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Weiterentwicklung der Lehre an der Hochschule Coburg

VDMA-Bildungsreferent und Projektleiter Michael Patrick Zeiner übergibt das Maschinenhaus-Zertifikat an die Hochschule Coburg  Natalie Schalk
VDMA-Bildungsreferent und Projektleiter Michael Patrick Zeiner übergibt das Maschinenhaus-Zertifikat an die Hochschule Coburg Natalie Schalk
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VDMA-Bildungsreferent und Projektleiter Michael Patrick Zeiner übergibt das Maschinenhaus-Zertifikat an die Hochschule Coburg  Natalie Schalk
VDMA-Bildungsreferent und Projektleiter Michael Patrick Zeiner übergibt das Maschinenhaus-Zertifikat an die Hochschule Coburg Natalie Schalk

Erfolgreiche Kooperation: Die Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik
der Hochschule Coburg und der VDMA präsentieren die Ergebnisse des
gemeinsamen Maschinenhaus-Transferprojekts.
Ein neues interdisziplinäres
Projekt im ersten Semester verknüpft das Wissen der Grundlagen-
Lehrveranstaltungen und setzt es praktisch um: Das ist eines der
Ergebnisse des Maschinenhaus-Transferprojekts, die heute im
Abschlussworkshop präsentiert wurden. Der Verband Deutscher Maschinen- und
Anlagenbau (VDMA) arbeitete über zwei Jahre mit der Fakultät Maschinenbau
und Automobiltechnik der Hochschule Coburg zusammen. Ziel des VDMA ist,
den Studienerfolg in den Ingenieurwissenschaften zu erhöhen sowie
Hochschulen in der Lehre zu beraten und zu unterstützen.

Die Fakultät ist mit einer Leitfrage angetreten: Wie können wir mit den
Unterschieden beim Vorwissen der Studienanfängerinnen und -anfänger besser
umgehen? Zu dieser Leitfrage fanden im Rahmen des Transferprojekts mehrere
Workshops mit Studiengangsverantwortlichen, Lehrenden, Studierenden und
Industrievertretern statt. Die Workshops begleiteten Experten des VDMA und
des HIS-Institutes für Hochschulentwicklung (HIS-HE). Uwe Krüger von HIS-
HE erklärt: „Ingenieurmäßiges Denken und Herangehen an praktische
Aufgabenstellungen kann und sollte bereits im Studium geübt werden. Dies
direkt ab Studienbeginn zu ermöglichen, motiviert und fördert die
Orientierung bei Studienanfängerinnen und -anfängern“.

Der Studiendekan der Fakultät, Prof. Dr. Ralf Reißing, lobt die Beratung
durch VDMA und HIS-HE: „Durch die bereits durchgeführten Transferprojekte
verfügen die Beratenden über viel Erfahrung. Sie wissen, wie andere
Hochschulen die Herausforderungen in der Gestaltung der Studiengänge
praktisch gelöst haben.“ Die Lösungen der anderen Hochschulen halfen der
Fakultät, neue Konzepte zu entwickeln. „Wir konnten Ideen übernehmen und
haben über den Kontakt zu den anderen Hochschulen auch weitere
Unterstützung bekommen.“

In den Workshops haben sich die Grundlagen-Lehrveranstaltungen als
wichtigstes Handlungsfeld herauskristallisiert. Es geht darum, ihre
Notwendigkeit in den ersten Semestern zu verdeutlichen, die
Querbeziehungen der Veranstaltungen untereinander aufzuzeigen und die
praktische Anwendbarkeit zu demonstrieren. Als didakti-sches Mittel dazu
wird im ersten Schritt im Wintersemester 2021/22 ein einwöchiges,
studiengangsübergreifendes Projekt im ersten Semester der
Bachelorstudiengänge Maschinenbau und Automobiltechnologie etabliert. Es
verbindet Kompetenzen aus allen Grundlagenlehrveranstaltungen des ersten
Semesters miteinander und verdeutlicht die praktische Anwendbarkeit.

