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Plakette fällig im Ruhrgebiet: Wo Halter zwischen Bochum und Dortmund schnell einen HU-Termin bekommen

Plakette fällig im Ruhrgebiet Symbolbild KI generiert
Plakette fällig im Ruhrgebiet Symbolbild KI generiert
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Bis zum 31. Oktober haben alle Halter Zeit, deren blaue Plakette die 26 und oben die Zehn zeigt. Gleichzeitig werden die Tage kürzer, und Schwächen an Licht und Elektrik zeigen sich oft genau dann, wenn der Termin drängt. Hektik ist trotzdem nicht nötig. Halter aus Bochum und Dortmund können dabei beide Städte nutzen, denn die Hauptuntersuchung ist nicht an den Zulassungsort gebunden. Etwas Vorbereitung erspart zudem oft einen zweiten Anlauf, weil die häufigsten Mängel die Beleuchtung betreffen und sich bei einem Rundgang ums Auto schon vorher zeigen.

Blaue Plaketten mit der 26 sind in diesem Jahr an der Reihe

Die Farbe der Prüfplakette hängt vom Jahr ab, in dem die nächste Hauptuntersuchung ansteht, und wiederholt sich alle sechs Jahre. 2026 ist Blau vorgesehen, 2027 folgt Gelb. Die erste Hauptuntersuchung eines neuen Pkw steht drei Jahre nach der Erstzulassung an, jede weitere zwei Jahre nach der vorigen. Bis zum Ende des Monats, dessen Zahl oben auf der Plakette steht, muss das Auto geprüft sein.

Ein Auto mit BO-Kennzeichen darf in Dortmund geprüft werden, eines mit DO-Kennzeichen in Bochum, und die neue Plakette gilt in ganz Deutschland. Maßgeblich ist allein, dass die Prüfstelle amtlich anerkannt ist.

Im Revier wollen die meisten nicht auf das Auto verzichten

Bochum und Dortmund liegen rund 20 Kilometer auseinander und sind über den Ruhrschnellweg verbunden, die A40, die in Dortmund als B1 weiterführt. In einer Umfrage unter Menschen im Ruhrgebiet gaben 78 Prozent der Befragten an, aus Bequemlichkeit nicht auf ihr Auto verzichten zu wollen. Für 60 Prozent dauern Fahrten mit Bus und Bahn zudem häufig zu lange.

Am Prüftag kommt die Rückfahrt ohne Auto deshalb für viele kaum infrage. Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung darf auch ein Beauftragter des Halters den Wagen zur Prüfung bringen, etwa ein Familienmitglied oder ein Abholdienst.

In Dortmund lässt sich die HU online buchen und das Auto abholen

Umgangssprachlich heißt es meist, das Auto müsse zum TÜV in Dortmund, sobald die Plakette fällig ist. Rechtlich geht es um die Hauptuntersuchung nach § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, und die darf jede amtlich anerkannte Prüfstelle abnehmen. HolDeinePlakette nennt auf der Dortmunder Buchungsseite für einen Pkw 164 Euro einschließlich Abgasuntersuchung, ohne Abgasuntersuchung 105 Euro und für eine Nachkontrolle 21 Euro. Gebucht wird online mit einem Wunschtermin aus dem Kalender, die Bestätigung kommt per E-Mail. Auf Wunsch holt das Unternehmen das Auto an einer selbst gewählten Adresse ab und bringt es nach der Untersuchung zurück, Abholort und Zeitfenster werden schon bei der Buchung angegeben. Die Hauptuntersuchung übernimmt es als Partner einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation, im Anschluss erläutert das Team akute Mängel und erklärt auf Wunsch den Prüfbericht.

Ein früher Termin nimmt den Druck vom Monatsende

In den letzten Tagen vor Fristablauf sind freie Termine oft knapp, weil viele Halter erst dann reagieren. Mit einigen Wochen Vorlauf bleibt dagegen Zeit für eine Reparatur, falls die Prüfung Mängel findet. Die Hauptuntersuchung darf auch vorzeitig stattfinden, etwa vor einer langen Reise oder einem Verkauf. Der nächste Termin richtet sich dann nach dem Prüfdatum, ungenutzte Monate der alten Plakette verfallen.

