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Zwei Projekte zur Weiterentwicklung digitaler Hochschullehre gefördert

An der HS Gesundheit können die Studierenden Gesundheitstechnologien selbst kennenlernen und ausprobieren.  Jürgen Nobel  HS Gesundheit
An der HS Gesundheit können die Studierenden Gesundheitstechnologien selbst kennenlernen und ausprobieren. Jürgen Nobel HS Gesundheit
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An der HS Gesundheit können die Studierenden Gesundheitstechnologien selbst kennenlernen und ausprobieren.  Jürgen Nobel  HS Gesundheit
An der HS Gesundheit können die Studierenden Gesundheitstechnologien selbst kennenlernen und ausprobieren. Jürgen Nobel HS Gesundheit

An der Hochschule für Gesundheit in Bochum werden im Rahmen des Programms
"Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“
(digiFellows) zwei Projekte zu virtueller und erweiterter Realität mit
jeweils 50.000 Euro gefördert.

Die beiden Projekte zu virtueller und erweiterter Realität in der Lehre
werden an der Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) in Bochum
entwickelt.

Die Hochschule für Gesundheit hatte im Rahmen des Programms "Fellowships
für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ (digiFellows) aus der
Vereinbarung zur Digitalisierung mit dem Ministerium für Kultur und
Wissenschaft zwei Förderungen mit jeweils 50.000 Euro ausgeschrieben.
Beide Projekte sind zum 01. Oktober 2021 gestartet und haben eine Laufzeit
von 12 Monaten. Die Vereinbarung zur Digitalisierung läuft insgesamt bis
Ende 2023 und soll die Einführung innovativer Digitalisierungskonzepte an
Hochschulen in Nordrhein-Westfalen unterstützen.

Ausgewählt wurden die Projekte "Prototypische Implementierung von Mixed
Reality-Anwendungen im Bereich des E-Learnings“ (PrIMEL) und "Ausbau einer
Austauschplattform und Schaffung einer Wissensbasis für Anwendungen
Erweiterter Realitäten in der Lehre“ (ASTER).

"Virtuelle Realität ist eine Technologie, mit der viele Lehrinhalte
deutlich anschaulicher präsentiert werden können. Sie erlaubt es außerdem,
Simulationstrainings als Lernbaustein durchzuführen. Über spielerische
Anreize – man spricht hier von gamification – kann eine
Motivationsförderung erreicht werden. Das alles macht es naheliegend, VR-
Technologien als didaktisches Element näher zu betrachten", erklärte Prof.
Dr. Wolfang Deiters, Professor für Gesundheitstechnologien an der HS
Gesundheit, der beide Projekte betreut.

Bei der erweiterten Realität (Augmented Reality, AR) wird die physische
Realität durch das Einblenden zusätzlicher Informationen erweitert, sodass
sich Objekte oder Prozesse detailliert nachvollziehen und erklären lassen.
In der virtuellen Realität (Virtual Reality, VR) hingegen tauchen die
Studierenden – beispielsweise durch VR-Brillen – komplett in eine
computergenerierte Realität ein. Ist keine von beiden Techniken
eingebunden, spricht man von physischer Realität – also von der
„Alltagswelt“.

Das PrIMEL-Projekt widmet sich dem Mixed Reality-Ansatz, bei dem sowohl
Anwendungen auf Basis einer virtuellen Realität als auch Anwendungen der
erweiterten Realität betrachtet werden. Dabei sollen zunächst bereits
existierende Anwendungen identifiziert und dann in der Lehre ausgetestet
werden. Im letzten Schritt sollen dann Studierende und Lehrende angeleitet
werden, auch eigene Anwendungen im Mixed-Reality-Bereich zu erstellen.

Im Rahmen des ASTER-Projektes soll ein "Materialienkoffer" aufgebaut
werden, der auch eine Datenbank von sogenannten Serious Health Games
enthält – gemeint sind VR/AR Anwendungen, die der Ausbildung der
Studierenden im Gesundheitsbereich dienen können. Neben der benötigten
Hard- und Software soll auch ein Feedbacksystem bereitgestellt werden, um
die einzelnen Anwendungen bewerten und die eigenen Erfahrungen mit
Kolleg*innen teilen zu können.

Die entstandenen Materialien aus beiden Projekten sollen im Anschluss auf
dem Landesportal für Studium und Lehre (ORCA.NRW) anderen Hochschulen zur
Verfügung gestellt werden. „Der weitere Ausbau der Digitalisierung in
Studium und Lehre ist uns für die gesundheitsbezogenen Studiengänge ein
wichtiges Anliegen, das auch im Austausch mit anderen Hochschulen viele
Chancen für die qualitative Weiterentwicklung bietet“, so Prof. Dr. Sven
Dieterich, Vizepräsident für Studium und Lehre.