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Regional

Stadt Bochum Infos: "Verborgene Orte (6): Rathaus"

Rathaus Kellerräume
Rathaus Kellerräume

In den Sommerwochen präsentieren die Stadt und ihre Gesellschaften einige stille Stars, die sonst eher nicht im Rampenlicht stehen: ihre verborgenen Orte. Manche schwer zu finden, manche nur schwer zugänglich – und doch spielen (oder spielten) alle eine wichtige Rolle im vielfältigen Leben der Stadt. Diesmal geht es in den Keller des Rathauses, den alten Tresorraum und die ehemaligen Arrestzellen.

 

Sommerserie „Verborgene Orte“

Dicke Stahltüren und vergitterte Fenster: In den alten Arrestzellen und dem Tresorraum unter dem Rathaus

 

Meistens ist es still im Untergeschoss des Rathauses. Stumme Zeugen in den Korridoren und Räumen aber erzählen von einer anderen, belebteren Zeit. Wer den Keller des Verwaltungssitzes am Willy-Brandt-Platz betritt, steigt hinab in die Vergangenheit.

 

Eine Treppe hinunter, ein schmaler Gang, dahinter ein Zimmer voller Aktenregale, dann geht es erst mal nicht mehr weiter. Einen halben Meter dick ist die Stahltür, die den Weg versperrt. Sie schützt den alten Tresorraum der Bochumer Stadtverwaltung vor ungebetenen Gästen, es ist wohl der am stärksten gesicherte Ort im ganzen historischen Rathaus. Wenn früher, in der Zeit der Lohntüten, Zahltag war, wurden die auszahlenden Beamten darin eingesperrt, Geldboten, die den Tresor verließen, trugen eine Pistole am Koppel – und öffnen ließ sich die schwere Stahltür nur, wenn zwei Beamte die ihnen jeweils anvertrauten Teile des Schlüssels zusammensetzten. Bis heute werden die beiden Teile an verschiedenen Orten im Rathaus verwahrt – in Zigarrenkisten, Marke „Suerdieck Pedro Brasil 800“, gehütet von Brigitte White und Michael Zolnowsky. „Früher brauchte man auch die richtige Zahlenkombination“, erklärt White, während sie und Zolnowsky mit vereinten Kräften die Tür aufschieben.

 

Dahinter stehen immer noch einige Geldschränke, gebaut von der Firma Pohlschröder aus Dortmund, es gibt ein Telefon mit Wählscheibe, ansonsten alte, teils historische Bücher und Akten. Der Tresorraum wird heute zur Lagerung von Archivalien genutzt und dient bei Rathausführungen der Veranschaulichung der Vergangenheit des 1931 fertiggestellten Bochumer Rathauses. Seine Lage zwei Stockwerke unterhalb des Großen Ratssaals reizte den Volksmund zum Spott: „Es gab schnell die Redensart: ,Die Ratsherren sitzen buchstäblich auf dem Geld der Stadt‛“, berichtet Stadtarchivar Markus Lutter – früher befand sich auch noch die Stadtkasse direkt oberhalb des Tresors.

 

Ein paar Gänge entfernt befinden sich weitere gut gesicherte Räume: die ehemaligen Arrestzellen. Vier Zellentüren, mit doppelten Riegeln und einem kleinen Guckloch versehen, sie gehörten zu der im Rathaus ansässigen kleinen Polizeiwache. Heute wird in den Zellen nicht mehr zwangsweise ausgenüchtert, auch hier lagern: Akten, Akten, Akten. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Trakt auch als Luftschutzraum genutzt, noch heute finden sich große, kurbelgetriebene Belüftungsanlagen an den Wänden.

Nicht alles, was im Keller des Rathauses untergebracht ist, hat nur noch historische Funktion. In einem eigenen Zimmer steht ein gigantischer Schiffsdiesel, der bei einem Stromausfall das Rathaus weiterhin mit Elektrizität versorgen soll. Rund 10.000 Liter Dieselkraftstoff lagern für diesen Fall in zwei Tanks. Einmal im Monat wird der Generator zu Testzwecken kurz angeworfen – dann wird es wieder still unter dem Rathaus.

