Digitaler Holzbau: Erste „EASTWOOD“- Konferenz
HTWK Leipzig als Plattform für neuen (digitalen) Branchentreff am 7. und
8. Oktober 2021
Holz als Baustoff hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung
gewonnen. Es ist der einzige weltweit in großem Maßstab verfügbare und im
engeren Sinne nachhaltige Werkstoff und verfügt über exzellente
Eigenschaften für den Bau von Gebäuden aller Art. Schon heute werden sogar
Hochhäuser ganz aus Holz gebaut. Auch in Leipzig gibt es Pilotprojekte. So
wird Ende des Jahres ein siebengeschossiger Wohnungsbau im Stadtteil
Paunsdorf fertiggestellt.
Der Markt wächst rasant und mit ihm die Erkenntnis, dass guter Holzbau nur
gelingen kann, wenn hervorragend ausgebildete Architektinnen und
Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure, Holzbau-Fachleute und
Bauherren bzw. Investoren Hand in Hand arbeiten.
Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig)
hat sich in den vergangenen Jahren eine in der Branche bekannte und
anerkannte Expertise insbesondere auf dem Gebiet des so genannten
digitalen Holzbaus erworben. Die angewandte Holzbauforschung speziell im
Bereich stützenfreier Hallendächer nach dem so genannten
Brettrippenprinzip („Zollingerdächer“) oder für den Bau landwirtschaftlich
genutzter Hallen auf der Basis digitaler Methoden und Modelle hat
zahlreiche Innovationen hervorgebracht.
Um die Branche zu vernetzen, veranstaltet die Hochschule am 7. und 8.
Oktober 2021 erstmals – in Kooperation mit der Rudolf Müller Mediengruppe
– die Holzbaukonferenz „EASTWOOD“: „Die Hochschule ist der ideale Ort, um
die Experten auf dem Gebiet des Bauens mit Holz zusammen und das Thema
auch im Osten Deutschlands nach vorn zu bringen. Der Titel ist daher
Programm: Verschiedene Referenten aus Holzbau-Praxis - und Forschung
werden nach Leipzig kommen, um ihr Wissen und ihre Perspektiven für den
digitalen Holzbau zu teilen. Als Teil der Sächsischen Holzbauinitiative
schaffen wir in Leipzig eine überregionale Plattform für fachlichen
Austausch, neue Impulse und fürs Netzwerken“, sagt Initiator und
Organisator Alexander Stahr, Professor für Tragwerkslehre an der HTWK
Leipzig.
Themen der Referate sind unter anderem Entwurfsstrategien zum
ressourceneffizienten Bauen mit Holz, Brandschutz im Holzbau und die
Realisierung mehrgeschossiger Wohnungsbauten in Holz.
„Das Bauen mit Holz ermöglicht innovative Lösungen mit einem nachhaltigen
und umweltfreundlichen Baustoff“, so der Sächsische Staatsminister für
Regionalentwicklung Thomas Schmidt. „Wir haben diesen Baustoff deshalb
seit der Gründung des Ministeriums fest im Blick. Mit der Novelle der
Sächsischen Bauordnung werden wir Erleichterungen für das Bauen mit Holz
schaffen. Der Aufbau eines Holzbaukompetenzzentrums unter dem Dach unserer
Zukunftsinitiative simul+ ist ebenfalls auf mehr Einsatz von Holz
gerichtet. Der Ansatz, dass Wissenschaft und Praxis Hand in Hand gehen,
ist das Prinzip von simul+. Darum unterstützen wir auch die EASTWOOD in
Leipzig.“
„Wir als HTWK Leipzig orientieren uns an der so genannten FONA-Strategie
(„Forschung für Nachhaltigkeit“), die die Hightech- und
Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung mit nationalen
Nachhaltigkeitszielen und -strategien sowie europäischen Ansätzen
verbindet. Der Wandel zu mehr Nachhaltigkeit ist die Chance, die
Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands langfristig zu erhalten. Innovationen
sind dafür von entscheidender Bedeutung – im Leitbild der FONA sind dabei
u.a. Nachhaltigkeit und themenübergreifend Digitalisierung verankert. Für
die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der HTWK bedeutet dies
eine intensive interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Bauverfahren und
Baumaterialien unter dem Gesichtspunkten Ressourcenknappheit,
Energiebilanz und Digitalisierung - was passt da besser als die Tagung
EASTWOOD?“, ergänzt Prof. Ralf Thiele, Prorektor für Forschung der HTWK
Leipzig.
Hintergrund
„EASTWOOD“ ist eine Veranstaltung der Forschungsgruppe FLEX an der HTWK
Leipzig und der Rudolf Müller Mediengruppe. Im Fokus steht der Aufbau
eines initial ostdeutschen Netzwerkes als Erfordernis für die
beschleunigte Entwicklung des Bauens mit Holz im Kontext eines digitaler
werdenden Marktes. Dahinter steht die Überzeugung, dass die richtige
Konzeption Voraussetzung für ressourceneffizientes, klimaneutrales Bauen
ist.
Die Forschungsgruppe FLEX (Forschung. Lehre. Experiment) arbeitet
disziplin-, werkstoff- und technologieübergreifend an innovativen Lösungen
an der Schnittstelle von Architektur, Bau- und Informationstechnik. Stark
praxisorientiert, stehen dabei digital basierte Strategien für
ressourceneffiziente Konstruktionen sowie die zugehörigen Planungs- und
Fertigungsprozesse im Fokus des Interesses von Architektur- und
Baufachleuten sowie Wirtschaftsingenieuren und -ingenieurinnen.
Die Rudolf Müller Mediengruppe ist führend auf dem Gebiet von
Fachinformationen in den Bereichen Planen, Bauen, Immobilien und
Handelsmarketing.
Ort: „Eastwood“ ist ein digitales Live-Event: Die Referenten sind vor Ort,
zu sehen ist es ausschließlich im Live-Stream.
Zeit: 07./08. 10. 2021 jeweils ab 13 Uhr
Für die Teilnahme an „Eastwood“ können Architektinnen und Architekten
Fortbildungspunkte erhalten.
Programm, Ticketpreise und Link zur Anmeldung: https://www.eastwood-
leipzig.de/
