartier in
Frage kommen könnten. Damit bildet er eine wichtige Grundlage für
zukünftige Investitionsentscheidungen – sowohl für private Eigentümer als
auch für Unternehmen.
Gleichzeitig gilt: Der Kommunale Wärmeplan ist kein verbindlicher Fahrplan
für einzelne Gebäude und ersetzt keine individuelle Beratung. Er trifft keine
unmittelbaren Vorgaben für Heizungswechsel und garantiert auch noch
keinen Anschluss an ein Wärmenetz. Vielmehr bildet er den strategischen
Rahmen, auf dessen Basis konkrete Projekte und Angebote in den
kommenden Jahren entwickelt werden.
„Mit dem Wärmeplan ermöglichen wir mehr Orientierung und
Planungssicherheit für Bürger, Kommune und Wirtschaft. Der Plan bildet die
Grundlage für die schrittweise Umsetzung einer wirtschaftlichen,
nachhaltigen und verlässlichen Wärmeinfrastruktur“, sagt Oberbürgermeister
Sören Link
Die Kommunale Wärmeplanung wurde in zahlreichen Veranstaltungs- und
Beteiligungsformaten vorgestellt und diskutiert. Politik, Unternehmen,
Verbände sowie Bürgerinnen und Bürger haben ihre Perspektiven
eingebracht und so zur Weiterentwicklung des Plans beigetragen.
Umweltdezernentin Linda Wagner begrüßt die starke Beteiligung der
Duisburgerinnen und Duisburger: „Das große Interesse hat gezeigt, dass die
Duisburger Wärmewende ein Gemeinschaftsprojekt ist, was jeden betrifft.
Darauf wollen wir aufbauen für die weiteren Projektschritte.“
Andreas Gutschek, Geschäftsführer der DVV und Vorstand der Stadtwerke
Duisburg betont: „Wir haben den Kommunalen Wärmeplan aktiv
mitentwickelt und sehen darin eine wichtige strategische Grundlage für die
Wärmewende in Duisburg. Für uns als kommunales Unternehmen bedeutet
das zugleich Verantwortung: Wir werden die nächsten Schritte so gestalten,
dass diese sowohl nachhaltig und wirtschaftlich tragfähig sind und gleichzeitig
die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden in der Stadt berücksichtigt
werden.“
Die nächsten Schritte: Der beschlossene Wärmeplan wird von der Stadt an
das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK)
übertragen, dass das Monitoring der Wärmeplanung in NRW-Kommunenübernimmt. Parallel beginnt in Duisburg die nächste Phase: die
Konkretisierung und schrittweise Umsetzung der identifizierten Maßnahmen.
Ziel ist es, die Wärmewende vor Ort gemeinsam mit kommunalen Akteuren,
Wirtschaft und Bürgerschaft weiter voranzubringen.