FH Dortmund erfolgreich systemakkreditiert
Der Akkreditierungsrat, ein länderübergreifendes Gremium zur Sicherung der Studiengangs-Qualität, hat der Fachhochschule Dortmund das offizielle Siegel der Systemakkreditierung verliehen. Die Hochschule kann ihre Studiengänge ab sofort eigenverantwortlich prüfen und weiterentwickeln. Dieses neue Verfahren stärkt die Agilität in der Lehre und bindet Studierende als gleichberechtigte Partner fest in die Qualitätsentwicklung ein.
Das Siegel bescheinigt der FH Dortmund ein sehr gutes internes System für Qualitätsmanagement (QM). Für die kommenden acht Jahre besitzt die Hochschule damit die Autonomie, ihre Bachelor- und Masterstudiengänge selbstständig zu prüfen und zu zertifizieren. Aufwendige und langwierige Programmakkreditierungen durch externe Agenturen entfallen.
„Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsleistung aller Fachbereiche und der Verwaltung“, betont Rektorin Prof. Dr.
Tamara Appel. „Die Systemakkreditierung bestätigt, dass wir die Qualität unserer Studienangebote verlässlich, systematisch und auf hohem Niveau selbst sichern können.“
Dem Beschluss war ein mehrstufiges Prüfverfahren vorausgegangen, bei dem eine externe Gutachtergruppe die Prozesse an der FH Dortmund vor Ort analysierte. Die Gutachter*innen hoben insbesondere die gelebte Kooperationskultur innerhalb der Hochschule und mit externen Partnern hervor. Das QM-System der FH Dortmund ziele nicht auf rein formale Kontrolle, sondern setze auf eine kontinuierliche, dialogorientierte Verbesserung der Studienbedingungen.
Ein Merkmal ist die konsequente Partizipation der Studierenden. Die FH Dortmund bindet die Perspektiven, Interessen und Bedürfnisse der Studierenden aktiv in alle Verfahrensschritte ein. Etwa in der hochschuleigenen Akkreditierungskommission, in der Studierende stimmberechtigt neben Lehrenden und der Verwaltung vertreten sind und über die Studiengänge mitentscheiden. Die inhaltliche und organisatorische Weiterentwicklung der Curricula erfolgt dabei im engen, partnerschaftlichen Dialog und füllt das Leitmotiv der FH „We focus on students“ mit Leben.
Durch die Systemakkreditierung kann die FH Dortmund flexibler auf wissenschaftliche Erkenntnisse sowie veränderte Anforderungen des Arbeitsmarktes reagieren und Studienangebote an die neuen Entwicklungen anpassen.
„Die Systemakkreditierung gibt uns die Freiheit zur Selbstgestaltung, nimmt uns aber gleichzeitig in die Pflicht“, betont Prof. Dr. Stephan Weyers, Prorektor für Lehre, Studium und Internationales. An die Stelle externer Prüfungen tritt jetzt ein verlässliches, hochschuleigenes Regelwerk. „Wir sind nun noch stärker verantwortlich für strukturierte Abläufe, klare Zuständigkeiten und eine messbare Qualitätsentwicklung“, so Prof. Weyers weiter. Das Ziel sei, die Qualität des Studienangebots nachhaltig zu sichern und passgenau auf das Profil der Hochschule auszurichten.
Die Systemakkreditierung gilt rückwirkend ab dem 1. April 2026 für die Laufzeit von acht Jahren (bis 31. März 2034). Studiengänge, die das FH-interne Verfahren erfolgreich durchlaufen, erhalten direkt das offizielle Prüf-Siegel des Akkreditierungsrates. Dieses ist in Deutschland Voraussetzung, damit sich Studierende für einen Studiengang bewerben und einschreiben können.
