Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung goes Open Science
Der Fachinformationsdienst (FID) will in Zukunft verstärkt zur Öffnung der
Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung beitragen. Unter dieser
Ausrichtung steht die nun von der DFG final bewilligte dritte Förderphase
des Angebots. Der FID ist Bestandteil des Fachportals Pädagogik. Er
umfasst unter anderem einen integrierten Such- und Nachweisraum für
Fachpublikationen, Möglichkeiten der Buchbestellung und -digitalisierung
sowie das Bereitstellen von wissenschaftlichen Online-Ressourcen. Bis 2023
werden diese Services im Sinne von Open Science ausgebaut.
Open Science steht für transparente Forschung mit offen zugänglichen
Prozessen und Ergebnissen. Um diesen Ansatz in der Bildungsforschung, in
der Erziehungswissenschaft und in den Fachdidaktiken zu unterstützen,
setzt der FID in seiner dritten Förderphase folgende Schwerpunkte:
• Open Access: Für einen freien Zugang zu wissenschaftlicher
Literatur wird der FID 40 Monographien fördern, die im Open Access
erscheinen. Das Ganze wird gemeinsam mit wissenschaftlichen Bibliotheken
als Crowdfunding-Projekt durchgeführt. Eine neue Publikationsplattform
soll zudem das Veröffentlichen von Zeitschriften und Buchreihen im Open
Access ermöglichen.
• Wissensgraph Bildung: Über den FID sollen Nutzer*innen Literatur
und Fachinformationen noch besser finden können. Dafür werden die im
Fachportal dokumentierten Ressourcen semantisch verknüpft und als
Wissensgraph strukturiert und aufbereitet. Forschungsarbeiten werden so in
ihren vielfältigen Zusammenhängen sichtbar.
• Systematic Reviews: Der FID stellt für komplexere systematische
Recherchen ein Suchinterface im Fachportal Pädagogik zur Verfügung. Durch
transparente und verknüpfte Suchstrategien können sich die Nutzer*innen so
eine Übersicht über wissenschaftliches Wissen verschaffen.
Zusätzlich zu diesen zentralen Open-Science-Angeboten wird der FID den
Zugang zu digitalen Schulbüchern verbessern. Im Rahmen einer
Clearingstelle werden Lizenzmodelle für digitale Schulbücher in
wissenschaftlichen Bibliotheken erarbeitet und gemeinsam mit
Bildungsmedienverlagen passende Angebote eruiert. Beim Ausbau der
Literaturnachweise wird zudem ein Schwerpunkt auf historischer
Zeitschriftenliteratur liegen.
Über den Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und
Bildungsforschung:
Der FID versorgt Forschende überregional mit Literatur und ergänzt so die
Angebote der wissenschaftlichen Bibliotheken vor Ort. Die Nutzer*innen
können Bücher, die innerhalb Deutschlands nicht per Fernleihe zugänglich
sind, als Direktausleihe bestellen und zugeschickt bekommen. Vom FID
abgeschlossene Nationallizenzen ermöglichen einen direkten Zugriff auf
elektronische Volltexte. Darüber hinaus werden im Bereich der
bildungsgeschichtlichen Forschung und der Schulbuchforschung auf Wunsch
urheberrechtsfreie Werke aus den entsprechenden Bibliotheksbeständen
digitalisiert.
Der FID wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Das
verantwortliche Konsortium setzt sich aus folgenden kooperierenden
Einrichtungen zusammen:
• Die Abteilungen „Informationszentrum Bildung“ (IZB) und „BBF |
Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung“ des DIPF | Leibniz-
Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
• Die Universitätsbibliothek der Friedrich-Alexander-Universitä
Erlangen-Nürnberg
• Die Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin
• Das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale
Schulbuchforschung (GEI)
Der FID: <www.fachinformationsdienst-bi
