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Duisburg, Tag des offenen Denkmals® 2026 macht Denkmäler als Orte der Vernetzung und Verbindung sichtbar

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Der Tag des offenen Denkmals® geht am Sonntag, 13. September, unter
dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ an den Start. Tausende
Denkmäler öffnen bundesweit ihre Türen für Kultur- und
Denkmalinteressierte. Koordiniert wird die größte Kulturveranstaltung
Deutschlands von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.


Was verbindet Denkmäler mit Infrastruktur? Das Jahresmotto lenkt den Blick
auf Bauwerke, die über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte hinweg
Bewegung, Vernetzung und Verbindung ermöglicht haben und dies teilweise
bis heute tun. „In Duisburg können sich Besucherinnen und Besucher von
historischen Infrastrukturbauten und bedeutenden ‚NetzWERKEN‘
begeistern lassen“, so der zuständige Beigeordnete Michael Rüscher. „Dazu
zählen imposante Brückenkonstruktionen und Wassertürme, historische
Transport- und Verkehrsmittel, markante Kirchen- und Museumsbauten
sowie denkmalgeschützte Bereiche wie die Rheinpreußensiedlung oder
Friemersheim Dorf, die das Bild unserer Stadt prägen.“
Interessierte erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen,
Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen, Lesungen und vielem mehr.
So präsentiert der Heimatverein Hamborn e.V. den historischen Triebwagen
23, eine Hamborner Straßenbahn aus dem Jahr 1912. Vergangenes Jahr
erwarb der Heimatverein den Wagen und brachte ihn an seine alte
Wirkungsstätte zurück. Der Straßenbahnwagen ist ein bedeutendes Zeugnis
der frühen Straßenbahngeschichte im Ruhrgebiet. Er soll in den kommenden
Jahren restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Am
13. September kann der Triebwagen in Hamborn besichtigt werden; es wird
eine Ausstellung zur Straßenbahngeschichte im Duisburger Norden und
Führungen vor Ort geben.
In Anlehnung an das Jahresmotto können Fahrradbegeisterte bei einer
geführten Radtour denkmalgeschützte „NetzWERKE“ entdecken. Im Fokus
stehen Bauwerke, die Verbindung und Austausch ermöglichen, Strukturen für
Versorgung und Verkehr schaffen und Orte des Zusammenkommens sind.
Startpunkt ist der Duisburger Innenhafen. Der Weg führt von dort über
Homberg, Ruhrort und Beeck nach Hamborn und anschließend über
Meiderich wieder zurück zum Innenhafen. Die Strecke verläuft über
zahlreiche Brückenkonstruktionen vorbei an Häfen, Wassertürmen,
Pumpwerken, historischen Transport- und Verkehrsmitteln und
Industrieanlagen, die die Stadt bis heute prägen.
Mit der Restaurierung der denkmalgeschützten Rheinkirche und ihrer
architektonischen Erweiterung zu einem Kolumbarium hat das
Architekturbüro „KÜSSDENFROSCH“ einen außergewöhnlichen Ort
moderner Bestattungskultur geschaffen, der optimal an die Tradition des
Bauwerks anknüpft. Das Freie Kolumbarium ist ein Ort voller Geschichte und
Zukunft zum Ankommen, Erinnern, Verweilen, aber auch für Begegnung und
Austausch. Am Tag des offenen Denkmals® finden Führungen durch das
Kolumbarium und den Garten der Gedanken mit Gesprächen rund um
Architektur, Denkmalschutz und die Entstehungsidee eines Freien
Kolumbariums statt. Zum Ausklang gibt es hier eine berührend-humorvolle
Lesung von Verena-Kristina Kirchberg aus ihrem Buch „Ich bin Büdchen“.

Im Hafenstadtteil Ruhrort öffnet mit dem Museum der Deutschen
Binnenschifffahrt ein weiteres Denkmal seine Türen und macht Geschichte
rund um Infrastruktur und „NetzWERKE“ erlebbar. Im historischen
Jugendstilgebäude der ehemaligen Ruhrorter Badeanstalt vermittelt das
Museum heute die Geschichte der Binnenschifffahrt als multimediales
Erlebnis. Die Museumsschiffe liegen unterhalb der ehemaligen Schifferbörse
vor Anker und dokumentieren über 100 Jahre Duisburger
Schifffahrtsgeschichte. Am Aktionstag gibt es Führungen zur Architektur des
denkmalgeschützten Museumsbaus sowie auf dem Museumsschiff OSCAR
HUBER. Der Eintritt ist frei.
Der Denkmalbereich Friemersheim Dorf, das Naturschutzgebiet Rheinaue
Friemersheim und die denkmalgeschützte Eisenbahnsiedlung
Hohenbudberg sind Teil einer einmaligen Kulturlandschaft am Rhein. Das
Gebiet verbindet ländliche, vorindustrielle Strukturen mit historischer
Industrie- und Siedlungsgeschichte. Besuchende haben die Gelegenheit,
gleich mehrere bedeutende Einzeldenkmäler zu besichtigen: den Nühlenhof,
die Dorfkirche und das ehemalige Lehrerhaus in Friemersheim Dorf sowie
den Doppelwasserturm und die Museumskirche St. Laurentius in der
Eisenbahnsiedlung Hohenbudberg.
Eine Übersicht über die geöffneten Denkmäler in Duisburg bietet das
Programmheft. Weitere Informationen sind im Internet unter
www.duisburg.de/tag_des_offenen_denkmals verfügbar.

Hintergrund
Seit 1993 wird der Tag des offenen Denkmals® bundesweit von der
Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert und ist eine geschützte Marke
der Stiftung. Der Aktionstag findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im
September statt. Denkmäler in ganz Deutschland öffnen an diesem Tag
ihre Türen. Getragen wird die Veranstaltung vor Ort von zahlreichen
Akteuren, darunter Denkmaleigentümern, Fachleuten in Denkmalschutz und
Denkmalpflege, Architekturbüros, Gemeinden, Vereinen und Stiftungen. Ziel
ist es, ein möglichst breites Publikum zu erreichen und für das Thema zu
begeistern.