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Duisburg, KSM: Vortrag über Schuldsklaverei in der Antike

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Das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg lädt am Sonntag, 10. Mai,
um 15 Uhr zu einem Vortrag mit Prof. Dr. Martin Leutzsch über die Formen
der Schuldsklaverei in antiken Gesellschaften ein.
Vor allem Bauern gerieten infolge von Missernten und wirtschaftlichen Krisen
in Abhängigkeiten, indem sie sich selbst oder ihren Besitz verpfändeten. Ein
Ausweg war kaum möglich, da sich Schulden und Abhängigkeiten rasch
verfestigten.


Zur Sicherung sozialer und wirtschaftlicher Stabilität wurden im Alten Orient
wiederholt umfassende Schuldenerlasse ausgesprochen. Auch im Alten
Testament finden sich entsprechende Regelungen, etwa in den Vorschriften
zu Sabbat- und Jubeljahren. Diese sind nicht nur politisch, sondern auch
religiös begründet und ethisch reflektiert.
Die Idee, Verschuldung zu begrenzen und einen Neuanfang zu ermöglichen,
wirkt bis in die Gegenwart fort – etwa in modernen Regelungen zur
Privatinsolvenz.
Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und beträgt für Erwachsene
4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro.
Weitere Informationen und das Museumsprogramm gibt es online unter
www.stadtmuseum-duisburg.de.