Wie süß das Leben mit Grundsicherung wirklich ist
FH-Studierende stellt mediale und persönliche Vorurteile infrage
Was: Ausstellung über das Leben mit Grundsicherung
Wann: 17.-27.10., Mi-Fr 16-19, Sa, So 11-15 Uhr, Vernissage am 16.10. um 18 Uhr
Wo: HANS A, Hansastraße 6-10, 44137 Dortmund
Mit ihrer Ausstellung „Das süße Leben […]“ nimmt FH-Studentin Sara Barbett die mediale, vorurteilsbehaftete Darstellung von Sozialhilfeempfänger*innen unter die Lupe. Den Titel entlehnt sie der Überschrift eines Artikels im Magazin Focus aus dem Jahr 1995, die lautete: „Das süße Leben der Sozialschmarotzer“.
Diese negative Zuweisung, das Leistungsbeziehende faul und arbeitsscheu seien, und die Unterstellung, das Leben mit Sozialhilfe sei angenehm, hinterfragt die Szenografie- und Kommunikationsstudentin.
Sie lädt alle Besuchenden ein, diese und ihre eigenen Vorstellungen vom Leben mit Sozialhilfe zu hinterfragen und mit der Realität abzugleichen – zum Beispiel mit der Tatsache, dass im Jahr 2025 weniger als ein Prozent aller erwerbsfähigen Leistungsbeziehenden eine Arbeit oder Weiterbildung ohne stichhaltige Begründung abgelehnt haben.
Podiumsdiskussion
In einer Gesprächsrunde am 21.10. (Mittwoch) von 18 bis 19.30 Uhr diskutieren die Aktivist*innen und Betroffenen Meral Ökten und Thomas Wasilewski mit Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Ute Fischer von der FH Dortmund, die zu Sanktionen im ALG II geforscht hat. Die Gesprächsrunde findet im Stadt_Raum, Hansastraße 3, 44137 Dortmund, statt.
Der Eintritt zu Ausstellung und Gesprächsrunde ist frei. Neben Sara Barbett haben die Studierenden Julia Hillebrand und Lua Campos (grafische Gestaltung) und Darya Moalim (Texte) mitgewirkt.
Fachhochschule Dortmund
University of Applied Sciences and Arts