Diese Papiere und Ausrüstung gehören zum Termin ins Auto

Fehlende Unterlagen kosten am Prüfplatz Zeit und im ungünstigen Fall einen zweiten Anlauf. Bereitliegen sollten:

  • der Fahrzeugschein, amtlich Zulassungsbescheinigung Teil I

  • Teilegutachten, ABE oder Eintragungen für nachgerüstete Felgen, Fahrwerke oder Anbauteile

  • bei Autogas- oder Erdgasantrieb der Nachweis der Gasanlagenprüfung, falls sie vorab in einer Werkstatt erledigt wurde

  • die Bescheinigung über die Abgasuntersuchung, falls eine dafür anerkannte Werkstatt sie höchstens einen Monat vorher erledigt hat

  • der Schlüssel oder Adapter für Radschlösser

  • Verbandkasten, Warndreieck und Warnweste, die ohnehin an Bord sein müssen

Vom Prüfbericht hängt ab, ob die Plakette sofort kommt

Auf dem Prüfstand stehen Bremsen und Lenkung ebenso wie Achsen, Reifen, Licht, Karosserie und Abgas, denn die Abgasuntersuchung ist in die HU eingebunden. Bei neueren Autos gehört auch der Blick auf elektronische Sicherheitssysteme dazu.

Bleibt der Bericht ohne Befund oder führt er nur geringe Mängel auf, gibt es die neue Plakette sofort, kleine Beanstandungen sind dann binnen eines Monats zu beseitigen. Bei erheblichen oder gefährlichen Mängeln bleibt die Plakette aus, bis eine Nachprüfung die Reparatur bestätigt. Ist ein Auto verkehrsunsicher, entfernt der Prüfer die vorhandene Plakette und informiert die Zulassungsbehörde, auf öffentlichen Straßen darf das Fahrzeug dann nicht mehr fahren.

Licht und Elektronik fallen bei der Prüfung am häufigsten auf

Das Kraftfahrt-Bundesamt wertet die Ergebnisse jedes Jahr in seiner Statistik zu den Fahrzeuguntersuchungen aus. Für das Jahr 2023 erfasste es 30,9 Millionen Hauptuntersuchungen, bei 30,2 Prozent gab es Beanstandungen. Häufigster Mangel waren mit 24,7 Prozent lichttechnische Einrichtungen und andere Teile der elektronischen Anlage.

Ein Rundgang ums Auto vor dem Termin lohnt sich deshalb gerade im Herbst. Scheinwerfer, Blinker, Bremslichter und Kennzeichenbeleuchtung lassen sich zu zweit in wenigen Minuten prüfen. Reifen brauchen mindestens 1,6 Millimeter Profil, und Wischerblätter, die Schlieren ziehen, sind schnell ersetzt. Weitere Tipps für das Fahren im Herbst betreffen nasses Laub, Nebel und die richtige Beleuchtung.

Nach Ablauf der Frist steigen Bußgeld und Prüfgebühr

Bis zu zwei Monate Überziehung sieht der Bußgeldkatalog für Pkw keinen Regelsatz vor. Danach werden bei mehr als zwei bis vier Monaten 15 Euro fällig, bei mehr als vier bis acht Monaten 25 Euro und darüber hinaus 60 Euro, zu denen ein Punkt im Fahreignungsregister kommt.

Auch an der Kasse der Prüfstelle macht sich die Verspätung bemerkbar. Bei mehr als zwei Monaten Überziehung verlangt die Prüfstelle laut Gebührenordnung einen Zuschlag von 20 Prozent auf die reguläre HU-Gebühr. Für die Nachprüfung nach erheblichen Mängeln bleibt ein Monat Zeit, danach beginnt die Untersuchung von vorn und kostet erneut die volle Gebühr.

Fazit: Freie Wahl der Prüfstelle, feste Frist bis Ende Oktober

Halter aus Bochum und Dortmund sind bei der Wahl der Prüfstelle frei und können die Hauptuntersuchung dorthin legen, wo sie in den Alltag passt. Bei blauer Plakette mit der Zehn oben endet die Frist am 31. Oktober, bis dahin lassen sich Papiere, Licht und Reifen in Ruhe vorbereiten. Zur Prüfstelle fahren darf das Auto auch eine beauftragte Person oder ein Abholdienst. Ab dem dritten Monat nach Fristende kommen Bußgeld und Gebührenzuschlag hinzu.