 

 

Nächste Folge der Serie „Verborgene Orte“ am 30.8.2019, USB Bochum GmbH.

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Stadt Duisburg Infos:PKW-Unfall auf Rheinbrücke

Die Feuerwehr Duisburg wurde heute gegen 13.30 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Rheinbrücke gerufen. Bei dem Unfall auf der A40 in Fahrtrichtung Venlo brannte ein Fahrzeug vollständig aus. Vier Personen wurden hierbei leicht verletzt. Die Besatzung eines zufällig vorbeikommenden Krankenwagens leistete bis zum Eintreffen der Duisburger Feuerwehr Erste Hilfe. Die Verletzten wurden nach der Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert.

 

Beide Fahrtrichtungen mussten für die Einsatzmaßnahmen durch die Polizei gesperrt werden, was zu Rückstaus führte. Wegen der besonderen Verkehrssituation auf der Rheinbrücke (sehr verengte Fahrspuren wegen LKW Waage), wurde die Unfallstelle aus beiden Fahrtrichtungen angefahren, da auf der Unfallspur kaum ein Durchkommen möglich war. Vor Ort wurde zunächst von der Gegenfahrbahn über die Mitteltrennung gearbeitet.

 

Die Feuerwehr Duisburg konnte den Einsatz gegen 14.30 Uhr beenden. Beteiligt waren rund 30 Kräfte der Feuerwachen Homberg, Stadtmitte und Rheinhausen.

 

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Stadt Duisburg Infos:Vortrag im Stadtmuseum: Gelehrte im Visier der Inquisition

Das Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 nimmt seine Besucher am Sonntag, 1. September, um 15 Uhr mit in die Zeit der Reformation.

 

Harald Küst, Mitglied der Bürgerinitiative „Mercators Nachbarn“, stellt Gelehrte vor, die unter Ketzerverdacht gerieten, im Kerker saßen oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Die Reihe ihrer Namen reicht von Gerhard Mercator über Giordano Bruno bis zu Galileo Galilei.

 

Viele große Wissenschaftler und Gelehrte der Renaissance waren gläubige Christen. Doch wer den Lehren von Bibel und Kirche widersprach, lebte gefährlich. Hinter den Kulissen ging es häufig nur um Macht. Harald Küst beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Glaube und wissenschaftlicher Überzeugung und deckt mögliche Hintergedanken der Mächtigen und der Kirche auf.

 

Der Eintritt für Erwachsene beträgt 4,50 Euro, mit Ermäßigung 2 Euro.

 

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FW-BO: Schwerer Verkehrsunfall zwischen LKW und Kleinwagen

Verkehrsunfall Foto Feuerwehr Bochum
Schwerer Verkehrsunfall Foto Feuerwehr Bochum

Bochum (ots) Am frühen Nachmittag des 27. August um 14.01 Uhr wurde der Leitstelle der Feuerwehr Bochum ein schwerer Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf der Hauptstraße in Langendreer gemeldet. Es wurden umgehend der Rüstzug sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug von der Hauptfeuer- und Rettungswache Werne zur Unfallstelle alarmiert. Beim Zusammenstoß eines LKW mit einem PKW wurde der Kleinwagen massiv beschädigt und zwischen zwei parkende Autos geschoben. Hierbei wurde ein 8-jähriges Kind auf dem Beifahrersitz schwer und die Fahrerin leicht verletzt. Entgegen der ersten Meldung war niemand im Fahrzeug eingeklemmt. Nach der medizinischen Versorgung durch Notfallsanitäter und Notarzt vor Ort, wurden die Mutter und ihr Sohn mit zwei Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der LKW Fahrer blieb unverletzt vor Ort. Die Batterie des Unfallfahrzeugs wurde abgeklemmt und die Einsatzstelle abgesichert. Neben den beiden beteiligten Fahrzeugen wurden außerdem zwei parkende PKW beschädigt. Insgesamt waren 31 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz.

Zur Unfallursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

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