„Im Treibsand“ – Ausstellung im Café Tante Yurgan's
Das ehemalige Café Treibsand steht von September bis Oktober im
Fokus
Zwei Studierende der Theaterwissenschaft, Puck Knäb und Malte Jacob, machen
aus ihrer Forschungsarbeit zur queer-feministischen Stadtgeschichte eine
Ausstellung.
Am 12. September um 19 Uhr beginnt ihre einmonatige Rückschau
„Im Treibsand“ im Café Tante Yurgan's in der Castroper Straße 79. In der
Ausstellung werden Bilder, Zeitungsartikel und Flyer aus der damaligen Zeit des
Cafés Treibsand gezeigt. Gefördert wird das Projekt durch den Bochum-Fonds.
Das Treibsand war jahrelang ein Ort, an dem jede*r willkommen war. Das Café
wurde 1978 von einer Gruppe Studierender gegründet und entwickelte sich zu
einem Safe Space für die queere Community. Vor allem die Trans-Community fand
hier ihr Zuhause. Es wurden jahrzehntelang Partys, Lesungen und Ausstellungen
veranstaltet, bei denen auch Schauspielende der Theater und Dragqueens einen
Teil der Gäste ausmachten. „Schon damals spiegelte das Café einen wichtigen
Teil der Bevölkerung wider“, sagt Puck Knäb. Die Ausstellung zeichnet diese
Geschichte anhand historischer Dokumente nach.
Das Tante Yurgan's unterstützt die Ausstellung als Herzensprojekt: Jürgen Sippel,
der Inhaber des jetzigen Cafés, arbeitete schon im Café Treibsand, als er erst 17
Jahre alt war. Später übernahm er das Café und änderte den Namen. Er ist ein
wichtiger Bestandteil des Cafés und bringt seine langjährige Erfahrung auch in die
Ausstellung ein. Der Eintritt ist frei.
Förderung durch den Bochum-Fonds
Finanziell ermöglicht wird das Projekt in diesem Jahr durch den Bochum-Fonds.
Der Bochum-Fonds ist eine der Kernaktivitäten der Bochum Strategie und wird seit
2021 von Bochum Marketing im Auftrag der Stadt Bochum durchgeführt. Alle, die
volljährig sind, können gemeinwohlorientierte Ideen für ihre Stadtteile einbringen,
ob Privatperson, Initiative, gemeinnützige Organisation oder Verein. Die
Bürger*innenprojekte werden mit einer Summe von bis zu 25.000 Euro gefördert.
Voraussetzung dafür ist eine Eigenbeteiligung in Höhe von 20 Prozent der
Gesamtkosten, die auch in Form von Sach- und Arbeitsleistungen erbracht werden
kann. Ideen können weiterhin über die Mailadresse
eingereicht werden. Bochum Marketing unterstützt anschließend bei der
Umsetzung. Kleinere Projekte können bei der Erfüllung aller Voraussetzungen
schnell realisiert werden. Für Pläne ab 7.501 Euro ist ein Gremium zuständig, das
sich aus Mitgliedern der Bezirksvertretungen sowie des Haupt-, Wirtschafts- und
Finanzausschusses zusammensetzt.
Kontakt:
Website: www.bochum-fonds.de