Mit den geplanten Studiengangsreformen beider Bachelorstudiengänge im
Folgejahr soll das Projekt als eigenständige Lehrveranstaltung etabliert
werden. Das Projekt bezieht neben dem ersten Semester auch das dritte
Semester ein. So soll ein interdisziplinärer Erfahrungstransfer von den
höheren Semestern zu den Erstsemestern hergestellt und die persönliche
Vernetzung untereinander intensiviert werden.

Michael Patrick Zeiner, VDMA-Bildungsreferent und Projektleiter des
Maschinenhauses, betont die gute Zusammenarbeit und das Engagement der
Hochschule. „Ich bin überzeugt davon, dass die eingeleiteten Maßnahmen die
Motivation der Studierenden erhöhen und die Anzahl der Studienabbrüche am
Hochschulstandort Coburg reduzieren wird.“ Er überreichte zum Abschluss
des Projekts der Fakultät für Maschinenbau und Automobiltechnik das
„Maschinenhaus-Zertifikat“. Die Hochschule Coburg hat damit als 54.
Fachbereich in Deutschland das Maschinenhaus-Transferprojekt erfolgreich
abgeschlossen.

Hintergrund-Information:

Über die VDMA-Initiative „Maschinenhaus – Plattform für innovative Lehre“
Mit der Maschinenhaus-Initiative unterstützt der VDMA seit 2013 Fakultäten
und Fachbereiche des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und der Informatik
bei der Weiterentwicklung der Lehre und der Erreichung von mehr
Studienerfolg. Das Maschinenhaus versteht sich dabei als „Plattform für
innovative Lehre“, die Akteure aus Hochschulen, Politik und Unternehmen
miteinander vernetzt. Damit soll den hohen Studienabbruchquoten in den
ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen entgegengewirkt und ein
qualitativ hochwertiges Ingenieurstudium sichergestellt werden.

In aktuell 62 laufenden oder bereits abgeschlossenen Transferprojekten im
gesamten Bundesgebiet gelangt die Theorie in die Praxis und in
individuellen Workshops wird der Status quo der Lehre analysiert und neue
Maßnahmen konzipiert. Bereits erfolgreich praktizierte Good-Practice-
Beispiele innovativer Hochschullehre sammelt die Maschinenhaus-Initiative
in einer Toolbox.

Alle weiteren Informationen zur Maschinenhaus-Initiative und dem
Hochschul-Engagement des VDMA finden Sie unter
vdma.org/ingenieurausbildung.

Über die Hochschule Coburg
Mit ihren 5.300 Studierenden in 44 Bachelor- und Masterstudiengängen
gehört die Hochschule Coburg zu den mittelgroßen Hochschulen für
angewandte Wissenschaften. Die Studienangebote umfassen die Bereiche
Angewandte Naturwissenschaften, Bauen und Design,
Wirtschaftswissenschaften, Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau und
Automobiltechnik sowie Soziale Arbeit und Gesundheit.
Die Hochschule Coburg steht für ein praxisnahes Studium, das sehr
interdisziplinär ausgerichtet ist. Die Studierenden arbeiten in kleinen
Gruppen über Fächergrenzen hinweg an praxisrelevanten Fragestellungen. In
alle Bachelorstudiengänge ist ein Praxissemester integriert, in dem die
Studierenden bereits während des Studiums den beruflichen Alltag
kennenlernen. Durch ein Duales Studium lässt sich darüber hinaus der
Praxisanteil zusätzlich erhöhen. Das Studium an der Hochschule Coburg hat
einen sehr familiären Charakter. Erfahrene Studierende helfen ihren
jüngeren Kommilitoninnen und Kommilitonen, sich an der Hochschule
zurechtzufinden. Spezielle Serviceeinrichtungen beraten bei
Schwierigkeiten im Studium.