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EXIST Forschungstransfer-Förderung erstmals für Start-up der Uni Bayreuth

DerSensor misst den Füllstand der Blase und meldet diesen an das Smartphone.  inContAlert
DerSensor misst den Füllstand der Blase und meldet diesen an das Smartphone. inContAlert
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DerSensor misst den Füllstand der Blase und meldet diesen an das Smartphone.  inContAlert
DerSensor misst den Füllstand der Blase und meldet diesen an das Smartphone. inContAlert

Nach etlichen Pitch-Gewinnen, unter anderem beim IoT Innovation Worldcup
2020, haben vier junge Gründer von „inContAlert“ sich jetzt beim
renommierten „EXIST“-Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums
durchgesetzt. Das Start-up von Studenten und Absolventen der Universität
Bayreuth (UBT) wird in den kommenden 18 Monaten eine Förderung von
712.000€ erhalten und plant damit die nächsten Entwicklungsschritte. Mehr
hat ein Start-up an der UBT noch nie eingeworben.

Das Team von inContAlert holt die prestigeträchtige EXIST-
Forschungstransfer-Förderung zum ersten Mal an die Universität Bayreuth.
„Ich gratuliere den jungen Gründern und auch dem Team der GründerUni
Bayreuth, das diesen Erfolg mitermöglicht hat!“, sagt
Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible. Dieses junge Start-up
möchte Menschen mit Inkontinenzproblemen und Blasenfunktionsstörung ein
selbstbestimmteres Leben ermöglichen. Es hat einen Sensor entwickelt, der
den Patienten den aktuellen Füllstand der Harnblase bequem auf dem
Smartphone anzeigt. Unkontrollierter Urinverlust und Schädigungen der
Niere sollen so verhindert werden. Dabei funktioniert der Sensor mit einer
ausgefeilten Kombination aus Infrarotspektroskopie und Machine-Learning-
Algorithmen.

Diesen neuartigen Ansatz entwickeln die vier Gründer nun gezielt zu einem
Produkt weiter, das in etwa zwei Jahren marktreif sein soll. Die
finanzielle Grundlage konnte inContAlert nun mit dem  EXIST-
Forschungstransfer legen.

„Das alles wäre nicht möglich gewesen, ohne die super Unterstützung der
Universität Bayreuth und insbesondere des Lehrstuhls für
Wirtschaftsinformatik und Prozessmanagement“, sagt der Mitgründer und CEO
von inContAlert, Dr. Jannik Lockl. Lockl hatte schon im Jahr 2017 –
während seines Studiums des Wirtschaftsingenieurwesens in Bayreuth -
zusammen mit seinem damaligen Kommilitonen Tristan Zürl das Start-up
initiiert. Im Mai 2019 erhielten die beiden mit dem Medical Valley Award
eine erste Förderung über 250.000 € und betrieben das Projekt von da an in
Vollzeit. Mittlerweile haben sich zwei weitere Bayreuther
Ingenieursstudenten, Nicolas Ruhland und Pascal Fechner, dem Team
angeschlossen.

Prof. Dr. Röglinger, universitärer Mentor des Teams, untermauert die
Relevanz des Themas: „Das Produkt von inContAlert könnte das Leben vieler
Millionen Menschen maßgeblich verändern. Das Start-up ist ein
Paradebeispiel für das Zusammenspiel der Universität und entsprechender
Gründungsinitiativen. Von inContAlert können wir noch einiges erwarten –
wir freuen uns sehr über ihre Erfolge und es macht großen Spaß, sie
tatkräftig auf ihrem Weg zu unterstützen.“

Bei den vom Bundeswirtschaftsministerium vergebenen EXIST
Gründungsstipendien und beim Wettbewerb „EXIST Potenziale“ war die
Universität Bayreuth in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich. Doch
im Wettbewerb um die EXIST Forschungstransfer-Förderung erfüllte noch nie
ein Team der UBT alle Auflagen für eine Bewerbung. Die inContAlert-Gründer
sind also auch in dieser Hinsicht echte Pioniere.

Über „EXIST“:
EXIST ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Energie (BMWi). Zu den Zielen von EXIST gehört, das Gründungsklima an
Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu verbessern.
Darüber hinaus sollen die Anzahl und der Erfolg technologieorientierter
und wissensbasierter Unternehmensgründungen erhöht werden. Hierzu
unterstützt das BMWi Hochschulabsolvent*innen, Wissenschaftler*innen und
Studierende bei der Vorbereitung von technologieorientierten und
wissensbasierten Existenzgründungen. Der EXIST-Forschungstransfer
unterstützt herausragende forschungsbasierte Gründungsvorhaben, die mit
aufwändigen und risikoreichen Entwicklungsarbeiten verbunden sind. In der
ersten Förderphase sollen Forschungsergebnisse mit Gründungspotenzial
weiterentwickelt werden. Ziel ist es, Fragen in Zusammenhang mit der
Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in technische Produkte und
Verfahren zu klären, die darauf basierende Geschäftsidee zu einem
Businessplan auszuarbeiten und die geplante Unternehmensgründung
vorzubereiten.