Über die Glaubwürdigkeit von Podcastern: Laura Siehler wird für ihre Masterarbeit ausgezeichnet
Verleihung des Alfred Gerardi Gedächtnispreises: Die Jury zeichnet drei
Arbeiten aus, unter ihnen eine von der FHWS
Wie glaubwürdig sind Podcasts? Dieser Frage ist Laura Siehler im Rahmen
ihrer Masterarbeit nachgegangen. Die Studentin des Masterstudiengangs
„Marken und Medienmanagement“ an der Hochschule für angewandte
Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt beschäftigte sich mit dem Thema
„Podvertising und Konsumierendenverhalten. Eine empirische
Strukturgleichungsanalyse über den Einfluss der Glaubwürdigkeit von
Podcastern“ (Podvertising bezeichnet das Werben in und mit Podcasts). Mit
ihren Ergebnissen überzeugte sie die Jury des Alfred Gerardi
Gedächtnispreises: Ihre Masterarbeit wurde mit 2.500 Euro ausgezeichnet
und wird am Dienstag, 21. September, 17 Uhr, vorgestellt und prämiert.
Betreut wurde die Arbeit durch Prof. Dr. Andreas Fuchs: „Die
Abschlussarbeit von Frau Siehler stellt insgesamt eine außerordentliche
Leistung dar und übersteigt die Erwartungen an eine Masterandin deutlich.
Die Arbeit zeugt von einer eingehenden wissenschaftlichen
Auseinandersetzung mit der Thematik und entspricht – nicht zuletzt auch
aufgrund der aufwendigen und komplexen Methodik linearer
Strukturgleichungsmodelle – einer `kleinen Dissertation`.“ Insgesamt
wurden 22 Arbeiten von 23 Teilnehmenden eingereicht in den Kategorien
„Beste Dissertation“, „Beste Masterarbeit“ sowie „Beste Bachelorarbeit“.
Auch die Absolventin Laura Siehler zeigt sich erfreut: „Die Auszeichnung
ist für mich eine große Ehre, und ich bin dankbar für die besondere
Wertschätzung meiner Arbeit. Ich freue mich sehr, dass ich mit
Unterstützung meines Betreuers Anstöße zu weiterer Forschung zum jungen
Thema Podvertising geben konnte. Die Preisverleihung rundet mein Studium
perfekt ab, und ich möchte allen danken, die mir das ermöglicht haben."
Der Juryvorsitzende Bernd Ambiel hebt die Aktualität der Themen und der
professionellen Methodik aller eingereichten Arbeiten heraus: „Besonders
auffällig ist, dass inzwischen auch `kritische` Themen wie beispielsweise
die Akzeptanz von Datenverarbeitung oder ethische Probleme beim Einsatz
von Algorithmen breit bearbeitet werden. Auch die `Haltung` von Marken
spielt eine zunehmend wichtigere Rolle. Alle Arbeiten waren qualitativ
sehr hochwertig und eng beieinander. Das erschwerte die Auswahl der
Preisträger in diesem Jahr.“
Der Alfred Gerardi Gedächtnispreis
Alfred Gerardi war ein Vorreiter im Direktmarketing und hat die Branche
des heutigen Dialog- und Data Driven Marketings (datengesteuertes
Marketing) maßgeblich geprägt. Die Suche nach jungen Talenten im kreativen
und im technischen Bereich lag ihm besonders am Herzen. Zu seinen Ehren
vergibt der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) seit 1986 den Alfred
Gerardi Gedächtnispreis (AGGP) an den wissenschaftlichen Nachwuchs. Einmal
im Jahr werden Abschlussarbeiten von Studierenden ausgezeichnet, die sich
hauptsächlich mit den Themen des Data- und Dialogmarketings befassen und
neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern. Teilnahmeberechtigt sind
Studierende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
